Vo Mello bis ge Schoppornou und Ramsau!

HMBC im Altlandkreis: Konzert am 22. Oktober - Eigenwillig, gemächlich, sehr lustig

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hmbc 1Einen absoluten Hit hat Fichters Kulturladen in Ramsau bei Haag an Land gezogen: Die Österreicher HMBC kommen. Man könnte auch sagen der ‚holstuonarmusigbigbandclub‘ ist zu Gast. Sechs Musiker durch und durch – allesamt Großmeister auf ihrem Gebiet und von Kindesbeinen an in die hohe Kunst der Volksmusik eingewiesen, sind sie heute bestrebt, diesen traditionellen Musikstil mit sehr innovativen und kreativen Mitteln in neue Sphären zu erheben. Ein Ereignis wartet, eigenwillig, lustig und gemächlich. Vo Mello bis ge Schoppornou und Ramsau …

Und das sagt Bandmitglied Bartholomäus Natter aus Mellau über die Band 

Bartholomäus Natter
Trompete, Flügelhorn, Gesang

Besuchte Kindergarten und Volksschule mit dem ebenfalls aus Mellau stammenden Saxophonisten Andreas Broger. Erlernte zufällig das Trompetenspiel und praktiziert dieses nun in Ermangelung von Alternativen. Vertieft seine Kenntnisse sogar im Zuge eines Studiums an der Universität Mozarteum in Salzburg. Gibt vor, den Unterschied zwischen unrhythmisch und laid-back ebenfalls zu kennen.

Fährt man im Bregenzerwald auf der B 200 von Andels
buch Richtung Bezau, passiert
man irgendwann die „Sporenegg“. In einer lang gezogenen Linkskurve umfährt man das
Abfallverwertungszentrum Bregenzerwald. Nach dieser
Kurve befindet man sich nicht
mehr im vorderen Teil unseres schönen Tales, sondern im hinteren, im so genannten
„Hinterwald“. Warum ich das erwähne?
Gleich nach „Eintritt“ in den Hinterwald befindet sich rechter Hand, nach kurzer
Walddurchfahrt auf einem Güterweg, ein Vorsäß. (An
dieser Stelle könnte man sich
fragen: „Was ist ein Vorsäß?“ Okay, okay … kleiner Exkurs: Ein Vorsäß ist eine
einmähdige Wiese mit Wirtschaftsgebäude und stellt
die mittlere Stufe der
„Dreistufenlandwirtschaft“ dar, die seit Jahrhunderten im Bregenzerwald praktiziert wird.
Von Ende Mai bis Ende Juni und von Mitte September
bis Mitte Oktober wird es
bewirtschaftet und als Weide benützt. Den Sommer verbringt das Vieh auf der Alpe, den
Winter im Tal – so weit, so gut.) Dieses Vorsäß jedenfalls heißt „Holstuo“ und wurde seit
Generationen von unseren Großvätern („Stuoles“ aus
Andelsbuch, wer’s genau wissen
will) bewirtschaftet. Nach getaner Arbeit wurde des
Öfteren das Flügelhorn (oder was
sonst grad zur Hand war) gezückt und die eine oder
andere Weise zu Tale geschmettert.
Auf diesem Umweg kamen die meisten von uns zur Volksmusik.
Im Jahre des Herrn 1995 beteiligten sich einige von
uns sehr erfolgreich am
„Alpenländischen Volksmusikwettbewerb“ in Innsbruck. Der Autor dieses Textes war
damals nicht ganz elf Jahre alt, Stefan spielte schon damals die Tuba und war mit 18 der
mit Abstand Älteste. Bei diesem Wettbewerb nannten
wir uns (aus oben angeführtem
Grund) „Holstuonar Musig“. In der Folge absolvierten wir eine bescheidene Anzahl an
Spielereien unter diesem Namen, bevor unsere Aktivitäten aus verschiedenen Gründen
im Sand verliefen und Gras über die Sache wuchs.
Jahre später begannen wir, mehr zufällig als absichtlich, wieder gemeinsam zu
musizieren – am Bahnhofe zu Andelsbuch. Wir spielten erst zu dritt, dann zu viert, dann
zu fünft und eines Tages wurde uns klar: Wir könnten noch viel mehr Leute mit unserem
Spiel beglücken, wenn unsere Combo doch nur einen Namen hätte. Wir nahmen uns also
eine Kiste Bier und brainstormten um die Wette, bis
wir uns in einer sehr nostalgisch
angehauchten Phase des Abends darauf einigten, die
glorreichen Zeiten hochleben zu
lassen und als „Holstuonar Musig“ zu spielen. Wenig
später entschieden wir allerdings,
uns doch ein bisschen von damals zu distanzieren. Schließlich waren wir ja keine Kinder
mehr und das, was wir jetzt spielten, hatte mit früheren Zeiten nur noch peripher zu tun.
Also fügten wir zum „Holstuonar Musig“ von damals noch ein „Bigband Club“ hinzu und
beschlossen, alles zusammenzuschreiben, wie wir auch verschiedene Stile und Einflüsse
(aus Volksmusik, U-Musik, Jazz und/oder Dixieland)
in unserem Spiel zu einem neuen
Ganzen zusammenflicken.
Fortan spielten wir unsere Gigs unter dem kaum aussprechbaren Namen:
„holstuonarmusigbigbandclub“!

Für Konzertkarten:

Fichters Kulturladen

Lorettostraße 11 in Ramsau.

Telefon: 08072/ 3729290

Quelle hmbc

 

hmbc

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