Unfall auf B15: Vier Verletzte bei Soyen

84-Jähriger aus Passau wollte mit seinem Pkw überholen - Bundesstraße gesperrt

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unfallEin unachtsames Überholmanöver führte gestern am Samstagnachmittag auf der B15 kurz vor Wendling an der Kreuzung nach Seeburg zu einem schweren Verkehrsunfall. Nach derzeitigen Erkenntnissen hatte ein 84-jähriger Mann aus dem Passauer Bereich zum Überholen angesetzt, obwohl eine 49-jährige Ebersbergerin mit ihrem Pkw mit Anhänger nach Seeburg abbiegen wollte. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Pkw der 49-Jährigen samt Anhänger umgeworfen und kam am Fahrbahnrand zum Liegen. Alle vier Insassen wurden zum Teil schwer verletzt.

Die Ermittlung des Unfallhergangs gestaltete sich schwierig: Die Fahrzeuginsassen waren nicht vernehmungsfähig und die Zeugen vor Ort schilderten jeweils vollkommen andere Beobachtungen, die nicht mit den Unfallschäden in Einklang zu bringen waren.

Erst eine zeitaufwendige Spurenanalyse konnte den Unfallhergang rekonstruieren. Hierzu war die B15 für zirka eineinhalb Stunden gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr über Soyen um.

Im Pkw der Ebersbergerin waren zwei große Hunde transportiert worden, die nach dem Unfall vor Schreck weggelaufen waren. Diese konnten erst nach Einbruch der Dunkelheit aufgefunden werden.

 

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14 Gedanken zu „Unfall auf B15: Vier Verletzte bei Soyen

  1. …hab mich ja schon mal geäußert zum Thema Autofahren und älteres Semester!!!

    Hier noch mal meine Meinung, Reaktionstest; Sehtest – ab dem Alter von 65 Jahren sehe ich als angebracht, damit nicht wieder solche Meldungen Tagesordnung sind.
    Ein 84 jähriger mit Mercedes-Panzer …. baut Unfall aus Unachtsamkeit;
    hat er angemessen reagiert?
    hat er alles im Blick gehabt?
    Junge Leute werden sehr erfolgreich in unseren Verkehr eingewiesen/begleitet, wo ist jedoch das Ende einer Fahrtüchtigkeit eines Fahrers; verbindliche Tests mit Konsequenzen helfen auch hier Unfälle zu vermeiden und Blindflüge älterer Herrn und Damen zu vermeiden. ich spreche von den „5%“, die echt gefährlich unterwegs sind in diesem Alter!!!

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    1. Auf so einen engstirnigen Kommentar hat man warten können.

      Ich spreche nicht aus Erfahrung, aber es sind nicht nur die sog. älteren Semester, die Unfälle bauen.
      Viele junge Fahrer überschätzen ihr Fahrkönnen. Also bitte keine so unqualifizierten Einträge.

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      1. Liebe Maria!!! Mein Beitrag stützt sich auf Erfahrungen, die ich täglich zu verschiedenen Zeiten vorwiegend auf unserer B15 und der B304 vorfinde!!!

        Selten sind es diese jungen Menschen, die unachtsam sind, meist Ältere, die es gerade noch zur Apotheke schaffen, meist ernorme Probleme haben aus ihrem Panzer zu steigen und dann z.B. in Edling beim Penny aufm Behinderten-Parkplatz stehen. Der für Menschen mit Gehhilfen und Rollstühle reserviert ist.

        Also bitte spar dir deine Bewertungen und die Adjektive gegenüber meiner Person.
        Oder entscheidest du über die Qualität hier?

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        1. Eigenartig, dass Sie, @Mars, dessen Kommentar mit all seinen Ausrufezeichen, dem Duzen Ihnen fremder Menschen und vor allem maßlosen Übertreibungen („….. gerade noch zur Apotheke schaffen/…..enorme Probleme haben, aus ihrem Panzer zu steigen …“) alles andere als sachlich und höflich ist, von Qualität sprechen.

          Tausende von Unfälle passieren (leider) auf unseren Straßen und die wenigsten werden von Leuten in diesem Alter verursacht.

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          1. Bravo, Elena

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    2. Einerseits haben Sie trotz der vielen Ausrufezeichen recht, dass vielleicht 5% der älteren Automobilisten echt gefährlich unterwegs sind.

      Andererseits sind das sicher nicht die Marsianer, die mir fast täglich morgens um 6 Uhr auf meiner Fahrbahnseite entgegen kommen und mich ins Bankett zwingen.

