Unter dem Einsatz des eigenen Lebens …

Ministerpräsident ehrte heute 140 Retter - Auch Bürger des Landkreises dabei

image_pdfimage_print

SeeohoferSchnaitsee/Obing/Halfing – Ministerpräsident Horst Seehofer zeichnete am heutigen Mittwoch in der Münchner Residenz insgesamt 140 Lebensretter aus. Darunter auch Bürger aus dem Landkreis. „Lebensretter sind wahre Helden des Alltags und Vorbilder unserer Gesellschaft“, betonte Seehofer in seiner Ansprache. Hinter jedem Medaillenträger stecke eine berührende und meist erschütternde Geschichte. Unter den Geehrten auch Elisabeth Unterhuber aus  Schnaitsee. Sie hatte zusammen mit zwei Männern aus Seeon und Trostberg am 27. Januar 2013 in Obing einen Mann, der in der Mitte des Griessees bei eisigen Temparaturen in das eiskalte Wasser eingebrochen war, gerettet. Dabei brach auch ein Retter in das Eis ein …

Ebenso ausgezeichnet wurden diese Männer aus dem Landkreis: Gottfried Aicher und Hermann Fröhler, beide aus Halfing haben zusammen mit Lothar Rauscher aus Söchtenau am 10. April 2013 in Halfing einen Mann aus seinem brennenden Pkw gerettet. Erschwerend kam hinzu, dass der Verunglückte sich aufgrund seiner Verletzungen nicht selbst befreien konnte.

Geehrt heute auch: Anton Achatz aus Rosenheim, Thomas Hell aus Feldkirchen Westerham, Marko Hennersdorf aus Bad Aibling, Matthias Kirchgässner aus Bruckmühl, Andreas Steiner aus Feldkirchen-Westerham, Alexander Uhl aus Bad Aibling und Jacqueline Werner aus Feldkirchen- Westerham. Frau Werner hat zusammen mit den Herren Achatz, Hell, Hennersdorf, Kirchgässner, Steiner und Uhl am 18. Februar 2013 eine in das Eis des Höglinger Weihers eingebrochene Frau gerettet. Zuerst wurde die Rettung der Eingebrochenen mit Hilfe von Leitern versucht. Aufgrund der geringen Eisdecke scheiterte jedoch dieser Versuch. Eine Leiter versank sogar im Wasser. Mit dem Einsatz eines Eisrettungsschlittens gelang die Rettung.

Matthias Bauer, Korbinian Gall und Stefan Hefter, alle aus Neubeuern sowie Andreas Steiner aus Feldkirchen-Westerham haben zusammen am 30. Dezember 2012 in Neubeuern ein Ehepaar, dessen Christbaum in Brand geraten war, gerettet. Außerdem kam hinzu, dass die etwa 1,50 Meter hohe Flammensäule den Zutritt in das total verrauchte Zimmer erschwerte, so dass die Bergung der Verunglückten nur durch eine Rettungskette gelang.

Anna-Maria Wegner aus Neubeuern hat am 9. November 2012 in Frasdorf eine Frau aus ihrer brennenden Dachgeschosswohnung gerettet. Dazu musste sie sich durch eine ihr völlig fremde und mit schwarzem Rauch gefüllte Wohnung tasten, um die Verunglückte zu erreichen.

Ministerpräsident Seehofer hat ihnen allen die Bayerische Rettungsmedaille verliehen.

Und er bekam eine öffentliche Belobigung ausgesprochen und Seehofer verlieh ihm die Christophorus – Medaille:

Dragan Brukic konnte am 17. April 2013 in Rosenheim einen Mann, der mit seinem Fahrrad in die Mangfall gestürzt war, aus dem Wasser ziehen und ihn bis zum Eintreffen der Rettungskräfte festhalten. Die Wassertemperatur der Mangfall betrug etwa zehn Grad Celsius.

Das war im vergangenen Jahr unsere Meldung:

Dragan Brukic ist ausgezeichnet worden. Der Rosenheimer hatte Mitte April einen betrunkenen Mann aus der Mangfall gerettet – trotz Strömung unter Einsatz seines eigenen Lebens. Der Betrunkene war mit seinem Fahrrad vom Radweg abgekommen und in die Mangfall gestürzt. Dadurch hatte er eine Platzwunde am Kopf und zu allem auch noch rund 2,5 Promille Alkohol im Blut. Ohne das Eingreifen von Brukic wäre der Mann wohl ertrunken, sagt die Polizei. Brukic erhielt dafür ein Anerkennungsschreiben und eine Belohnung in Höhe von 200 Euro.

Dragan Brukic wurde vom Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim, Polizeidirektor Dr. Walter Buggisch, für seine mutige Tat belobigt. Das Unglück ereignete sich im April: Der betrunkene Radfahrer war auf Höhe der Innstraße vom Radweg abgekommen und in die Mangfall gestürzt. Er hatte angegeben, vom Innspitz in Richtung Stadtmitte unterwegs gewesen zu sein und war dann auf Höhe des Danone-Werks mitsamt dem Fahrrad in die Mangfall gefallen.

Brukic, der in der Nähe wohnt, wurde durch einen unbekannten Zeugen alarmiert. Während seine Frau Rettungsdienst und Polizei verständigte, lief er sofort zur Unfallstelle und erkannte eine männliche Person im Wasser. Er stieg sofort ins Wasser und zog den  mann – trotz Strömung couragiert ans Ufer.

Als die Streife ankam, saßen sowohl der Verunglückte und auch Herr Brukic stark durchnässt am steil abfallenden Ufer. Der Verletzte wurde durch die Wasserwacht geborgen und aufgrund einer erheblichen Platzwunde am Kopf durchs BRK ins KH Rosenheim eingeliefert.

Entsprechend den Feststellungen der Wasserwacht, wäre der erheblich betrunkene Mann (2,5 Promille) ohne das beherzte Eingreifen von Herrn Brukic aufgrund der starken Strömung abgetrieben und die Rettung wohl nicht mehr möglich gewesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.