Wenn der Mensch im Mittelpunkt steht

Alpenhain: Neue Käserei eingeweiht - Geheimrezept Philosophie

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Sie prägen die Firma Alpenhain mit großem Verantwortungs-Bewußtsein, fachlicher Kompetenz und vor allem auch mit besonderer Herzlichkeit: Barbara von Hagmann und Christian Hain. Fotos: Renate Drax

Lehen – Selten wird in einem Betrieb der Begriff Familie so sehr gelebt wie bei Alpenhain in Lehen. Eine große Freude war es am heutigen Samstag für alle, dabei sein zu dürfen bei der feierlichen Einweihung mit Segnung der neuen Käserei des Unternehmens. Die beiden Geschäftsführer Christian Hain und Barbara von Hagmann ließen Herzlichkeit spüren in ihren Worten und vor allem in ihrem Dank an alle, die in Verbindung mit dem nun schon in vierter Generation geführten Betrieb stehen. Es ist ein bedeutender Tag in der Geschichte der weltweit so erfolgreichen Firma gewesen – dieser Samstag in Lehen. Und schöner hätte er miteinander nicht gefeiert werden können.

Fürhten durch die Firma zur neuen Käserei: Alpenhain-Betriebsleiter Huber und Christian Hain.

Führten durch die Firma zur neuen Käserei: Alpenhain-Betriebsleiter Huber und Christian Hain.

Die Maschinen standen still – so wie es eigentlich nur an Weihnachten der Fall ist. Nur ein paar wenige Mitarbeiter mussten wegen der aktuellen Milch-Anlieferungen auch an diesem besonderen Tag arbeiten. Aber alle anderen durften heute feiern. 493 Jugendliche, Männer und Frauen sind bei Alpenhain in Lehen beschäftigt derzeit – einer der größten Arbeitgeber der Region ist die Firma und der größte der Gemeinde Pfaffing. Erstmals gab es im Betrieb eine Segnung – für alle Mitarbeiter und für die Technik des Betriebs. Das Gefährlichste an der Technik ist, dass sie vom Menschen ablenken könnte und von dem ablenkt, was der Mensch wirklich braucht. So zitierte Christian Hain und für alle wurde seine Firmen-Philosophie greifbar. Immer – bei allem Fortschritt an Maschinen und computergesteuerten Möglichkeiten – der Mensch steht für die Familien Hain und von Hagmann im Mittelpunkt.

Alpma-Geschäftsführer Gisbert Strohn (links) dankte ganz besonders Gottfried Hain, der kräftigen Applaus von allen erhielt.

Alpma-Geschäftsführer Gisbert Strohn (links) dankte seinerseits ganz besonders Gottfried Hain (Mitte), der kräftigen Applaus von allen erhielt.

Großer Dank an die „Schwester“ Alpma

Neben Alpenhain stand heute auch die Firma Alpma, das Schwesterunternehmen aus Rott am Inn, im Mittelpunkt. Als Spezialist für Käserei-Maschinen ist die Alpma Weltmarktführer und hat für Alpenhain eine neue Käserei gefertigt, die ihresgleichen sucht. Geschäftsführer Gisbert Strohn sprach auch im Namen seines Kollegen, Geschäftsführer Frank Eberle: Der besondere Dank gelte Gottfried Hain für sein Engagement in die richtige Richtung (er gründete die Alpma 1947) und Ludwig Zahnbrecher, der schon vor Jahren neue Maßstäbe für das Projekt Käserei gesetzt habe.

Gemeinsam ein starkes Team: in weiß gekleidet Alpenhain-Vertreter, in blau die Alpma...ein Geschenk an die Firma zur Erinnerung an einen großen Augenblick.

Gemeinsam ein starkes Team: in weiß gekleidet Alpenhain-Vertreter, in blau die Alpma…ein Geschenk an die Firma zur Erinnerung an einen großen Augenblick.

Bei den Ansprachen wurden immer wieder Worte wie Mut und Kraft und verantwortungsvoll im Zusammenhang mit den Familien Hain und von Hagmann/Wagner genannt. Landrat Neiderhell wünschte für dieses neue Wagnis in der heutigen Zeit zufriedene Kunden – ganz zufriedene Mitarbeiter – und weiterhin so gute Käse-Produkte. Besonders freue es ihn, dass die Firma Alpenhain ein so hervorragender Ausbildungsbetrieb für den Nachwuchs sei. Auch Pfaffings Bürgermeister Lorenz Ostermaier gratulierte recht herzlich und dankte auch für die große Heimatverbundenheit der Alpenhain-Unternehmer-Familien zur Gemeinde. Spüre doch gerade auch die Gemeinde immer wieder das große soziale Engagement vor Ort. Er überreichte zur Erinnerung ein zinngefasstes Glaswappen.

