Rotter Forst besonders gefährdet

Waldbrand-Gefahr: Experte heute selbst vor Ort

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Rott am Inn – Trotz etwas Regen und Gewitter-Neigung war die Waldbrand-Gefahr in der Region heute ein großes Thema für Meldungen der Behörden (wir berichteten). Vor allem wegen der zu erwartenden weiteren Hitze der nächsten Tage (wir berichteten ebenfalls). Besonders gefährdet sei nach Angaben des Experten Dr. Georg Kasberger der Rotter Forst, über den er sich heute selbst ein Bild gemacht habe. Als landesweit bedeutsamer Mischwald- und Feuchtgebietskomplex ist der Rotter Forst (ehemaliger Rotter Klosterwald) mit seinen etwa 16 km² das größte Waldgebiet im Landkreis vor den Alpen.

Die Eiszeit hinterließ hier ein Mosaik von Standorten, die heute eine außergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen bieten – ein Segen für Natur und Mensch und viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Seltenheitswert haben u.a. die Schwarzerlenbestände, Brutgebiete der hier noch häufigen Waldschnepfe.

Etwa 1100 ha des Rotter Forstes sind Staatswald, davon ca. 300 ha Moorgebiete, mit noch ca. 20 ha Offenhochmoor. Zum Verweilen lädt besonders der Entenweiher ein.

Zur Waldbrand-Gefahr hier einige Tipps des Experten:

  • Melden Sie Waldbrände sofort an die Feuerwehr unter Tel. 112. In den Wäldern gilt Rauchverbot vom 1. März bis 31. Oktober.

  • Werfen Sie beim Auto- oder Bahnfahren keine Zigarettenkippen aus dem Fenster.

  • Machen Sie im Wald oder in Waldnähe (bis 100 m) kein offenes Feuer.

  • Parken Sie Ihren Pkw nicht auf trockenem Gras, da es sich am heißen Katalysator entzünden kann.

  • Parken Sie stets so, dass Betriebs-, Rettungs- und Löschfahrzeuge nicht behindert werden.

  • Seien Sie besonders vorsichtig in lichten, grasreichen Bergwäldern. Durch Föhneinfluss herrscht hier oft große Trockenheit.

  • Die Waldbrandbekämpfung ist extrem schwierig. Die finanziellen Folgen für den Brandverusacher und die landeskulturellen Folgen für den Wald und für die Bevölkerung können enorm sein.

  • Waldbesitzer sollten Reisig und Restholz bei Waldbrandgefahr nicht verbrennen, sondern abtransportieren, häckseln oder einen Witterungsumschwung abwarten.

  • Wer einen Brand bemerkt, bitte sofort die 112 wählen!

 

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