Wer hat den Schlüssel zum Bahn-Bus-Erfolg?

Sehr viele Fragen der Bürger bei Podiumsdiskussion in Pfaffing

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Foto 0 Pfaffing/Forsting/Albaching/Reitmehring – Eine optimale Verknüpfung von Bus und Bahn ist eine Voraussetzung dafür, dass die Fahrgäste die Angebote auch annehmen. Das war aber auch schon das Einzige, was wirklich klar war, als am gestrigen Montagabend die Bürger das Wort hatten bei einer Podiumsdiskussion, zu der die Agenda 21 aus Pfaffing und der Fahrgastverband Pro Bahn, Ortsgruppe Wasserburg, gemeinsam eingeladen hatten. Der Gemeindesaal war sehr gut gefüllt in Pfaffing, als viele Fragen kamen. Die Sorgen im Umfeld von Wasserburg bis Forsting drehen sich um den ab Dezember stündlich fahrenden Filzenexpress …

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Zum Vergrößern bitte anklicken! Fotos: Renate Drax

Eingeladen waren fünf Experten, die sich den Fragen und Anregungen der Bürger stellten. Gekommen waren dann vier, da leider ausgerechnet Michael Schmidt von der „Regionalverkehr Oberbayern GmbH“ (RVO), die als Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) den Großteil des bisherigen Busnetzes abdeckt, plötzlich erkrankt war. Gekommen war auch leider kein „Ersatzmann/frau“. Schmidt fehlte der Diskussion sehr, da nun aus Sicht einer RVO niemand antworten konnte.

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Ein dickes Lob ernteten die Veranstalter – Agenda 21 Pfaffing und Pro Bahn Wasserburg – für diesen Abend in Form von starkem Applaus. Sie hatten es möglich gemacht, dass die Fragen, die viele schon lange beschäftigen, überhaupt mal öffentlich zur Sprache kommen konnten.

Im Podium in Pfaffing saßen:

Hans Zagler (ganz rechts), Geschäftsführer der „Rosenheimer Verkehrsgesellschaft m.b.H.“ (ROVG), deren eine Hauptaufgabe in der Koordination des ÖPNV (Bus/Bahn) in Stadt und Landkreis Rosenheim besteht.

Matthias Krause (ganz links), Teamleiter Fahrgastmarketing der Südostbayernbahn (SOB), die die Schienenachse schon jetzt mit ihren Zügen bedient.

Lorenz Ostermaier (2. von rechts), 1. Bürgermeister der Gemeinde Pfaffing, der eine erfolgreiche Zukunft des ÖPNV in seiner Gemeinde sichern möchte.

Thomas Kauderer (2. von links), stellvertretender Vorsitzender von PRO BAHN Oberbayern kämpft seit der Gründung von Pro Bahn erfolgreich für den Erhalt des „Filzenexpress“.

Foto 4Durch den Abend führten als Moderatoren Dr. Burkhard Müller (3. von links am Podium und Foto nebenstehend) von der Agenda 21 Pfaffing und Norbert Moy (3. von rechts) von der Wasserburger Ortsgruppe Pro Bahn.

Ab Dezember 2014 nun soll der Filzenexpress von Reitmehring (Wasserburg-Bhf) nach Grafing-Bahnhof und weiter (meist ohne umzusteigen) zum Münchner Ostbahnhof in beide Richtungen stündlich verkehren. Mindestens zwischen 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends, in jeweils 50 Minuten.

Damit könnte der Schiene als staufreie, schnelle Verbindungsachse Vorrang eingeräumt werden, gäbe es nicht parallel den Busverkehr, der der neuen Zugverbindung unnötige Konkurrenz macht. So die Bedenken vieler. Hier könnten aber Synergieeffekte wirksam werden, denn keineswegs müssten die bisherigen Busverbindungen gekürzt werden, hieß es. Im Gegenteil: die Busse könnten Zubringerdienste leisten!

Verbesserungen für die Fahrgäste seien hier möglich, denke man an eine noch dichtere Vernetzung des Busverkehrs zwischen den einzelnen Flächengemeinden links und rechts der Gleise und den Haltestationen des Zuges. Diese Umgestaltung des Busangebotes müsse sinnvoll vorgenommen werden und vor allem Fahrgast orientiert erfolgen. So der Konsens der Fachleute am Pfaffinger Podium.

Siehe auch „Warum fragt man nicht die Schüler?” und unseren Kommentar unter ‚Des moanan mia‘ – De Schüler ned einfach vagessn …“

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