„Werden die Menschen vor Lärm schützen“

Innenminister Joachim Herrmann zur B15 neu im Landkreis

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HerrmannLandkreis – Diese Anfrage zum Plenum der Landtagsabgeordneten Doris Rauscher (SPD) – samt Antwort von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (Foto) im genauen Wortlaut – erreichte die Redaktion am Samstagabend: Welche Gründe führten zur Entscheidung für den neuen Trassenverlauf der B15 neu durch den Landkreis Rosenheim, weshalb wurden Überlegungen zur Ertüchtigung und zum Ausbau der bestehenden B15 nicht berücksichtigt und wie bewertet die Staatsregierung die naturschutzrechtlichen Aspekte, die mit einer Verschiebung der Trasse einhergehen? Herrmann antwortet auf www.wasserburger-stimme.de …

Die zweibahnige Bundesstraße B15 neu zählt zu den wichtigsten großräumigen Straßenprojekten in Bayern und soll als zukünftige Nord-Süd-Verbindung von der A 93 bei Regensburg bis zur A 8 bei Rosenheim verlaufen. Durch die B15 neu soll eine spürbare Entlastung des nachgeordneten Straßennetzes und insbesondere einer Vielzahl von Ortsdurchfahrten im Bereich der B15 erreicht werden …

Damit ist auch eine deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit verbunden.
Der Ministerrat hat in der Sitzung am 12. März 2013 die „Anmeldeliste Straße“ für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes beschlossen.

Dementsprechend wurde die B15 neu zwischen Landshut und Rosenheim beim Bund zur Bewertung angemeldet. Grundlage der zur Bewertung vorzulegenden Unterlagen wird ein Planungsvorschlag sein, der von der bisherigen Raumordnungstrasse abweicht, da diese zwischenzeitlich ausgewiesene Schutzgebiete (z. B. FFH-Gebiete) durchschneidet.

Der Planungsvorschlag bezieht südlich Haag die vorhandene
Trassenführung der B 15 soweit wie möglich ein, so dass bestehende FFH-Gebiete und ökologisch hochwertige Bereiche, wie z.B. das Atteltal, möglichst nicht beeinträchtigt werden.

Der Trassenkorridor der Anmeldetrasse für den Bundesverkehrswegeplan ist naturschutzfachlich
deutlich günstiger zu bewerten als bei der Raumordnungstrasse.

Die B15 neu im Landkreis Rosenheim soll als ausreichend leistungsfähige Straße das Inntal sicher und zügig an die A 94 und die A 8 anbinden. Zusätzlich werden die Menschen durch eine von der Wohnbebauung abgerückte Trassierung der B15 neu bestmöglich vor Lärm geschützt.
Die Ertüchtigung und der Ausbau der bestehenden B 15 sind hierfür nicht zielführend.
Die genaue Trassenfindung wird aber nicht im Zuge der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans stattfinden. Damit wird erst begonnen, wenn eine vorrangige Einstufung des Abschnittes erfolgt ist und zusätzlich die B 15neu zwischen der A 92 und der A 94 planerisch weit gediehen ist.“

Foto: Staatsministerium

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