Neue Masche des Internet-Betrugs

Polizei Haag warnt: Keine Kreditkarten-Daten preisgeben

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BlaulichtHaag – Internet-Betrüger werden immer dreister. Eine neue Masche sei, dass sie Computerbesitzer anrufen und ihnen Angst machen, dass ihr Rechner von Trojanern befallen sei. Wer darauf eingeht, bekommt dann auch tatsächlich einen. Wiederholt seien jetzt Fälle bekannt, so die Polizei Haag am Rosenmontag, in denen Internetnutzer von einem angeblichen PC-Support-Mitarbeiter angerufen wurden. Das Vorgehen …

Diese Anrufer erklärten meist, sie seien Mitarbeiter des Software-Supports einer namhaften amerikanischen Softwarefirma. Die Gauner sagten den Angerufenen zum Teil auch auf Englisch, dass ihr Computer mit Viren und Trojanern befallen sei und boten diesbezüglich ihre Unterstützung an.

Doch die angebliche „Hilfe“ solcher Betrüger ist für diese der Zugang zum Rechner des Opfers und zwar mit allen üblen Konsequenzen. Der verunsicherte PC-Besitzer wird durch geschickte Gesprächsführung und Druck dazu gebracht, eine Fernwartungssoftware auf dem Rechner zu installieren, um damit dem angeblichen Support-Mitarbeiter Zugriff auf den Computer zu gewähren. Nun werden Kontozugänge, Mail-Accounts und sonstige Zugangskennungen ausgespäht und zum Schaden des Opfers weiterverwendet.

In einem bekannt gewordenen Fall wurde der Angerufene dazu gebracht, seine Kreditkarten-Daten preiszugeben. Nachdem die Karte nicht belastet werden konnte, sollte der Mann dann einen Account bei einem amerikanischen Anbieter von weltweiten Bargeldtransfers einrichten, der es dem Internet-Betrüger ermöglicht hätte, Geld ins Ausland zu transferieren. Der Angerufene wurde aber mißtrauisch und weigerte sich, den Account einzurichten. Der Unbekannte installierte daraufhin ein Passwort auf dem Rechner, so daß der Geschädigte dann nur mit großem Aufwand wieder an seine Daten herankam.

Um derartige Folgen zu vermeiden, gibt die Polizei Haag folgende Hinweise:

– Seriöse Unternehmen werden nie nach sensiblen Daten fragen und reagieren auch nur auf vom Kunden selbst mitgeteilte Störungen.

– Lassen Sie sich bei EDV-Problemen von Support-Diensten nur helfen, wenn Sie selbst die Kontaktaufnahme veranlaßt haben. Unseriöse Anrufe sollten sofort beendet werden.

– Sensible Daten wie z. B. Kreditkarten- oder Online-Banking- oder sonstige Zugangsdaten sollten nie unbekannten Personen mitgeteilt werden.

– Sollten Kreditkarten- oder Online-Banking-Daten bereits preisgegeben worden sein, so ist sofort an eine Sperrung der Kresitkarte oder des Kontos zu denken.

– In den folgenden Wochen sollten gefährdete Konten regelmäßig auf unberechtigte Abbuchungen hin überprüft werden. Der betroffene PC sollte unverzüglich von einem Fachmann hinsichtliche eventuell installierter Schadprogramme überprüft werden, da man sich einen derartigen Trojaner sehr schnell einfangen kann.

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