TV-Polizist Michi Mohr führte durchs Programm

Schloss Amerang: Schönes Fest zum Jubiläum und Kulturpreis verliehen

image_pdfimage_print

schloss 2Mit einem fulminanten Galaprogramm, bei dem vier Solisten dem begeisterten Publikum Stücke aus Oper, Operette, Musical und Kabarett boten, wurde jetzt das Jubiläum von 50 Jahren Schlosskonzerte in Schloss Amerang gefeiert. Und als Überraschung gab es obendrein für die Schlossherren, Ortholf von Crailsheim und Giulia von Crailsheim-Larisch, den Kulturpreis des Wirtschaftlichen Verbands Rosenheim. Durch den Abend führte Max Müller, bekannt als Polizist Michi Mohr aus der TV-Serie „Die Rosenheim-Cops“. Unser Foto zeigt ihn mit Landrat Berthaler. Für diesen Anlass hatte er die Polizeiuniform abgelegt und gab auf munter-flapsige Art den Moderator des Abends, der sogar durch eigene komödiantische- oder Gesangseinlagen zu erstaunen wusste …

Erst nahm sich Müller die Zeit, mit jedem der versammelten Honoratioren und Vertretern aus Kultur und Politik zu sprechen. Alle wünschten den Schlossherren Ortholf und Giulia von Crailsheim-Larisch alles Gute und den Schlosskonzerten ein langes Fortbestehen.

schloss 3Dann gab es eine Überrachung. Reinhold Frey, Vorsitzender des Wirtschaftlichen Verbands Rosenheim überreichte den Schlossherren, Ortholf von Crailsheim und Giulia von Crailsheim-Larisch, den Kulturpreis des Wirtschaftlichen Verbands Rosenheim sowie einen Scheck über 3000 Euro als Ehrung und Anerkennung der Leistung, die die beiden als Ausrichter der Schlosskonzerte, des Ritterfestivals, vieler anderer Veranstaltungen und nicht zuletzt in der Erhaltung und Verwaltung des Schlosses erbracht haben.

Erst dann eröffnete die schwedisch-stämmige Sopranistin Thérèse Wincent das Programm. Ihre Gestik und die unübersehbare Freude an ihrer Kunst füllte die Bühne, ihre kraftvolle Stimme den Raum. Ihr folgte der Tenor Volker Bengl, der unter anderem bei Rudolf Schock gelernt hatte, mit einer Darbietung von „Immer und ewig“ von Peter Kreuder. Bengl hat unübersehbar ein Gespür für die großen Gefühle und Melodien, die große Operetten-Momente ausmachen. Einen solchen großen Moment bescherte die vor allem in der Schweiz berühmt gewordene Sopranistin Elisabeth Artmeier dem Publikum mit Emmerich Kálmáns „Höre ich Zigeunergeigen“ Auch sie nimmt die Bühne für sich ein, fühlt mit, tanzt mit und erweckt den Eindruck, ganz in ihrem Element zu sein.

Mit dem letzten der vier Solisten bewegte sich das Programm weg von der Operette zu ihrer jüngeren Schwester, dem Musical: Tenor Lars Redlich sangt zwei Stücke aus Andrew Lloyd Webbers Musical „Joseph“, Er wurde dabei unterstützt vom Musical-Kinderchor des Gymnasiums Bad Tölz.

Allein oder in stets wechselnden Konstellationen wechselten die Sänger von einem „Hit“ zum anderen, von Musical zu Operette und zu Leonard Cohen und wieder zurück. So folgte auf dessen melancholisch-getragenes „Hallelujah“, gesungen von Lars Redlich im Duett mit Thérèse Wincent und unterstützt vom erstaunlich guten Chor das überschwängliche „Tausend kleine Engel singen“ aus „Die Csardasfürstin“ von Emmerich Kálmán, mit Thérèse Wincent, Elisabeth Artmeier und Volker Bengl.

Es wurde deutlich, dass diese Sängerinnen und Sänger auch Schauspieler sind. Thérèse Wincent griff sich kurzerhand Ortholf von Crailsheim für einen spontanen Tanz vor der Bühne. Diese Begeisterung und emotionale Hingabe war es, die das Publikum mitriss und anrührte, so auch beim letzten Stück vor der Pause: „Im Feuerstrom der Reben“ aus Johann Strauss‘ „Die Fledermaus“.

Wieder in Empfang genommen wurden die Zuschauer von Max Müller, der als echter Österreicher und studierter Sänger Georg Kreislers bissig-satirisches Stück „Taubenvergiften“ stilgerecht auf die Bühne brachte. Es folgten weitere Höhepunkte aus Operette, Musical, und Oper, aus „West Side Story“, „Giuditta“, oder „Hoffmanns Erzählungen“.

Kurz vor Schluss wusste Lars Redlich noch mit einem Ausschnitt aus seinem Kabarettprogramm zu begeistern. Das letzte Wort hatte Thérèse Wincent mit einer rührenden und voll Hingabe gesungenen Darbietung von „Memories“ aus „Cats“.

Es war eine Freude, zuzusehen, wie sich zu einer spontan wirkenden Zugabe alle, die vier Solisten, die Kinder und Max Müller um den Generalmusikdirektor des Abends Andreas Lübke versammelten, der die Sänger mit sicherer Hand und beeindruckend vielseitig am Flügel durch den Abend begleitet und geleitet hatte. Gemeinsam stimmten sie „Somewhere over the rainbow“ und „Time to say goodbye“ an.

Quelle: Schloss Amerang

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.