Tanz, Fröhlichkeit, Musikgenuss – Rott feiert!

Mit Stolz und Dankbarkeit Festwoche zu Ehren der Rokokokirche

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huraxdaxRott – Es geht los – das besondere Jubiläumsfest in Rott. Und zwar am heutigen Freitagabend mit einem Weinfest, bei dem die beliebten Huraxdax zum Tanz bitten. Zu Ehren der 250 Jahre alten Rokoko-Kirche – dem Juwel in der Gemeinde. Mit Tanz und viel Spaß, Geselligkeit und Musikgenuss wird eine Woche lang gefeiert. Für Groß und Klein. Mit Stolz und Dankbarkeit begehen die Rotter den 250. Weihetag.,,

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute gibt es eigens Weine des Klosters Rott am Ritten in Südtirol. Am Samstag darf mit Helmut Schleich ausgiebig gelacht werden. Und der Höhepunkt der Feierlichkeiten ist ein Festgottesdienst mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx am Sonntag, 20. Oktober, um 10 Uhr. Hier das ganze Programm im Überblick … Zum Vergrößern einfach anklicken.

Programm Kirche RottAm 23. Oktober 1763 war der große Tag für die Kloster- und Pfarrkirche St. Marinus und Anianus. Künstler wie Johann Michael Fischer, Matthäus Günther, Joseph Götsch und Ignaz Günther haben sich in Rott ein Denkmal gesetzt.

Ehemalige Benediktiner-Abtei

Unübersehbar am hohen Rand des Inngrabens steht die Rotter Kirche St. Marinus und Anianus. Über diese ehemalige Benediktiner-Abtei gerät selbst der sonst recht nüchterne Polyglott-Reiseführer ins Schwärmen:

tourismus_kultur„Mit Recht ist Rott durch seine Klosterkirche berühmt, neben der Wieskirche einer der reinsten und kostbarsten Rokokobauten Bayerns.“ Und im Kompass-Kultur-Reiseführer wird die Kirche als der „wohl schönste Kirchenraum des 18. Jahrhunderts“ gelobt. Johann Michael Fischer schuf die Architektur, Ignaz Günther den Hochaltar und die Skulpturen, sein Namensvetter Matthäus die Deckenfresken. Außerdem waren u.a. Josef Götsch (Skulpturen) und Jakob Rauch (Stuck) beteiligt – alle berühmte Künstler ihrer Zeit.

Anno 1083 stiftete Pfalzgraf Kuno von Rott in Gedenken an seinen einzigen, zwei Jahre zuvor auf dem Schlachtfeld gefallenen Sohn große Teile des heutigen Ortskerns den Benediktinern für ein Kloster. Die pfalzgräfliche Dynastie starb aus, aber die kirchliche Stiftung entwickelte sich weiter. War schon der Anlass für die Erbauung des Klosters ein martialisches Ereignis, so bestimmten kriegerische Wirrnisse auch weiterhin die Geschicke der Abtei mit. Verwicklungen in den Hussitenkrieg, in den Landshuter und später den österreichischen Erbfolgestreit sowie in den 30jährigen Krieg markierten die unruhige Historie des Klosters. Trotzdem war die Rotter Benediktinerabtei jahrhundertlang eines der geistigen Zentren in Altbayern.

Seit 1763 steht an der Stelle der ursprünglichen romanischen Basilika das heutige Rokokobauwerk. Bedingt durch die Säkularisation wurde 1803 das Kloster aufgelöst, Teile der Anlage niedergerissen oder verkauft, der Waldbesitz verstaatlicht und die wertvolle Bibliothek bis auf wenige Ausnahmen verschleudert. 1937 tut ein Großbrand ein übriges: Etliche der noch vorhandenen Gebäudeteile fallen den Flammen zum Opfer. Die Kirche allerdings bleibt erhalten und dient heute als Pfarrkirche. Ihre ausgezeichnete Akustik gibt immer wieder Anlass für Kirchenkonzerte und festliche Gottesdienste.

Nach zwei teilweise nicht originalgetreuen Restaurierungen in den Jahren 1867 und 1962/63 wurde die ehemalige Klosterkirche von 1991 bis 2002 einer umfassenden Gesamtsanierung unterzogen, die sich am ursprünglichen Zustand orientiert. Seit Juli 2002 ist die Rotter Kirche wieder zugänglich und in neuer, alter Pracht zu besichtigen.

Kirchenführungen

(auch eigene Führungen) müssen im Pfarramt, Tel. 08039/1202 angemeldet werden.

Das Pfarramt erreichen Sie Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 – 12 Uhr.

Rollstuhlfahrer

Die Kirche sowie der Kirchenumgriff sind behindertengerecht gestaltet und Rollstuhlfahrer können über eine Rollstuhlrampe die Kirche befahren. Im Gemeindehaus nebenan befindet sich eine Behindertentoilette. Die Gaststätten sind innerhalb kurzer Zeit erreichbar.

Ein neuer Kirchenführer

Aus Anlaß der besonderen Feierlichkeiten gibt es auch einen neuen Kirchenführer der Klosterkirche Rott am Inn. In ihm hat Autor Jakob Rothmeier in liebevoller Arbeit und mit schönen Bildern festgehalten, warum es sich bei der Rotter Kirche um ein Juwel handelt. Hier der Inhalt des Kirchenführers:

http://www.erzbistum-muenchen.de/media/pfarreien/media24306920.PDF.

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