Landrat Neiderhell in Lehen.

Landrat Neiderhell in Lehen.

Vom Besten der Natur

Alle Redner waren sich einig: Mit der Liebe zum Käse, der Leidenschaft eines in der vierten Generation geführten Familienunternehmens und hoch motivierten, fast 500 Mitarbeiter(innen) und Auszubildenden liefere Alpenhain beste Markenqualität, die man schmecke. Egal, ob Back-Camembert, Obazda oder andere Spezialitäten . immer sei es vom Besten der Natur.

Eine charmante Chefin: Barbara von Hagmann begrüßte die Gäste herzlichst.

Eine charmante Chefin: Barbara von Hagmann freute sich über die zahlreich gekommenen Gäste.

Nachdem Barbara von Hagmann die Begrüßungsworte gesprochen hatte, ließ Christian Hain als Chef dieses so erfolgreichen Familienunternehmens in der Milchindustrie nicht nur eine besondere Verantwortung in seiner Ansprache erkennen, sondern auch entsprechende Verpflichtungen. Durch Nachhaltigkeit sichere man in den Entscheidungen den Generationenvertrag. Vertrauen stehe an oberster Stelle – durch Ehrlichkeit, Fairness und Toleranz baue man darauf. Als Unternehmen achte man auf den schonenden Umgang mit der Natur. Und man investiere in qualifizierte und engagierte Mitarbeiter. Er wisse, dass die Umwelt, die natürlichen Rohstoffe und selbstverständlich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen das wertvollste Kapital des Erfolges seien.

Zusammen mit Betriebsleiter Herrn Huber und Christian Hain an der Spitze konnte man in zwei Gruppen die neue Käserei gemeinsam besichtigen. Den Segen sprachen im Rahmen der Feierstunde die Geistlichen, Pfarrer Klaus Vogel und Prälat Günther Lipok, der der Familie Hain sehr verbunden ist und schon mit Gottfried Hain die selbe Schule besuchte. Es wurde gemeinsam gebetet und gesungen. Anschließend traf man sich zu einem gemütlichen Weißwurst-Frühstück bei zünftiger Blasmusik im Freien auf dem Firmengelände.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Firmengeschichte

1905 hatte Mathias Hain den Grundstein für das  Alpenhain-Käsespezialitäten-Werk gelegt. In Deutschland, Österreich, Schweiz und über 40 anderen Ländern genießen Käsefreunde inzwischen die Markenangebote für Jung und Alt. Nun komme sogar Australien noch hinzu, freute sich Christian Hain. Eine Viertelmillion Liter tagesfrische Alpenmilch von den heimischen Bauern aus der Region werde täglich verarbeitet.

Ein Geschenk von Pfaffings Bürgermeister Lorenz Ostermaier.

Ein Geschenk von Pfaffings Bürgermeister Lorenz Ostermaier.

Mit dem Erwerb des heutigen Anwesens in Lehen bei Pfaffing begann die Produktion von „Backsteinkäse“, einer Art Limburger. Im Jahr 1925, nach der Fertigstellung eines neuen Käsereigebäudes, konnten neue Molkerei-Maschinen angeschafft werden, welche die einheitliche Produktion von Camembert ermöglichten.
Nachdem der Betrieb 1933 von Gottfried Hain sen. und seiner Frau übernommen wurde, setzte eine Phase der Modernisierung ein. Schon 1938/39 galt Alpenhain als Musterbetrieb. Mit der Entwicklung einer innovativen Verpackungsmaschine, die auch von anderen Käsereien angefragt wurde, legte Gottfried Hain den Grundstein für die Gründung der Maschinenfabrik Alpma im Jahre 1947 gleich nach den Kriegszeiten.
1952 erfolgte die Umbenennung in Alpenhain-Camembert Werk.
In den Jahren 1983 – 1990 konnten durch den Bau einer weiteren Spezialitätenkäserei mit modernsten käsereitechnologischen Anlagen und einer Tiefkühllagerung erstmals Tiefkühlprodukte hergestellt werden. Diese, und eine im Jahr 2000 errichtete Produktionshalle bilden die Basis für das heute wichtigste Segment, Käse-Convenienceprodukte.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Produktion von Back-Camembert, mit der im Jahr 1980 begonnen wurde, hat der Firma die Marktführerschaft im Segment der Back-Camembert-Spezialitäten gebracht. Alpenhain ist ebenfalls Marktführer bei Obazda, der 1994 zum ersten Mal industriell hergestellt und auf den Markt gebracht werden konnte. Bis 2002 leitete Peter Wagner mit seinem Schwager Gottfried Hain jun. das Unternehmen erfolgreich, um die Geschäftsführung dann der vierten Familiengeneration zu übergeben…

Hier einige Eindrücke zur Einweihungsfeier der neuen Käserei Alpenhain:

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