Pater Pichler feiert Priesterjubiläum

Waldhausen: 40 Jahre offen für Freud und Leid seiner Mitmenschen

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Pater Pichler 1Waldhausen – „Diese Musikalität hier in meiner Heimatkirche in Waldhausen macht mein Priesterjubiläum zu einem wunderbaren Erlebnis für mich. Bei den Gottesdiensten in der Umgebung von Pfaffendorf im Landkreis Haßberge geht das leider nicht“, freute sich Pater Konrad Pichler bei seinem 40. Jubiläum. Das Lob galt dem Waldhausener Kirchenchor mit Orchester unter der Leitung von Thomas Schuhbeck. Diese hatte zuvor mit der Trintatis-Messe von Wolfgang Amadeus Mozart den Gottesdienst festlich umrahmt.

Zum Abschluss wünschte sich der Jubilar, der als bekennender Altbayer leider nur viel zu selten in seine Heimat kommt, die Bayernhymne. Die vielen Gäste in der Pfarrkirche sangen dazu aus vollem Herzen mit.

Vor dem Gottesdienst zogen die Fahnenabordnungen der Waldhauser Vereine zusammen mit dem Jubilar, sowie Pfarrer Georg Schinagl, Pater Harald Neuberger, der auf Wunsch Pichlers die Festpredigt hielt, Gemeindereferentin Claudia Kast und dem Altardienst in das festlich geschmückte Gotteshaus ein. „Es berührt mich immer wieder, wenn ich in meine Heimatkirche komme. Für mich birgt es große Erinnerungen an meine Förderer Pfarrer Franz Altenburger und Pfarrer Friedrich Heil der aus Limburg stammte.“ Mit einem Augenzwinkern sagte Pichler dazu, dass aus dieser Stadt aus etwas Gutes kommen kann. Auch der Priester Johann Haider, der hier in Waldhausen als Ruhestandspfarrer diente, habe ihn sehr positiv begleitet.

Pfarrer Georg Schinagl eröffnete den Jubiläumsgottesdienst und wünschte dem Jubilar Gottes Segen und Gesundheit. Für die Kirchenverwaltung gratulierte Anton Gilg und er übergab ein Erinnerungsgeschenk.

Bei seiner Festpredigt blickte Pater Harald Neuberger, der aus Miltenberg stammt und nach seiner Zeit in Ensdorf in Zukunft im Berufsbildungswerk der Salesianer in Waldwinkel tätig sein wird, auf die 40 Jahre zurück. „Du hast 40 Jahre in der Gemeinschaft der Salesianer gelebt und du hast uns ein großartiges Zeugnis gegeben. Du hast dein Priestersein die ganzen 40 Jahre echt gelebt und ja gesagt. Du hast gezeigt, wie nah du am Menschen bist und du hast die Vermittlung von Werten als deine Berufung angesehen. Für dich hießen 40 Jahre Priestersein 40 Jahre lang offen für Freud und Leid der Mitmenschen zu sein.“

Pater Konrad Pichler wurde am 28. Februar 1946 geboren und wuchs auf dem Sinzingerhof bei Waldhausen auf. Der Sinzingerbauer verstarb schon vier Jahre später und auch die Mutter hatte lange Jahre im Rollstuhl ihr Kreuz zu tragen. Sie verstarb 1978. Der ältere Bruder Georg ist bereits verstorben.

Der jüngere Bruder Lorenz feierte jetzt zusammen mit dem Konrad das Jubiläum. Nach der Volksschule in Waldhausen besuchte der Jubilar das Gymnasium in Burghausen. 1966 machte er Abitur und sein Studium führte ihn an die Universitäten in Münster, Regensburg und Benediktbeuern, wo er auch 1974 zum Priester geweiht wurde. Im selben Jahr feierte er Primiz in Waldhausen. Das priesterliche Wirken führte ihn nach Augsburg, Benediktbeuern, Forchheim und eben Pfaffendorf. Von dort aus betreut er verschiedene Pfarreien.

„Eigentlich wollte ich dieses Jubiläum nicht feiern, aber nachdem ich letztes Jahr so schwer erkrankt war, dass eine Rückkehr zum priesterlichen Wirken schon schier unmöglich schien, wollte ich jetzt doch mit meiner Heimatpfarrei feiern. Wer weiß was in zehn Jahren los ist?“

Ein Sektempfang vor der Kirche, bei dem ihm auch Schnaitsees Bürgermeister Thomas Schmidinger die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte, und ein gemeinsames Essen im Sportheim rundeten die schöne Feier ab.

Foto oben: Bürgermeister Thomas Schmidinger (dritter von links) und Pfarrer Georg Schinagl gratulierten dem Jubilar Konrad Pichler (mitte). Rechts Altbürgermeister Vitus Pichler und seine Gattin Kathi, die für ihren Cousin das Jubiläum organisiert hatten.

Es war ein besonderes Anliegen des Jubilars sich zusammen mit all seinen Verwandten zu einem Erinnerungsfoto zusammenzustellen.

Pater Pichler 7

 

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