„Wollen einen sanften Ausbau der B15 alt!“

... mit Ortsumgehungen - Presseerklärung zu 100 Mahnfeuern am 10. Mai

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Mahnfeuer 2Mit über 100 Mahnfeuern am Samstag, 10. Mai, entlang der geplanten Trassen zwischen Adlkofen und Bad Aibling – gegen die B 15 neu – erklären sich über 25 Bürgerinitiativen solidarisch mit den von der Trassenverschiebung betroffenen Gemeinden im Landkreis Rosenheim sowie Mühldorf und Landshut. Die Mahnfeueraktion wird fotografisch auch aus der Luft dokumentiert. Die von der bayerischen Staatsregierung in Berlin für den vordringlichen Bedarf angemeldete neue Nord-Süd-Autobahn zwischen Regensburg und Rosenheim (Arbeitstitel B15neu), stößt – wie mehrmals berichtet – auf heftigen Widerstand entlang der gesamten Trasse …

Der von einigen lokalen Politikern im Landkreis Rosenheim propagierte „sanfte Ausbau der B15alt“ wird in München ignoriert. Fest steht, dass die Gemeinden an der B15alt vom geplanten vierspurigen Neubau mit Standspur nicht profitieren werden,  und eine Verkehrsabnahme in den hochbelasteten Orten wie Dorfen und Taufkirchen von der rund 25 km entfernten Autobahn nicht zu erwarten ist, heißt es heute in einer Presserklärung von

Gisela Floegel, Vorsitzende des Vereins der B 15 Gegner, Vilsbiburg, 08741/6753

Dr. Willi Messing für die „Stop B 15 neu“ Bürgerinitiativen,  Bad Aibling, 08061-2162

gemeinsam. Die zentrale Forderung der Bürgerinitiativen entlang der Trasse laute daher, die Streichung der Planung B15neu südlich der A92 aus dem Bundeverkehrswegeplan, und die Freigabe von Mitteln für einen sanften Ausbau mit Ortsumgehungen an der B15alt und der B 299 im Landkreis Landshut.

Die Bürgerinitiativen stellen den Bedarf ganz deutlich in Frage, denn der Durchgangsverkehr auf der heutigen B15 neu beträgt betrage nur 8.000 Fahrzeuge pro Tag. Nur im Einzugsbereich der Ballungsräume Landshut und Rosenheim steigt dieses Verkehrsaufkommen signifikant an, überwiegend bedingt durch Ziel- und Quellverkehr dieser beiden Städte. Ein Bedarf für eine neue Nord –Süd -Autobahn, die sich erst ab einem Verkehrsaufkommen von ca. 35.000 Fahrzeugen pro Tag rechnet, ist definitiv nicht erkennbar.

Die Kosten für eine derartige Maßnahme, der Landverbrauch und der Schaden an der Kulturlandschaft stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zum theoretischen Nutzen, heißt es heute weiter. Auch ein kontinuierlicher Anstieg des Autoverkehrs, wie oft behauptet, finde nachweislich nicht statt: in den Jahren 2000 – 2010 habe der Autoverkehr in Bayern laut Bayerischem Innenministerium um 0,1% pro Jahr zugenommen.

Die Bürgerinitiativen fordern die ernsthafte Prüfung alternativer Lösungsvorschläge, wie die Ertüchtigung der Flughafentangente Ost, deren vierspuriger Ausbau bereits in der Planfeststellung sei. Darüberhinaus  den sanften Ausbau der B 15 alt und der B299 mit angemessenen Ortsumgehungen, sowie den abschnittsweise dreispurigen Ausbau (z.B. Attler Berg, oder Hachelstuhl und auf der B 20 und B 388), um gefahrlose Überholvorgänge zu ermöglichen. Sofort wirksam wäre die Einführung einer Mautpflicht für Lkw auch auf Bundesstraßen, damit Mautpreller, die  vor allem die Ortsdurchfahrten belasten, auf Autobahnen abgeleitet werden

In allen drei Landkreisen Landshut, Mühldorf und Rosenheim müsse der Druck auf die politischen Entscheider weiter erhöht werden, damit nicht durch ein Hin und Her-Verschieben Gemeinden gegeneinander ausgespielt werden und die Bevölkerung mit nebulösen Aussagen beschwichtigt wird. Es gilt überall wachsam  zu bleiben, da am Ende die Trasse dort geplant werden wird, wo der Widerstand am geringsten ist. Es reicht deswegen auch nicht, im Landkreis Rosenheim für den südlichen Abschnitt einen moderaten Ausbau der B15 alt, zu fordern, während im Landkreis Landshut  an der Autobahntrasse festgehalten wird.

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2 Gedanken zu „„Wollen einen sanften Ausbau der B15 alt!“

  1. Bei Beobachtung des bayrisch-czechischen Schwerlastverkehrs sollte man auch davon ausgehen, dass es um die Zuführung eben dieses Verkehrs zum Brennerbasistunnel, bzw. ins Inntal geht. Mit der Fertigstellung geeigneter Bahnverbindungen wird wohl kaum zu rechnen sein.

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  2. Rupert Martl

    Wenn das der Landrat wüsste!
    Aber der verzupft sich ja schon bald wieder, oiso, in,… in spätestens sechs Jahr.

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