Sie sind da: Edlings neue Bürger mit 16 Kindern

Container-Modul bei Hochhaus bezogen: Die meisten sind aus Syrien - Bilder einer Ankunft

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0Die Sonne lachte durch die dunklen Wolken hindurch – wie ein Zeichen genau in dem Moment, als heute der zweite Bus zum Wohncontainer nach Hochhaus bei Edling abbog. Es ist bezogen, das zweite Container-Modul im Altlandkreis – nach Wasserburg beim Krankenhaus. Sie sind endlich da, die neuen Mitbürger Edlings: 16 Kinder und 30 Erwachsene. Sie kommen vor allem aus Syrien und ein paar aus Afghanistan. Eine Familie sei staatenlos, heißt es. Sie alle haben Schlimmstes hinter sich, einen langen Fluchtweg mit zuletzt Wochen und Monaten in der Turnhalle in Prien und Bruckmühl. Lächelnd blickten manche auf die Eingangstüre des Containers, ihr neues Zuhaues auf unbestimmte Zeit …

Fotos: Renate Drax

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Viele Ehrenamtliche vom Edlinger Asyl-Helferkreis waren da, nahmen die neuen Mitbürger freundlich in Empfang. Dolmetscher halfen bei der Verständigung, auch Syrer, die bereits in Edling leben, waren gekommen, um zu helfen.

Und auch Edlings Bürgermeister Matthias Schnetzer war da. Er sei sehr froh, dass die Menschen endlich da seien und die Turnhallen verlassen konnten. So viele Kinder – zwischen dem Kleinkind- und Jugendlichen-Alter – da waren alle sehr überrascht.

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Der erste Bus – am heutigen Mittag aus Prien von der Turnhalle kommend – hatte sich übrigens erst einmal verfahren. Er war schon auf dem Weg nach Pfaffing, als ihn ein Ehrenamtlicher des Edlinger Helferkreises stoppte und zum neuen Zuhause bei Hochhaus lotste.

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Gespannt wird verfolgt, wer die neuen WG-Mitbewohner sein werden, als die Kinder und Erwachsenen aus dem zweiten Bus aussteigen. Die Hälfte der neuen Edlinger Mitbürger waren bislang in Prien in der Turnhalle untergebracht, die andere Hälfte in Bruckmühl.

Nach der Einteilung in die Gemeinschafts-Zimmer – die vom Landratsamt als Mieter des Container-Moduls vorbereitet und vorgenommen wird – gab’s für alle eine warme Suppe, vom Helferkreis gekocht. Ab sofort müssen sich die Flüchtlinge ja selbst versorgen und verpflegen. Die Ehrenamtlichen vom Helferkreis stehen beratend und helfend zur Seite, gerade jetzt in der Anfangsphase, wenn so vieles zu klären ist.

An allererster Stelle stehe nun ganz bald das Erlernen der deutschen Sprache. Und die schon etwas größeren, schulpflichtigen Kinder werden nach den Ferien in die verschiedenen Schulklassen eingeteilt werden.

Aber auch das habe ja erst einmal Zeit, so Schnetzer. Ankommen – in aller Ruhe und vor allem in Frieden – das sei nun das Wichtigste!

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