Vergesst uns nicht: Anbinden statt abhängen!

Große Podiumsdiskussion am Montag, 27. Januar, in Pfaffing

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Bahn BusPfaffing/Albaching – Diskutieren Sie mit: „Werden wir angebunden oder abgehängt?“ – das ist die Frage, die sich die Einwohner von Pfaffing und Albaching stellen müssen, wenn es um ihr morgendliches Fortkommen und abendliches Heimkommen geht. Beide Ortschaften sind abseits der Bahnlinie gelegen, deren Stationen bisher mit dem Bus erreicht werden mussten und nicht eben häufige Verbindungen boten. Wie schaut eine optimale Verknüpfung von Bus und Bahn aus? Am Montag, 27. Januar, gibt’s dazu um 19.30 Uhr eine Podiumsdiskussion im Pfaffinger Gemeindesaal.

Die Agenda 21 aus Pfaffing und der Fahrgastverband Pro Bahn, Ortsgruppe Wasserburg, laden gemeinsam ein.

Ab Dezember 2014 soll der Filzenexpress von Reitmehring (Wasserburg-Bhf) nach Grafing-Bahnhof und weiter (meist ohne umzusteigen) zum Münchner Ostbahnhof in beide Richtungen stündlich verkehren. Mindestens zwischen 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends, in jeweils 50 Minuten. Eben richtig, um nach einem Konzertbesuch in München den Zug noch zu erwischen, oder nach einem Bummel durch Wasserburg heim zu kehren.

Damit könnte der Schiene als staufreie, schnelle Verbindungsachse Vorrang eingeräumt werden, gäbe es nicht parallel den Busverkehr, der der neuen Zugverbindung unnötige Konkurrenz macht. Hier können Synergieeffekte wirksam werden, denn keineswegs müssen die bisherigen Busverbindungen gekürzt werden. Im Gegenteil: die Busse können Zubringerdienste leisten.

Verbesserungen für die Fahrgäste sind hier möglich, denkt man an eine noch dichtere Vernetzung des Busverkehrs zwischen den einzelnen Flächengemeinden links und rechts der Gleise und den Haltestationen des Zuges. Diese Umgestaltung des Busangebotes muss sinnvoll vorgenommen werden und vor allem Fahrgast orientiert erfolgen.

Die Agenda21-Gruppe Pfaffing möchte zusammen mit der Wasserburger Ortsgruppe PRO Bahn Lösungsmöglichkeiten diskutieren. Eingeladen sind alle interessierten Fahrgäste und fünf Experten, die sich Fragen und Anregungen der Öffentlichkeit stellen:

Hans Zagler, Geschäftsführer der „Rosenheimer Verkehrsgesellschaft m.b.H.“ (ROVG), deren eine Hauptaufgabe in der Koordination des ÖPNV (Bus/Bahn) in Stadt und Landkreis Rosenheim besteht.

Michael Schmidt, Niederlassungsleiter Marketing der „Regionalverkehr Oberbayern GmbH“ (RVO), die als Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) den Großteil des bisherigen Busnetzes abdeckt.

Matthias Krause, Teamleiter Fahrgastmarketing der Südostbayernbahn (SOB), die die Schienenachse schon jetzt mit ihren Zügen bedient.

Lorenz Ostermaier, 1. Bürgermeister der Gemeinde Pfaffing, ist quasi der Gastgeber und wird engagiert mitdiskutieren, um eine erfolgreiche Zukunft des ÖPNV in seiner Gemeinde zu sichern.

Thomas Kauderer, stellvertretender Vorsitzender von PRO BAHN Oberbayern kämpft seit der Gründung von Pro Bahn erfolgreich für den Erhalt des „Filzenexpress“.

Zu unserem Foto: Eine optimale Verknüpfung von Bus und Bahn so wie hier in Reitmehring ist Vorraussetzung dafür, dass die Fahrgäste die Angebote des ÖPNV auch annehmen. Wie kann diese Verknüpfung auch beim neuen Filzenexpress ab Dezember 2014 aussehen, so dass auch die von der Bahn abgelegenen Orte wie Pfaffing und Albaching gut angebunden werden? PRO BAHN versucht dies bei einer Podiumsdiskussion in Pfaffing herauszufinden.

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