Von der Sparkasse Wasserburg nach Afrika

23-jährige baut Waisenhaus für Kinder in Ghana

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10„Es war manchmal wirklich hart. Wir waren tagelang so krank, dass wir nicht mehr aufstehen konnten. Wir dachten daran, alles aufzugeben. Doch heute bin ich froh, dass wir durchgehalten haben.“ Katrin Bachleitner ist 23 Jahre alt und kommt aus Schonstett. Nach ihrer Ausbildung bei der Sparkasse Wasserburg wollte sie hinaus in die große, weite Welt und Kindern in Not helfen. Zusammen mit zwei anderen jungen Frauen landete sie mitten in Afrika – in Ghana. Und sah das Leid der Waisenkinder. Sechs Monate halfen die drei süddeutschen Mädchen, wo sie konnten – und bauten sogar ein Waisenhaus: www.wasserburger-stimme.de …

Gomoa Tarkwa heißt der Ort, den der Verein „Experimente“ für die drei jungen Frauen aus Schonstett, Stuttgart und Nürnberg ausgesucht hatte. Von drei Wochen bis zu ein paar Monaten bietet „Experimente“ Hilfseinsätze in allen Ecken der Erde an. Katrin Bachleitner hielt es ein halbes Jahr in Westafrika. Und sie merkte schnell: Dort fehlt es vor allem den Kindern auf dem Land am Nötigsten.

Katrin und ihre beiden Kolleginnen entschieden sich, in einem Waisenhaus zu helfen. „Vor allem die hygienischen Verhältnisse waren dort eine echte Katastrophe. Oft gab es auch zu wenig zu essen und das Trinkwasser musste aus einem schmutzigen Brunnen mit der Kelle geschöpft werden. Das war für uns erstmal schon ein kleiner Kulturschock. Wir hatten nicht erwartet, dass es so schlimm ist. Aber die Kinder und Menschen in Ghana sind unglaublich herzlich und freundlich. Wir konnten gar nicht anders, als uns zu engagieren.“

Katrin Bachleitner aus Schonstett, Carolin Hoffmann aus Stuttgart und Larissa Zwingel aus Nürnberg - zusammen in Afrika.

Katrin Bachleitner aus Schonstett, Carolin Hoffmann aus Stuttgart und Larissa Zwingel aus Nürnberg – zusammen in Afrika.

Und das taten die Drei dann auch. Jeden Tag betreuten sie zusammen mit ihrer Gastfamilie, bei der sie untergebracht waren, 35 Waisenkinder und Jugendliche – von drei bis 17 Jahren. Sechs Monate lang jeden Tag von 5.30 bis 20 Uhr. Vom morgendlichen Waschen über das Frühstück bis hin zum Wäschewaschen und zur Essenausgabe. Und natürlich stand auch Krankenpflege an. „Die Kinder litten aufgrund der schlechten hygienischen Verhältnisse oft an Durchfallerkrankungen. Man kann sich vorstellen, wie das ohne die geringsten sanitären Einrichtungen dann aussieht.“

100 (3)Und dann lief auch noch der Mietvertrag für das alte Haus aus, in dem die Kinder untergebracht waren. Den Kindern fehlte also ein Dach über dem Kopf. Eine Idee war geboren: Die jungen Frauen machten sich ans Projekt „Bau eines Waisenhauses“.  „Wir schickten Berichte und Bilder nach Hause. Unsere Familien, Freunde und Arbeitskollegen waren schnell Feuer und Flamme für das Projekt und spendeten fleißig.“

Katrin und ihre Kolleginnen schafften es in kurzer Zeit einen Architekten vor Ort zu begeistern und die nötigen Genehmigungen zu bekommen. Der Bau konnte beginnen. „Mit den Spendengeldern haben wir außerdem den Kinder was zu essen gekauft, ihnen Kleidung und ein paar richtige Betten besorgt.“

aktuellstes FotoDas Waisenhaus ist mittlerweile im Rohbau fertig und kann schon bald bezogen werden. „Wir bleiben ganz nah an dem Projekt dran. Haben ständig Verbindung zu den Verantwortlichen in Ghana und werden demnächst auch wieder runterfliegen, spätestens im Sommer.“

Katrin Bachleitner bittet für das Projekt in Gomoa Tarkwa um weitere Spenden. „Wir wollen, dass die Kinder im Waisenhaus künftig dauerhaft sauberes Wasser haben. Vielleicht bekommen wir sogar das mit der Elektrizität hin. Möbel und Gebrauchsgegenstände des alltäglichen Lebens fehlen genauso. Und manche Kinder haben immer noch kein Bett“, sagt Katrin. Deshalb bitte man um weitere Spenden. „Und wir garantieren dafür, dass die bei den Kinder zu 100 Prozent ankommen.“ HC

Spendenkonto:

Waisenhaus in Ghana

Sparkasse Wasserburg

Konto 300 23 32 9

BLZ: 711 526 80.

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