Stop B 15 neu – über 11.000 Unterschriften!

Heute der letzte Tag - Petition geht jetzt an den Bundestag

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stop-b15-neu_1377985612Rettenbach/Pfaffing/Forsting/Albaching/Rechtmehring/Haag – Heute ist der letzte Tag – und viele haben an diesem Dienstag noch unterschrieben. Aus Albaching zuletzt und aus Frauenneuharting oder Emmering, aus Haag und – grundsätzlich von Anfang an – geradezu endlos die Liste der Unterschriften aus dem Raum Pfaffing. Stoppt die B 15 neu, so das Anliegen der Bürger. Und es wird alle Unterzeichneten freuen: Bereits zur jetzigen Stunde sind 11.484 Unterstützer registriert – davon 10.638 in Bayern. Vor einem Monat noch waren es erst 5000 Unterschriften. Und 10.000 waren notwendig für die Petition …

… an den neuen deutschen Bundestag! Die Bürger-Initiative: „Wir sagen vielen, vielen Dank dafür, gemeinsam können wir unsere Meinung nun an den Bund weiter reichen.“

Der genaue Wortlaut der Petition:

Die B15 neu wird südlich der A 92 aus dem Bedarfsplan für Bundesfernstraßen gestrichen und nicht in den Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen.

Begründung:

1. Südlich der A 92 besteht kein Bedarf für eine vierspurige nach Autobahnstandard gebaute völlig neue Trasse durch Nieder-und Oberbayern.
Das Verkehrsaufkommen der B 15 alt ist für eine Bundesstraße unterdurchschnittlich, und beträgt nur ca 6000 KFZ im Durchgangsverkehr. Nur um Landshut, Dorfen und Rosenheim erhöht sich das Verkehrsaufkommen durch Ziel- und Quellverkehr auf bis zu 25 000 Fahrzeuge. Seit 2001 ist eine Stagnation der Jahresfahrleistung zu verzeichnen. Eine Verkehrszunahme ist aufgrund der demografischen Entwicklung ab 2020 nicht zu erwarten.

2 .Die B 15 neu Pläne stoßen in der Bevölkerung auf heftigen Widerstand. So haben sich die Gemeinden Essenbach, Adlkofen, Vilsbiburg, Wurmsham, Rechtmehring, Tuntenhausen, Kolbermoor und Bad Aibling, sowie der Landkreis Ebersberg gegen die B 15 neu ausgesprochen. Zahlreiche Bürgerinitiativen in Essenbach, Adlkofen, Geisenhausen, Vilsbiburg, Velden, Buchbach, Schwindegg, Rechtmehring und Kolbermoor sowie die Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse von Regensburg nach Rosenheim e.V. und der Bund Naturschutz in Bayern e.V. werden diese Pläne entschieden und mit allen rechtlichen Mitteln bekämpfen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung der bayerischen Staatsregierung 2012 wurde die B 15 neu überwiegend abgelehnt.

3. Die Trasse durchschneidet rücksichtslos die nieder- und oberbayerische Hügellandschaft wegen der zahlreichen Einschnitte und Aufböschungen.
Sie trennt Ortsteile und vernichtet wertvollen landwirtschaftlichen Boden in einer Breite von bis zu 80 Metern.

4. Die Trasse durchschneidet Naturschutz-, Wasserschutz- und FFH- Gebiete südlich der Isar, bei Schwindegg, im Atteltal und bei Kolbermoor.

5. Durch die immensen Eingriffe in die Topologie, und die sich daraus ergebenden Maßnahmen, durch eine Beton-Wanne bei Ohu, die Brücke über die Isar, den Tunnel unter dem FFH- Gebiet in den Isarhangleiten, wird diese gelbe Autobahn immens teuer.

6. Die B 15 neu Pläne blockieren sinnvolle örtliche Umgehungsstraßen in Landshut, Taufkirchen, Dorfen und St. Wolfgang. Diese Entlastungsmaßnahmen sollten vorrangig geprüft werden.

7. Die über 40 Jahre alte Planung berücksichtigt weder den Flughafen München und seine Anbindung, noch die mittlerweile erstellten Ortsumgehungen bei Geisenhausen, Vilsbiburg, Haag und die im Bau befindliche Westumfahrung von Rosenheim. Im Bereich Landshut könnte eine Osttangente den Ziel und Quellverkehr aufnehmen.

8. Die Alternative ist die sogenannte Versatzlösung: Durch die Ableitung des Durchgangsverkehrs über die A 92 und die Flughafentangente Ost, die vierspurig ausgebaut werden soll, kann das von der bayerischen Staatsregierung festgelegte Ziel, den nordöstlichen Quadranten vom Verkehr um München zu entlasten, mit geringem finanziellen Aufwand erreicht werden.

9. Die Region von Landshut bis Rosenheim ist mit Straßen bereits gut erschlossen. Eine gelbe Autobahn bringt der Region keine Verbesserung der Infrastruktur, sondern erhebliche Belastungen durch das Heranziehen hoher Verkehrsaufkommen aus anderen Regionen.

10. In der Region Südostbayern wartet man seit Jahrzehnten auf die den Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Landshut-Platting sowie München-Mühldorf-Freilassing. Hier wären die Mittel weitaus zukunftsträchtiger eingesetzt.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Erstellt am 23.07.2013  – aktiv bis 22.10.2013 !

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