Wenn Gutmütigkeit ausgenutzt wird

Gegen üble Tricks: Senioren-Polizei im Landkreis stockt auf

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Senioren PolizeiLandkreis – Immer wieder und vor allem immer mehr werden die Gutmütigkeit und die Unkenntnis älterer Mitbürger durch dreiste Täter ausgenützt. Hilfe zur Prävention gibt es jetzt verstärkt durch die Senioren-Polizei im Landkreis. Ein besonders wichtiger Baustein des Präventionskonzeptes sind dabei pensionierte Kollegen, die den älteren Mitbürgern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Manfred Engl (vorne Zweiter von rechts) heißt der neue Mann ab dem neuen Jahr 2014. 

Angesichts des stetig wachsenden Anteils älterer Menschen in der Bevölkerung ist auch eine Zunahme von Straftaten zu verzeichnen, die sich hauptsächlich gegen Senioren richten.

Die Straftäter haben zwischenzeitlich spezielle Varianten für ihre Taten entwickelt, um an die Ersparnisse der älteren Semester zu gelangen. Schockanrufe, Enkeltrick, Geldwechseltrick oder Handwerkertrick… das sind nur einige wenige Beispiele aus dem Sammelsurium an Betrügereien, die findige Kriminelle immer wieder erfolgreich anwenden.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd möchte die Zielgruppe der Senioren über diese speziellen Gefahren aufklären und dadurch das Sicherheitsgefühl verbessern. Erfahrene, pensionierte Polizeibeamte – darunter auch ehemalige Dienststellenleiter und Kriminalbeamte – sind deshalb als Seniorenberater tätig.

Kostenlose Beratung

Die Berater stehen kostenlos für Präventionsvorträge, natürlich in erster Linie für Seniorengruppen, zur Verfügung. In den Vorträgen und Beratungen können sie eigene Erfahrungen und polizeiliches Wissen einfließen lassen. Der Slogan „Sicherheit für Senioren durch Senioren“ ist nicht nur Theorie, sondern wird mit Leben erfüllt.

Die Anforderung der Seniorenberater erfolgt über die Kriminalpolizeilichen Fachberater bei den örtlich zuständigen Kriminaldienststellen in Traunstein, Mühldorf, Rosenheim, Miesbach, Weilheim und Garmisch-Partenkirchen.

Zum Ende des Jahres 2013 haben die Seniorenberater, gemeinsam mit dem Sachgebiet Kriminalitätsbekämpfung des Polizeipräsidiums, eine erfolgreiche Bilanz ihrer Tätigkeit gezogen. Dabei konnte sich der Leiter des Sachgebietes, Franz Metzger, bei den aktiven Pensionisten für ihr ehrenamtliches Engagement bedanken. In 32 Vorträgen, quer durch den Präsidialbereich, konnten rund 1.200 Teilnehmer über die Tricks der Gauner aufgeklärt werden und dabei fachkundige Ratschläge erhalten. Im Sommer dieses Jahres wurden darüber hinaus etwa 8.000 Flyer und 400 Plakate mit der Überschrift “Senioren vor Kriminalität schützen! – Sicherheitsberater informieren“ in allen Polizeidienststellen im Zuständigkeitsbereich und in Landratsämtern und Gemeinden ausgehängt und ausgelegt.

Im Rahmen ihrer Vortragsveranstaltungen referieren die Berater vor allem über folgende Themen:

Einbruchschutz für Haus und Wohnung – Sicherheitseinrichtungen

Tricks an der Haustür – „Kann ich ein Glas Wasser haben?“

Haustürgeschäfte – Dubiose Verträge an der Haustüre abgeschlossen

Tricks der Taschendiebe – „Können Sie wechseln?“

Straßenräuber – Ihre Gesundheit ist wichtiger, als der Verlust einer Tasche!

Kaffeefahrten – Sie bekommen nichts geschenkt!

Gewinnmitteilungen – „Sie haben gewonnen!“

Schockanrufe / Enkeltrick – „Hallo Oma, ich bin in Not geraten!“

Hilfreiche Informationen zum Thema „Sicherheit für Seniorinnen und Senioren“ sind auch im Internet, www.polizei-beratung.de, und in der Broschüre „Der Goldene Herbst – Sicherheitstipps für Seniorinnen und Senioren“ zu finden. Diese ist kostenlos bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle erhältlich und kann aus dem Internet, www.polizei-beratung.de/medienangebot, heruntergeladen werden.

Gruppenfoto der Polizei:  Seniorenberater zusammen mit Beamten der Kripo und der Leitung des Sachgebietes Kriminalitätsbekämpfung des Polizeipräsidiums.

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