      Nicht die Alten, sondern die Rücksichtslosen sind das Problem!

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    3. Bevor man hier voreilige Schlüsse zieht, sollte man vielleicht erst einmal das unfallanalytische Gutachten abwarten, sofern dieses durch die Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben wurde.

      Gleichzeitig halte ich es aber auch für nötig, junge Verkehrsteilnehmer, die einen Unfall verursacht haben, nochmals nachzuschulen.

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      1. Da gehts, glaub ich, nicht um voreilige Schlüsse, sondern darum, dass sich der Marsianer in seinem UFO durch Langsame … ausgebremst vorkommt. Er tut mir sehr leid!
        Aber eigentlich haben wir andere Probleme!

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      2. Mal ungeachtet der (noch) laufenden Ermittlungen zur Fahrtüchtigkeit des 84-Jährigen zum Zeitpunkt des Unfalls:

        Generell halte ich persönlich Mars‘ Forderung nach regelmäßigen Fahrtüchtigkeitsüberprüfungen für ältere Kfz-Lenker ab einem gehobenen Alter von etwa 70 Jahren für angebracht (und das nicht erst seitdem ich vor zwei Jahren selbst von einer älteren Dame zu einem riskanten Ausweichmanöver auf der B304 auf Höhe Wasserburg gezwungen wurde).

        Einerseits ist es verständlich, dass ältere Menschen selbst im hohen Alter auf Mobilität nicht verzichten wollen bzw. können (gerade in ländlichen Gebieten ist hier das Auto nun mal für sie unersetzlich), andererseits kann in manchen Fällen aufgrund von mangelnder Fahrtüchtigkeit (verlangsamte Reaktionszeiten, eingeschränktes peripherisches Sehen) eine hohe Gefahr im Straßenverkehr von ihnen ausgehen.

        Daher muss hier der Gesetzgeber Neuregelungen anstoßen.

        Es darf bei der hier stattfindenden Diskussion natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass die Hauptrisiko-Gruppe nachwievor die der jungen Menschen zw. 18 – 29 Jahren ist. Der Fokus sollte zunächst auf dieser Gruppe von Fahrzeuglenkern liegen.

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  2. Krankenschwester

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/senioren-tuev-gesundheitscheck-fuer-senioren-koennte-unfaelle-verhindern-a-853994.html
    http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/tagesgespraech/autofahrer-senioren-fahrpruefung-unfaelle-risiko-100.html

    Diskussionen in dieser Richtung, Tendenzen & Bilanzen gibt es zu der Thematik ja schon!!! ( hier nur ein kleiner Auszug aus der jüngsten Vergangenheit)

    Schlecht ist die Idee sicher nicht, seine Reaktiosfähigkeit ab einem bestimmten Alter überprüfen und testen zu lassen.
    Viele würden dann vielleicht auch selbst feststellen, dass Sie nicht mehr so fit sind, wie sie sich vielleicht fühlen und ihre Schlüsse daraus ziehen.

    Mich hat vor vielen Jahren ein alter Landwirt vom Rad geholt, auf die Bitte, mich und mein demoliertes Rad heimzubringen, meinte er damals: „Na ja, eigentlich fahre ich nur noch auf dem Land …“

    Wie es bei diesem Unfall hier war, weiß es keiner ganz genau und hätte einem Jüngerem sicher ebenso passieren können (manche „im besten Alter“ fahren tatsächlich ohne Hirn !!).

    So muss man eben von Fall zu Fall entscheiden, wer nach so einem Ereignis, wenn es denn erst soweit kommen muss, seinen Führerschein besser abzugeben hat. Frühe – altersunabhängige – Einsicht ist doch immer noch die sicherste Fortbewegungsmöglichkeit!

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    1. Um die älteren Semester nicht zu diskriminieren, könnte man doch regelmäßige Fahrtests FÜR ALLE einführen.

      In vielen Berufen gibt es regelmäßige Pflichtschulungen für sicherheitsrelevante Bereiche – den Führerschein macht man einmal und hat ihn dann sein ganzes Leben lang, ungeachtet gesundheitlicher (ja, ich denke auch an Suchterkrankungen) oder sonstiger Einschränkungen.

      Das Problem betrifft also nicht nur Senioren.

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      1. Das ist jetzt übrigens ein anderer Martin, der halt – um Verwirrung zu stiften – auch unter Martin schreibt.

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        1. anderer Martin

          Sorry, ich heiß wirklich so und hab nicht drauf geachtet – war nicht beabsichtigt, Verwirrung zu stiften!

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          1. War auch nicht ganz ernst gemeint!

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