Schockanrufer gab sich als Anwalt aus

Großfahndung der Kripo erfolgreich - Mann festgenommen

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BlaulichtLandkreis – Im Rahmen einer polizeilichen Großfahndung konnte am frühen Donnerstagnachmittag ein litauischer Staatsangehöriger festgenommen werden. Dieser steht im Verdacht, eine russischstämmige Seniorin mit Hilfe der Betrugsmasche „Schockanruf“, vor der die Polizei auch die Bürger im Landkreis warnt (wir berichteten), um einen erheblichen Bargeldbetrag erleichtert zu haben. Die Kripo hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die russischstämmige Seniorin aus Burgkirchen im Raum Burghausen wurde am Donnerstagmittag telefonisch über einen vermeintlichen Unfall ihres Sohnes informiert. Sie hat daraufhin einen erheblichen Bargeldbetrag an einen „Anwalt“ ausgehändigt, der mit dem Taxi vorgefahren war. Unmittelbar nach der Geldübergabe hat sie über eine nahe Angehörige die Polizei verständigt.

Die unverzüglich eingeleitete Großfahndung nach dem vermeintlichen Anwalt führte mit Unterstützung der benachbarten Dienststellen innerhalb kürzester Zeit zum Erfolg. Keine Stunde nach der Geldübergabe wurde ein 33-jähriger litauischer Staatsangehöriger in der Nähe des Altenheims in Burgkirchen festgenommen.

Ein weiterer Tatverdächtiger, ein 41-jähriger litauischer Staatsangehöriger, konnte im Verlauf des Nachmittags im benachbarten Mehring mit seinem Fahrzeug, einen Seat Alhambra mit litauischem Kennzeichen, durch eine Zivilstreife angetroffen und ebenfalls festgenommen werden.

Die Kripo hat die weiteren Ermittlungen übernommen und überprüft dabei Zusammenhänge und Tatbeteiligungen mit den zahlreichen regionalen „Schockanrufen“ der vergangenen Tage. Während der 41-jährige Mann im Anschluss an die polizeiliche Vernehmung jedoch aus dem Polizeigewahrsam wieder entlassen wurde, hat der zuständige Ermittlungsrichter am gestrigen Freitagnachmittag gegen den 33-jährigen Tatverdächtigen die Untersuchungshaft angeordnet.

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