Ried feiert – mit dem Motorradclub Pfaffing

Am Freitag und Samstag geht's ab - Live-Musik mit Heavy Crunch - Unser Portrait

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heavyRied/Pfaffing – Sie haben eine gemeinsame Leidenschaft – das Motorradfahren. Und am kommenden Wochenende wird wieder Selbige gefeiert: Der Motorradclub Pfaffing lädt am Freitag, 4. und Samstag, 5. September, herzlichst zu seinem 13. Treffen in Ried ein. Beste Musik wartet und so manches kulinarische Schmankerl, zudem natürlich jede Menge Zeit zum Fachsimpeln und einfach Zeit, sich gut zu unterhalten. Am Samstag gibt’s zudem Live-Musik mit der Wasserburger Band „Heavy Crunch“ (unser Foto) …

Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.

Der MC Pfaffing freut sich auf viele Besucher!

Auf unserem Bild von links die Band Heavy Crunch mit Jamie Dyde, Flo Litzlfelder, Tom Holzner, Susi Köbinger, Andreas Köbinger, Tom Tietze und Flo Köbinger.

Unser Band-Portrait zum Auftritt am Samstag in Ried beim Pfaffinger Motorradclub:

Ein einsamer Bauernhof in der Einöde, wenige Autos stehen auf provisorischen Parkplätzen neben einem Traktor. Von irgendwoher ertönen leise Stimmen durch die Nacht, ein Gitarrenriff klingt nach, das dumpfe Echo einer Trommel zerreißt die Stille.

Nach zwei knarzenden Stadltüren finden wir uns in einem Raum wieder, der voll und ganz auf Musik ausgerichtet ist. Die Wände sind mit Postern und Bildern tapeziert, auf dem Boden verstreut Mikrofone, Bierflaschen, ein paar Verstärker, unzählige Kabel, eine Gitarre.

Es handelt sich um den Proberaum der regionalen Coverband „Heavy Crunch“, die von Adele bis ZZ-Top keine Grenzen der künstlerischen Interpretation kennt und deren abwechslungsreiche Bühnenshow für sich spricht. „Klein und gmiatle – aber wenn wir mal loslegen, hört man uns bis Minga nauf!“, versichert Jamie Dyde. Der Sänger mit Vollbart ist einer der sieben Mitglieder der Band, ebenso zuständig für Akkordeon, Keyboard und Keytar, studiert Geographie und Englisch auf Lehramt. „Aber vor dem Studium war ich Tontechniker, das klingt cooler“, meint Jamie frech grinsend.

„Der Jamie ist Mädl für alles – auch unser Spaßvogel“, wirft Tom Tietze, ebenfalls Sänger, ein. Tagsüber agiert Tom, der ganz lässig mit den Händen in den Hosentaschen, Hut und „Hangover“-T-Shirt den Probenraum betritt, als vertrauenswürdiger Banker. Nach Feierabend verwandelt er sich in ein stimmungsmachendes Bühnentalent.

SusiFlo_klein„Tom ist erst seit Juni letzten Jahres bei uns – nach unserem Auftritt auf dem Wasserburger Frühlingfest 2014 hatte er uns in einer Probe überzeugt und wurde festes Mitglied“, erläutert Susi Köbinger, die einzige Frau in der Band. Denn trotz ihrer musikalischen Erfolge haben sie keinerlei Grund „abzuheben“ – oder, wie Jamie es leicht ironisch verdeutlicht: „Wir zerlegen keine Hotelzimmer!“

Susi ist außerdem Bandleaderin – gemeinsam mit Tom Holzner, Student der Produktionstechnik in Rosenheim. „Die anderen hatten einfach keinen Bock auf Chef“, lacht Schlagzeuger Tom, ebenfalls mit Hut unterwegs. Susi kümmert sich neben ihrem Job als Assistentin in der Bereichsleitung in der Eglhartinger Firma „Hörmann“ um die Organisation der Band und die Gagen. „Ich bin viel auf Facebook unterwegs, in Kontakt mit anderen Bands und kümmere mich auch telefonisch um Auftritte“, erklärt die toughe Blonde. Allerdings bekäme „Heavy Crunch“ auch häufig Konzert-Anfragen. Unterstützt werden sie zudem vom KPG Veranstaltungsservice Ebersberg.

Ursprüngliche Idee: „Wild Hogs“ als erster Bandname

Die Band, deren Mitglieder fast alle in den Zwanzigern sind, sei laut Susi erst seit Anfang 2015 in der jetzigen Konstellation zusammen. Im festen Kader sind seit Beginn der Cover-Karriere „Heavy Crunch“ Susis Bruder Andreas Köbinger, Bass-Gitarrist und im echten Leben Theologe an der Uni Würzburg sowie ihr Cousin Flo Köbinger, E-Gitarrist und als Projekteinkäufer bei Odu in Mühldorf beschäftigt. „Andreas ist unser Professor Dr. Dr. …“, bemerkt Tom Tietze unverzüglich. Allerdings verstecke der Bassist den vernünftigen Theologen geschickt hinter seinem Instrument, sobald er dieses in der Hand habe, ergänzt Flo Litzlfelder schmunzelnd.TomJamie_klein

Auf den Bandnamen „Heavy Crunch“ seien sie per Zufall gekommen. „Die erste Idee war ‚Wild Hogs‘“, berichtet Tom Holzner schmunzelnd. „Doch für die ‚Wildschweine‘ gab es nur Zustimmung von einem, alle anderen waren dagegen.“ Also begann die Suche nach neuen Vorschlägen. „Wir haben dann ein Wörterbuch aufgeschlagen und sind bei dem englischen Wort ‚crunchy‘ stehen geblieben“, klärt Susi auf. „Einer warf dann spaßeshalber die Aussage ‚Hey! Bleiben wir doch knusprig!‘ ein – und so entstand daraus peu à peu ‚Heavy Crunch‘.“ Schließlich sind sie ja eine harte Rock-Band …

 

 

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