Pfarrer Senner auf Pater Browns Spuren

Lammfromm: Autor Wolf Schreiner begeisterte mit Lesung in Eiselfing

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lesungGeschichten eines eigenwilligen katholischen Pfarrers mit kriminalistischem Spürsinn geschmückt mit reichlich Humor. Autor Wolf Schreiner entführte die Zuhörer bei seiner Lesung in der Gemeindebücherei Eiselfing in die Region rund um den Bayerischen Wald. Mit seiner Idee, einen Pfarrer im erzkatholischen Teil Niederbayerns zum Hobbyermittler bei Kriminalfällen werden zu lassen, feiert Schreiner aktuell große Erfolge. So erscheint im kommenden Frühjahr bereits der sechste Band mit dem Titel „Lammfromm“ rund um seinen Hauptprotagonisten Baltasar Senner und …

… es überraschte nicht, dass der Münchner Autor bei seinem Gastspiel in Eiselfing auch einige Stammleser begrüßen konnte.

„Mir war es von Beginn an wichtig, Romane zu schreiben, die klar von den Figuren leben“, berichtete Schreiner. Dabei solle sein Pfarrer Senner bewusst einen Gegenentwurf „zu den heute landläufigen Vorstellungen über Priester“ darstellen. Im tiefsten Bayerischen Wald, wo mehr als drei Viertel der Bevölkerung katholisch sind, da zählt eben auch der Pfarrer noch zu den wichtigsten Respektpersonen im Dorf.

Wie gut, dass die heimliche Leidenschaft von Balthasar Senner für Weihrauch und seine Geschäfte mit den Kräutern zur Aufbesserung der stets klammen Gemeindekasse oder andere private Geheimnisse nicht öffentlich bekannt sind. Stattdessen stößt der mit großer Neugier ausgestattete Geistliche regelmäßig auf dubiose Unglücke und Todesfälle rund um das fiktive Heimatdorf. Dann schlägt seine große Stunde und die ganz eigenen Vorstellungen von Glauben und Moral sind ihm stets behilflich. Gepaart mit einer großen Prise Witz und Humor entstehen so moderne Heimatkrimis, die sich durch allerlei spannende Wendungen auszeichnen.

Wolf Schreiner gewährte den Zuhörern auch interessante Einblicke in das Schaffen eines Buchautors und den oftmals steinigen Weg von einer guten Idee hin zu den Verlagen und schließlich dem ersten gedruckten Buch. „Ich kann aber trotzdem jeden, den es in den Fingern juckt, nur ermuntern, selbst einmal das Schreiben auszuprobieren.“

Das Eiselfinger Büchereiteam rund um Monika Freiberger hatte in bewährter Weise die Organisation der Lesung sowie die Verköstigung der Besucher übernommen. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte der 14-jährige Tobias Schmid aus Bergham mit seinem Akkordeon.

reg

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