„Pflanze der Unsterblichkeit“ vorgestellt

Gartenbauverein: Kräuterpapst Treml begeistert im vollen Schnaitseer Postsaal

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GartlerSchnaitsee – Kräuterpapst Franz Xaver Treml begeisterte im vollen Schnaitseer Postsaal seine Zuhörer. Hier stellt er gerade einen dalmatinischen Salbei vor. Neben diesem hochinteressanten Vortrag standen bei der Jahreshauptversammlung des Schnaitseer Gartenbauvereins die Neuwahlen im Mittelpunkt, bei denen Maria Danzl als Vorsitzende bestätigt wurde. Bürgermeister Thomas Schmidinger hob den Wert der beiden Gartenbauvereine in der Gemeinde heraus: „Ihr macht unsere Gemeinde, unser Dorf schöner, freundlicher und dadurch liebens- und lebenswerter.“ Er dankte für den Blumenschmuck im Ort und für das Schmücken …

… bei den kirchlichen und weltlichen Festen. Besonders hob er die Nachwuchsarbeit mit den „Schubkarrnschiabern“ hervor.

Bei den sehr gut vorbereiteten Wahlen kandidierte Danzls Stellvertreterin, Christa Dieplinger, nicht mehr. Für sie wurde Anja Marien gewählt. Bestätigt wurden die Kassierin Edith Plank, die Schriftführerin Anita Hungerhuber und die beiden Kassenprüferinnen Angela Sewald und Gertraud Grünes.

Für die sehr zeitaufwendige Arbeit beim Verein, besonders auch mit der Jugendgruppe wurden 19 Beisitzer in das Führungsgremium gewählt. Diese sind Petra Beierlein, Hildegard Detsch, Georg Deibl, Christa Dieplinger, Lenz Fritz, Luitgard Graßl, Alexandra Herdegen, Cornelia Herzinger, Petra Huber, Adrian Jonetzek, Claudia Klaffl, Irma Norbisrath, Johanna Oberpaul, Maria Scheitzeneder, Waltraud Trojak, Waltraud Wastlhuber, Regina Weidinger, Hans Wetterstetter, und Bettina Zieglgänsberger.

Einen breiten Raum des Abends füllte das Referat des Kräuterpapstes Treml aus Arnsbruck, der „Mitte Europas“, wie er selbst behauptete, aus. Er führte in die Welt der verschiedenen Kräuter aus aller Welt nicht nur rhetorisch ein, sondern er hatte diese Pflanzen auch dabei und jeder Zuhörer durfte „liebevoll von unten nach oben“ über die Pflanzen streichen, um sich das Dufterlebnis zu erschließen. Aus heimischen Gefilden, aus dem Mittelmeerraum, aber auch Exoten aus Australien, Tibet oder Südafrika hatte er dabei.

Einige der Kräuter haben auch medizinische Wunderwirkungen: „Aber ich darf euch die Wirkstoffe nicht nennen. Da hab ich schon genügend Abmahnungen daheim.“ Als Beispiel dafür hatte er die „Pflanze der Unsterblichkeit“ dabei. Diese wirke bei vielen negativen Symptomen des Körpers. Nach seinen Ausführungen konnte sich Treml fast vor dem Ansturm nicht retten. Bücher und Pflanzen wechselten im Rekordtempo den Besitzer. Ein wahres Erlebnis!

Der Kassenbericht von Edith Plank brachte ein Plus zum Vorschein. Der Verein hat 297 Mitglieder. Schriftführerin Anita Hungerhuber blickte auf ein sehr intensives Vereinsjahr zurück. Die Maiandacht, Baumschneidekurse, der Blumenschmuck im Dorf, Lehr- und Ausflugsfahrten hielten den Verein auf Atem. Dazu kommen die monatlichen Nachmittage mit den „Schubkarr´n -Schiabern“. Diese Arbeit mit der Jugendgruppe wurde auch von der Sparkasse Wasserburg gewürdigt. Vorstand Peter Schwertberger und Zweigstellenleiter Michael Müller überraschten den Verein bei der Versammlung mit einem Spendenscheck von 500 Euro für „diese enorm wichtige und gute Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Umgang mit der Natur“.

Vor den Wahlen blickte Danzl noch einmal auf die letzten vier Jahre zurück. Der absolute Höhepunkt war das 100-jährige Jubiläum. „Die Worte des Festredners Bruder Ulrich werden uns immer in Erinnerung bleiben. `Es ist viel wertvoller und wichtiger, zu pflanzen, als Kriege zu führen. Die Politiker sorgen dafür, dass unsere Welt insgesamt immer ärmer wird`.

Dazu dankte Danzl allen Mandatsträgern, die in den vergangenen Jahren beim Gartenbauverein mithalfen und jetzt aufhören. Zum Abschluss überbrachte der designierte Vorsitzende des Waldhauser Gartenbauvereins, Hans Schmid, die Grüße seines Vereins und lobte die gute Zusammenarbeit.

uk  ju

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Unser Foto: Das neue Führungsteam des Schnaitseer Gartenbauvereins mit von links Anita Hungerhuber, Edith Plank, Anja Marien und Maria Danzl sowie Bürgermeister Thomas Schmidinger.

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