Tuba trifft Humor: Ein barfüßiger Grenzgänger

Andreas Martin Hofmeir, einer der meist gehörten Tuba-Solisten, in Pfaffing

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Tuba 2Pfaffing – Vor sieben Jahren gründete Andreas Martin Hofmeir zusammen mit vier Musikerkollegen die heute weltweit bekannte, bayerische Band LaBrassBanda. Er gewann 2013 den Echo Klassik, spielte mit LaBrassBanda schon ganz zu Beginn vor sechs Jahren in Pfaffing und kommt nun mit Guto Brinholi (Gitarre) zur musikalisch-satirischen Lesung „Kein Aufwand“ – mit Musik aus der Tuba: Ein absolutes Highlight im neuen Programm 2015 der Kunst in der Filzen wartet am 31. Januar auf die Besucher im Pfaffinger Gemeindesaal …

Das Kabarett lässt ihn nicht los: Nach sechs Jahren mit der Musikkabarettgruppe „Star Fours“ (Hallertauer Kleinkunstpreis, Schweiger Kleinkunstpreis, Thurn und Taxis Kabarettpreis, Goldene Weisswurscht) und dem Theaterkabarett „Die Qualkommission“ (Bronzener Koggenzieher, Kleines Scharfrichterbeil) wählt Andreas Martin Hofmeir altersbedingt die Lesevariante:

TubaIn seinem trockenen Stil liest er aus seinen Erfahrungen als Tubist und Weltreisender, in epischer Breite und lyrischer Würze. Dazu gibt’s ab 20 Uhr Musik aus der Tuba, begleitet von Guto Brinholi an der Gitarre.

Kartenvorverkauf:

° Edeka-Markt in Pfaffing
° UniFoto in Wasserburg
° telefonisch unter 08076 / 886040

Tischreservierung ab sechs Karten!

Auch solo ist er übrigens immer wieder unterwegs

Seit seinem ersten Preis beim Internationalen Tubawettbewerb in Porcia 2004 und dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2005 als erster Tubist in der Geschichte dieses Wettbewerbs ist Andreas Martin Hofmeir einer der meist gehörten Tuba-Solisten.

Gitarre

Der Gitarrist Guto Brinholi aus Brasilien, der Hofmeir bei seiner Lesung in Pfaffing begleitet …

Er konzertierte in der Vergangenheit unter anderem mit dem SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern, dem Rundfunksinfonieorchester Berlin, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover, dem Stuttgarter Kam- merorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, der Philharmonie Vorpommern, der Neubrandenburger Philharmonie, der Bläserphilharmonie Salzburg, der Jungen Philharmonie Salzburg, der Filarmonia Veneta und dem Brucknerorchester Linz sowie zahlreichen Blasorchestern wie der Deutschen Bläserphilharmonie, dem Akademischen Blasorchester München, dem Sinfonischen Blasorchester Ried, der Bläserphilharmonie Salzburg und dem Militärorchester Oberösterreich.
Er kümmert sich dabei besonders um die Erweiterung des Tubarepertoires und konnte in den letzten Jahren bereits vier Tubakonzerte uraufführen.

Ein Portrait: Andreas Martin Hofmeir

Als „Instrumentalist des Jahres“ zeichnete ihn die Jury des ECHO Klassik 2013 aus und vergibt damit einen der wichigsten Musikpreise Europas erstmals an einen Tubisten.

Andreas Martin Hofmeir, sicherlich einer der besten und vielseitigsten Instrumentalisten der Gegenwart, ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Genres: Der 35-Jährige ist Professor am Mozarteum Salzburg, Tubist einer der gefragtesten Pop-Bands des Landes, der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda, sowie mehrfach preisgekrönter Kabarettist (u.a. beim Passauer Scharfrichterbeil). Er ist gefragter Solist und Kammermusiker und gibt weltweit Meisterkurse.

