„Weniger Unfälle, aber mehr Tote“

Die Verkehrsunfallstatistik der Polizeistation Haag für 2013

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BlaulichtHaag – Ein merklicher Rückgang bei der Zahl der Verkehrsunfälle und der dabei verletzten Personen war im vergangenen Jahr 2013 im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Haag zu verzeichnen, das meldet die Haager Polizei. Während die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2012 noch bei 570 Unfällen lag, ging diese im Jahr 2013 um rund 11 % auf 509 Unfälle zurück. In 339 Fällen davon übernahm die Sachbearbeitung die Polizeistation Haag selbst, in den rechtlichen 169 Fällen erfolgte die Sachbearbeitung durch die Polizeiinspektion Waldkraiburg.

Unfallstatistik Haag

Die Gesamtzahl der Verletzten lag im Jahr 2012 noch bei 143, im Jahr 2013 ging diese auf 106 und damit um 26 % zurück. „Die höchste Verletztenzahl innerhalb der letzten 10 Jahre war übrigens im Jahre 2010 mit 154 Unfallverletzten zu verzeichnen gewesen“, so Rainer Zwislsperger, Leiter der Dienststelle.

Der Rückgang der Gesamtzahl der Unfälle ist insbesondere auch auf einen merklichen Rückgang bei der Zahl der Unfälle mit Personenschaden und bei der Zahl der sogenannten Kleinunfälle und dabei wiederum insbesondere auch auf die der Wildunfälle zurückzuführen. „Die Zahl der Kleinunfälle lag 2012 noch bei 401 und ging im letzten Jahr auf 345 zurück.“

Zu den Kleinunfällen zählen auch die Wildunfälle, welche von 234 im vorletzten Jahr auf 202 im letzten Jahr ( und damit um rund 14 %) auch abnahmen.

Im Jahr 2009 lag die Gesamtzahl der Unfälle z. B. noch bei 462, sie machte dann im Jahr 2010 einen deutlichen Sprung auf 546, blieb dann 2011 mit 544 Unfällen nahezu gleich, erreichte mit 570 im Jahr 2012 den bisherigen Höchststand und sank nun erfreulicherweise wieder auf 509 ab.

Die Zahl der „Unfälle mit schwerwiegendem Sachschaden“ indes nahm von 79 im Jahr 2012 auf 87 im letzten Jahr leicht zu. Die Anzahl der „Unfälle mit Personenschaden“ ging von 90 im Jahr 2012 auf 77 im letzten Jahr zurück.

Die Gesamtzahl der Verletzten lag im Jahr 2012 noch bei 143, im Jahr 2013 ging diese auf 105 (und damit um 26,5 %) zurück. Die höchste Verletztenzahl innerhalb der letzten 10 Jahre war im Jahr 2010 mit 154 Unfallverletzten zu verzeichnen.

Die Anzahl der Schwerverletzten ist ebenfalls von 27 im Jahr 2012 auf 21 im letzten Jahr zurückgegangen und auch die Leichtverletzten nahmen von 117 im Jahr 2012 auf 85 im letzten Jahr merklich ab.

Die Zahl der Unfalltoten ist indes bedauerlicherweise von 2 im Jahr 2012 auf 4 im Jahr 2013 (und somit um 100 %) angestiegen. Im Jahr 2010 z. B. lag diese Zahl mit 7 und im Jahr 2005 mit sogar 11 Unfalltoten allerdings noch weitaus höher.

Von der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ereigneten sich im vergangenen Jahr 194 auf den Bundesstraßen, 27 auf Staatsstraßen 127 auf Kreisstraßen und 161 auf Gemeindestraßen.

Auf der Bundesstraße 12 ereigneten sich im letzten Jahr im Zuständigkeitsbereich der Haager Polizei insgesamt 119 Verkehrsunfälle, wobei 2 Personen ums Leben kamen, 8 Personen schwer und 33 leicht verletzt wurden. Im Jahr 2012 waren dies noch insgesamt 132 Unfälle mit 1 Tote, 12 Schwer- und 47 Leichtverletzten.

Auf der Bundesstraße 15 betrug die Zahl der Unfälle insgesamt 75 (Vorjahr 70), wobei 5 Personen schwer (Vorjahr 4) und 16 (Vorjahr 20) leicht verletzt wurden.

Gemeindebereichsmäßig betrachtet ereigneten sich insgesamt

– 176 Verkehrsunfälle im Gemeindebereich von Haag i.OB (Vorjahr 177),

– 79 im Gemeindebereich von Gars a.Inn (Vorjahr 102),

– 42 im Kirchdorfer Gemeindegebiet (Vorjahr 37),

– 78 im Bereich von Maitenbeth (Vorjahr 106),

– 66 im Bereich Rechtmehring (Vorjahr 78) und

– 68 im Gemeindebereich von Reichertsheim (Vorjahr 71).

Die Zahl der „Alkoholunfälle“, d. h. Unfälle, bei denen eine Alkoholbeeinflussung des Fahrzeugführers vorlag, ist mit 5 im Jahr 2013 im Vergleich zu 6 im Jahr 2012 nur geringfügig zurückgegangen bzw. nahezu gleichgeblieben. Der Anteil an der Gesamtzahl der Unfälle liegt damit bei 1 %.

Bei den von der Polizeistation Haag bearbeiteten Verkehrsunfälle kristallisierten sich folgende Hauptursachen heraus:

1. Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren (76 Fälle),

2. falsche Straßenbenutzung (u.a. auch Verstoß Rechtsfahrgebot, 38 Fälle),

3. Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit (26 Fälle),

4. Nichtbeachten der Vorfahrt bzw. des Vorrangs anderer VT (24 Fälle),

5. Ungenügender Sicherheitsabstand (22 Fälle) und

6. Fehler beim Überholen (9 Fälle). 

Während die Zahl der „Schulwegunfälle“ im Jahr 2012 noch bei 2 Unfällen lag, ist diese im letzten Jahr erfreulicherweise auf 0 abgesunken !

Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen seitens eines Unfallbeteiligten ein „unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“ vorlag, ging von 66 Fällen im vorletzten Jahr auf 59 Fälle im letzten Jahr und damit um 9 % zurück, wobei im letzten Jahr 20 Fälle geklärt werden konnten, die anderen 39 Fälle blieben leider noch ungeklärt.

„Betrachtet man schließlich noch die bei allen Verkehrsunfällen bilanzierte Gesamtsachschadenshöhe, so stellt man fest, dass diese in den letzten beiden Jahren mit einem geschätzten Betrag von rund 1,4 Mio. Euro gleichgeblieben ist“, so der Dienststellenleiter.

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