Von der Riesenmaschine zum großen Loch

Schnaitseer Bürger besichtigen Kieswerk – „Findet der Magnet auch Gold?“

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Dettenbeck Kiesabbau 015_kSchnaitsee – Mit dieser Veranstaltung hat die Überparteiliche Wählergemeinschaft Schnaitsee-Waldhausen-Kirchstätt voll ins Schwarze getroffen. Rund 60 Schnaitseer und auch Bürger aus der Altgemeinde Kling waren der Einladung zu einer Führung durch das Kieswerk in Hochschatzen gefolgt. ÜWG-Vorsitzender Franz Rieperdinger war richtiggehend baff über so einem Andrang: „Damit konnten wir beim besten Willen nicht rechnen. Aber natürlich freut uns der gute Besuch.“

Genauso ging es dem Betreiber der Kiesgrube Georg Dettenbeck, der die große Gruppe von Interessenten in seinem Abbaugebiet begrüßte. Er gab zunächst einen großen Überblick über die Tätigkeiten in seinem Betrieb und führte die Gruppe danach zu den monsterhaften Sieb- und Brechanlagen. „Hier fallen zunächst mal die großen Steine heraus. Danach werden sie im weiteren Verlauf immer genauer gesiebt und sortiert bis die gewünschten Größen erreicht sind. Dafür sorgen auch unsere Brechanlagen. Sie bringen die Steine auch in etwa in die gewünschte kubische Form.“ Dettenbeck holt mit seinen Mitarbeitern jedes Jahr rund 200 bis 250.000 Tonnen Kies aus dem Abbaugebiet. „Aber unser gesamtes Volumen, das durch unseren Fuhrpark transportiert wird umfasst rund 500.000 Tonnen.“

Dettenbeck arbeitet eng mit Firmen in der Holledau, in München, Fischbachau, Kössen oder Salzburg zusammen. „Dadurch gewähren wir eine lückenlose Auslastung unserer Fahrzeuge. Auf großes Interesse stieß auch die Schaltanlage im Computercontainer. „Hier läuft alles zusammen. Bei Störungen die durch lautes Hupen und Lichtalarmzeichen angezeigt werden, kann dann unser Mitarbeiter hier den richtigen Knopf drücken“. Nach der Führung durch die überdimensionale Waschanlage stieß noch der große Magnet, an dem alle Steine vorbei müssen auf großes Interesse. „Hier stoppt die Maschine sofort, wenn ein Metallteil dabei ist.

Die hochempfindlichen Brechanlagen könnten von größeren Schrauben oder Laderzähnen Schaden nehmen. Aber auch schon bei Bierflaschendeckeln reagiert der Sensor des Magnets.“ „War auch schon mal ein Goldnugget dabei“, fragten einige Besucher scherzhaft. Hier musste Dettenbeck aber verneinen. Zum Schluss der Führung besuchten die Gäste die derzeitige Abbaustelle. Dieses riesige Loch beeindruckte sehr. Da es mittlerweile bereits fast dunkel geworden war, dankte Rieperdinger dem Schnaitseer Unternehmer Dettenbeck für die anschauliche und interessante Führung durch die gesamte Anlage.

Foto: Hoch droben auf den monstermäßigen Siebmaschinen staunten die Gäste über die riesigen Anlagen im Kiesabbaugebiet Hochschatzen. UK/JU

 

 

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