1978 in München geboren, fand er über Klavier, Schlagzeug und Tenorhorn mit zwölf Jahren zur Tuba. Nach dem Unterricht bei Robert Tucci (Bayerische Staatsoper) studierte er in Berlin (Dietrich Unkrodt), Stockholm (Michael Lind) und Hannover (Jens Björn-Larsen). 2004 gewann er den renommierten Internationalen Tubawettbewerb „Citta di Porcia“ in Pordenone (Italien) sowie – als erster Tubist in der Geschichte des Wettbewerbs – den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2005 in Berlin. Er war Stipendiat der Orchesterakademien der Berliner und der Münchner Philharmoniker und spielte mit den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern und dem Bayerischen Staatsorchester. Von 2004 bis 2008 war er Solotubist im Bruckner-Orchester Linz unter Dennis Russell Davies.

Als Solist spielte er u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Brucknerorchester Linz, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, der Philharmonie Vorpommern, der Neubrandenburger Philharmonie, der Bläserphilharmonie Salzburg und der Jungen Philharmonie Salzburg.

Mit dem Harfenisten Andreas Mildner gründete er das erste Tuba-Harfen-Duo weltweit und konzertierte bei namhaften Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, dem Festival Mitte Europa, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Internationalen Harfenfestival in Rio de Janeiro. Als Kammermusiker spielte er des weiteren mit dem Sharoun-Ensemble der Berliner Philharmoniker, den Blechbläserquintetten der Münchner Philharmoniker und der Bamberger Symphoniker und dem Heavy Tuba Ensemble.

Neben seiner Tätigkeit als klassischer Musiker steht Hofmeir seit dreizehn Jahren auch als Kabarettist auf der Bühne. Er spielte und schrieb die Texte für Programme des Musikkabaretts „Star Fours – Die Musik schlägt zurück“ und des Wortkabarett-Ensembles „Die Qualkommission“, mit dem er auch beim Passauer Scharfrichterbeil ausgezeichnet wurde. Zusammen mit Roman Deininger schrieb und inszenierte er im April 2008 den Kabarettabend „Der Ball ist wund“ am Landestheater Linz.

Eine Verschmelzung dieser beiden Tätigkeiten findet am 23. März 2014 in München statt: Unter dem Titel „Lackschuh oder Barfuss“ führen die Münchner Philharmoniker ein von ihm verfasstes kabarettistisches Theaterstück auf, bei dem er nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Solist mit dem Orchester agiert. Dieser Abend wird im Februar 2015 wiederholt.

Ebenfalls sehr erfolgreich verläuft seine Karriere als Popmusiker: Mit der bayerischen Band „LaBassBanda“ war er „Sieger der Herzen“ beim Eurovision Song Contest und stürmte mit deren drittem Album „Europa“ (erschienen bei Sony) die Top 10 der deutschen Charts. Im Jahr 2013 spielte Labrassbanda auf den Konzerten ihrer Deutschlandtournee für rund 500 000 Zuhörer, dazu kamen zahlreiche Fernsehauftritte wie das Morgenmagazin bei ARD und ZDF, 3nach9, TV Total uvm.

Seine Solo-Konzerte werden regelmässig von verschiedenen Rundfunkstationen übertragen, darunter der BR, NDR, SWR, Deutschlandradio, Deutschlandfunk und die RAI. Mit der Deutschen Bläserphilharmonie spielte er das Tuba Concerto von Martin Ellerby auf CD ein. Seine Cds „Uraufnahmen“ mit ausschliesslich Welt-Ersteinspielungen u.a. der Tubakonzerte von Duda, Näther und Roikjer (ECHO Klassik 2013) und „Why not?“ mit Werken für das Duo Tuba & Harfe sind beim Label Genuin erschienen.

Im März 2014 erscheint sein neues Solo-Album „On the way“ mit den Münchner Philharmonikern unter Andrew Manze bei SONY Classical.

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