„Standortfrage ist kein Glaubenskrieg“

Projektentwickler stellt Entwicklungsmöglichkeiten im Rotter Einzelhandel vor

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rottRott – Großes Interesse zeigten die Bürger für die jüngste Informations- und Diskussionsveranstaltung der Rotter CSU. Im voll besetzten Saal des Landgasthofs Stechl analysierte Projektentwickler Rolf M. Seidl aus Siegsdorf die Möglichkeiten für die weitere Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels in Rott. In seiner Begrüßung ging Bürgermeisterkandidat Florian Lemmrich kurz auf den aktuellen Verlauf des Wahlkampfes ein und äußerte Unverständnis über die teilweise sehr unsachlich geführte Diskussion.

Lemmrich betonte, dass es Ihm vor allem um sachgerechte Lösungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger gehe und er keinesfalls einen „Glaubenskrieg“ um einen möglichen Einkaufsstandort führen wolle. Projektentwickler Seidl machte in seinem Vortrag deutlich, welche Firmen an welchen Standorten in Rott aus seiner professionellen Sicht Interesse an einer Ansiedlung haben könnten, wobei er betonte, dass im Bereich Meiling auf keinen Fall mit einem Discounter wie Lidl oder Aldi gerechnet werden könne. Diese Firmen seien grundsätzlich auf zusätzliche Frequenz durch die Nähe zur B15 angewiesen.

„Im September 2016 ist definitiv Schluss“

Auf die Argumente des Ortsentwicklungsplans angesprochen, dass der Lebensmitteleinzelhandel im Ortskern erhalten werden müsse und der beste Discounterstandort mittlerweile in Meiling liege, erklärte Seidl, dass man hier deutlich zwischen Wunsch und Realität unterscheiden müsse, da ein leistungsfähiger Lebensmitteleinzelhandel an diesen Standorten nicht möglich ist. Diese Aussage wurde gestützt, durch die Wortmeldung der Betreiberin des Vollsortimenters im Ortskern, die von den gegenwärtig schwierigen Verhältnissen am aktuellen Standort berichtete, der aus ihrer Sicht so nicht länger zu halten sei und im September 2016 definitiv schließen werde.

Auf direkte Nachfrage bestätigte Seidl, dass er im Sommer 2013 bei der Gemeinde Rott am Inn die Errichtung eines Netto-Marktes auf dem Grundstück gegenüber der Kläranlage beantragt hätte. Es sei ihm jedoch von der Gemeinde im Januar 2014 mitgeteilt worden, dass an dieser Ansiedlung kein weiteres Interesse bestünde. RED

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