Theatermacher 15mal auf der Bühne!

Ludwig Thoma, Karl Valentin und Georg Lohmeier-Raritäten warten auf die Zuschauer

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ensemble 1Ein ganz neues Projekt startet die Schnaitseer Theatergemeinschaft für die diesjährige Spielzeit. Die Theatermacher gehen einen vollkommen neuen Weg und sammelten seit geraumer Zeit Raritäten und Spezialitäten von bayerischen Schriftstellern und Volkssängern. Die vielen gesammelten Szenen und Einakter wurden von den Regisseuren Elisabeth Lamprecht, Romy Kinzner und Josef Unterforsthuber analysiert und bearbeitet. Nach vielen Stunden intensiver Sichtung kristallisierte sich ein Programm mit echten, bayerischen Schmankerln aus den letzten 100 Jahren heraus.

Im Verlauf des Theaterabends beim Schnaitseer „Wirth“ kommen „Die Brautschau“ von Ludwig Thoma, „Der Firmling“ mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt und der „Der Pfarrergockl“ von Georg Lohmeier aus seinen Amtsgericht-Geschichten auf die Bühne.

Dabei war es den Theatermachern sehr wichtig, auch ein Lohmeier-Stück mit einzubauen. Der heuer verstorbene Schriftsteller war 2005 in Schnaitsee zu Gast und schrieb 2011 trotz seines hohen Alters noch eine Episode von der Fernsehfassung für die Schnaitseer um. In einem Nachruf mit einigen markanten Sprüchen Lohmeiers wird dem bayrischen Original gedacht. „Zwoa Quadratmeter g’langen auf d’Letzt, a so is am Menschen aufgesetzt – drum woas i nix Bessers, nix Feiners, wiar a frische Maß Bier und a Schweiners.”

Verbunden werden die Stücke mit kurzen Humoresken und Liedern aus 100 Jahren bayerischer Volkskunst. Wie die ersten Proben bereits zeigten, können sich die Besucher auf ein Feuerwerk an urkomischen Szenen freuen. „Es muss ein Sonntag g´wesen sein, ein Tag von hellem Sonnenschein, es war ein Glückstag ganz gewiss, wia unser Bayernland entstanden is“ – diesen Satz aus dem Lied vom Kraudn Sepp stellen die Schnaitseer Theaterer als Grundsatz vor ihren Raritätenabend.

Dabei wird nicht nur am Sonntag gespielt, sondern insgesamt 15mal im Januar 2016. Und wenn alle Stücke über die Bühne gegangen sind, wird mit dem „Bayerischen Bier“ auf dieses echt-boarische Theater-Erlebnis angestoßen: „Des is des guate, echte, g´süffige, g´schmackige, ewige boarische Bier.“

Spieltermine sind

am 2., 5., 8., 9., 10., 14, 15., 16., 22., 23., 24., 28., 29. und 30. Januar jeweils um 20 Uhr, sowie am Mittwoch, 6. Januar, um 14 Uhr als ermäßigte Aufführung für die Jugend und für die Senioren.

Da dieser Nachmittag erstmals, ebenso wie die Abendvorstellungen, nur bestuhlt und ohne Tische ist, können auch dafür die Plätze reserviert werden.

Reservierungen nehmen ab sofort Andrea Emmerer 08074-8465 und Josef Unterforsthuber 08074-9158075 entgegen.

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Unser Foto: Intensive Proben sind notwendig, um den bairischen Theaterraritäten-Abend optimal vorzubereiten. Dafür sind schon seit Wochen Josef Unterforsthuber (hinten von links), Walter Herbst, Arnold Böhm, Leonhard Hangl, Hans Gmeindl, Florian Fraitzl, Fritz Graßl, Josef Schluck, Josef Rieperdinger, Thomas Schachner, Andreas Randlinger sowie Christian Westner (vorne von links), Severin Schluck, Elisabeth Lamprecht, Kathi Hölzl, Romy Kinzner, Maria Fischer, Katharina Kneissl, Sabrina Seidl, Seppi Rieperdinger und Meinrad Reiter auf und vor der Bühne.

Es fehlen Anita Meisl, Anna Wittenzellner und Florian Jellbauer.  

uk ju

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