Stark aufgespielt: Kölbl und Co. Herbstmeister!

Wasserburgs Volleyball-Herren fegten kampfstark Spitzenreiter Schwindegg vom Feld

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VollEs ist geschafft! Riesenjubel um Wasserburgs Volleyball-Herren am Wochenende. Mit 25:18, 25:23 und 25:15 gelang es ihnen, den TSV Schwindegg von der Tabellenspitze zu verdrängen! Jetzt kann man als Herbstmeister stolz in die wohlverdiente Winterpause gehen. Ein Riesendank gleich mal an dieser Stelle an die zahlreichen Zuschauer und einige Spielerinnen des TSV Eiselfing-Bundesliga-Teams und deren Coach Randy Heidlinger. Ohne euch wär’s verdammt schwer geworden“, freuten sich die Wasserburger Burschen. Der Reihe nach …

Letzter Heimspieltag des TSV Wasserburg gegen die Spielvereinigung SV Amerang/Bad Endorf und dann gegen Spitzenreiter Schwindegg.

Das erste Spiel gewinnen – so lautete die Anweisung Jürgen Kölbls vor Spielbeginn. Nur dies umzusetzen, war aufgrund des Fehlens von Diagonalspieler Stefan Seemüller nicht so wahrscheinlich, wie letztes Wochenende, als man bereits das Hinspiel gegen die SV Amerang/Bad Endorf klar für sich entscheiden konnte (wir berichteten). Doch Coach Dieter Heidrich löste dieses Problem durch zwei geschickte Veränderungen in der Aufstellung. Libero Damian Golla ersetzte Seemüller und Mittelblocker Berer wurde erneut auf Position Vier aufgestellt.

In Satz eins Schlug Golla stark auf und verschaffte den Wasserburgern von Beginn an einen komfortablen Vorsprung. Die Annahme, an der sich in diesem Spiel auch Mittelblocker Bench Hölzle und natürlich Berer beteiligen mussten, war erstaunlich stabil, was es Kölbl häufig ermöglichte, die stark aufspielenden Mittelblocker Stefan Hiebl und Hölzle einzusetzen. Ball um Ball schlug krachend im gegnerischen Feld ein, ohne dass der Gegner, weder im Block, noch in der Feldabwehr überhaupt eine Chance hatte, diesen abzuwehren. Amerang/Endorf war klar unterlegen und die Heimmannschaft holte den Satz mit 25:11.

In Satz zwei und drei lief die Spielvereinigung ebenso ständig hinterher und Wasserburg konnte ohne sonderliche Mühe auch diese beiden deutlich gewinnen. Hier konnte auch Maxi Jünger zeigen, was er kann. Block und Abwehr stellten ihn vor keine große Herausforderung und er blieb so gut wie fehlerlos. Wichtig, da sich Berer zwei Sätze lang schonen konnte, um für das folgende Spiel so fit wie möglich zu bleiben.

Das Spitzenspiel

Das lang herbeigesehnte Spitzenspiel gegen den Tabellenführer SV Schwindegg konnte also mit erst drei in den Knochen liegenden Sätzen noch relativ frisch angegangen werden. Wasserburg startete zwangsweise mit derselben Aufstellung, ging jedoch mit gemischten Gefühlen, aber auch mit Siegeswillen ins Feld.

Deutlich zu erkennen war dies im ersten Satz, in dem man sich wie im ersten Spiel gleich von Beginn an ein paar Punkte absetzen konnte. Gute Aufschläge, die den Gegner an einem effizienten Spielaufbau hinderten und die daraus resultierenden gut ans Netz vorgebaggerten Bälle, gaben der Heimmannschaft Sicherheit und machten Mut auf mehr.

Wieder waren es die sehr stark aufspielenden Mittelblocker Hölzle und Hiebl die herausstachen und Schwindegg keine Chance ließen. Beide hatten nach diesem Spieltag eine Quote von annähernd 100% im Angriff. Der erfahrene Kölbl setzte sie dank der angesprochenen präzisen Annahme und Feldabwehr besonders häufig ein, was Wasserburg die Führung immer weiter ausbauen ließ. Für die zahlreichen Zuschauer natürlich eine Augenweide. Ebenso wie die Block- und Abwehraktionen der Innstädter, die den Gegner jedoch noch nicht moralisch beeinflussten. Mit 25:15 wechselte man die Seiten.

Satz zwei gestaltete sich spannender und es entstand ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem bis zum Schluss unklar war, wer den Sack letztendlich zumachen konnte. Schwindegg schlug nun beherzter auf, aber Wasserburg brach nicht ein und konnte sogar die Unruhe, die durch eine Verletzung von Damian Golla entstand, durch eine Auszeit von Heidrich schnell wieder beseitigen.

Die Highlights in dieser Spielphase häuften sich: Kölbls Einmannblock gegen Schwindeggs Hauptangreifer mit der Nummer 16, Hiebls Schnellangriffabwehr auf der Dreimeterlinie und einige mehr sorgten für lautstarken Jubel und zeigten den Gästen, dass ein Sieg beim TSV schwer zu erringen werden würde. Trotzdem nahm man beim Stand von 24:22 für die Wasserburger die 30-sekündige Auszeit, um Ruhe und Sauerstoff zu tanken.

„Zwei Satzbälle, Jungs. Den Ersten kann man machen, den Zweiten muss man machen!“, sprach Heidrich und schickte seine Jungs wieder etwas beruhigter und frischer ins Feld. Guter eigener Aufschlag, schlechter Angriff des Gegners, Ball zum Zuspieler und ab durch die Mitte auf Vier Meter. Ein an diesem Tag sehr gut funktionierendes Mittel. Satz zwei ging also erneut, wenn auch nach hartem Kampf, mit 25:23 an die Wasserburger.

Obwohl Schwindegg im Gegensatz zum TSV Wasserburg durchaus personell die Möglichkeit gehabt hätte, für den dritten Satz fast eine neue Mannschaft aufzustellen, blieb es nach dem Seitenwechsel lediglich bei einem einzigen Spielerwechsel.

Die Wasserburger Hiebl und Heinke hingegen wären über eine kurzzeitige Auswechslung erfreut gewesen. Mit hochroten Köpfen rangen sie noch kurz vor Anpfiff des dritten Satzes schweißgebadet nach Luft. Aber es half ja nichts. Auswechseln war aufgrund der dünnen Personaldecke nicht möglich. Nur musste dieser Satz jetzt auch noch her um den Sack zuzumachen. Für noch mehr Sätze würde deren Kondition wahrscheinlich nicht mehr reichen.

Umso erfreulicher, dass die TSVler auch diesen Satz wieder beherzt angingen und dem SV Schwindegg durch gute Ballannahmen, wunderbar gestellten Pässen und Angriffen, die das Publikum begeisterten den letzten Glauben an den durchaus noch möglichen Sieg nahmen. Verunsichert durch die vielen knallenden Mittelangriffe, waren Schwindeggs Blocker unaufmerksam geworden, was den Wasserburger Außenangreifern gleich zwei Mal ermöglichte blockfrei anzugreifen:

Im Volleyball sozusagen die Höchststrafe. Ab diesem Zeitpunkt war von der zu Anfang großen körperlichen sowie akustischen Gegenwehr der Gäste nichts mehr zu spüren und ihnen war anzusehen, dass sie sich bereits beim Stand von 16:8 aus Wasserburger Sicht mit der Niederlage abfanden.    sh

 

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