Nach Brand: Große Hilfsbereitschaft in Edling!

Rathaus koordiniert - Bruder des verstorbenen Mädchens in Klinik

image_pdfimage_print

003 IMG_8478Edling – Eine große Hilfsbereitschaft herrscht in Edling nach der Brand-Katastrophe im Finkenweg am Silvestertag, an dem die 15-jährige Marie ihr Leben verlor. Nachbarn, Freunde und natürlich die Familien der betroffenen Wohnparteien des völlig zerstörten Hauses helfen zusammen. Die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Matthias Schnetzer ist die Anlaufstelle für Hilfe jeder Art. „Leider haben wir den Kampf verloren in dieser Nacht“, sagt Schnetzer traurig, der selbst als Feuerwehrmann im Einsatz war. Der 17-jährige Bruder des verstorbenen Mädchens hatte sich aus dem lichterloh brennenden Haus retten können. Er kam in eine Klinik nach München. Er hat vor einem Jahr wie berichtet seinen älteren Bruder verloren bei einem Unfall auf der B 304. Und nun seine Schwester.

Warum war gegen 6 Uhr im Dachgeschoss des Hauses, in dem sich das Zimmer des Mädchens befand, das Feuer ausgebrochen? Schon beim Eintreffen der Feuerwehr war der Weg nach oben nicht mehr möglich – das Dach, Zimmer und Treppenhaus brannten lichterloh. Über die Brandursache ist noch nichts bekannt, sagt die Kripo. Die Ermittlungen laufen. Schnetzer: Bis zur schrecklichen Gewissheit hatten wir noch gehofft, das Mädchen ist nicht im Haus und ist bei einer Freundin und übernachtet dort.“ Die 15-Jährige hatte im Sommer ihren Schulabschluss in Edling und war als Fußballerin in ihrem Heimatort aktiv.

Ganze Gemeinde immer noch unter Schock

Bürgermeister Schnetzer kann sich als aktiver Feuerwehrmann nicht an eine ähnlich schwere Brand-Katastrophe in Edling erinnern. Noch immer stehe der ganze Ort unter Schock. Es war nicht nur in der Silvesternacht das Thema überall in der Gemeinde, sondern auch in der ganzen Region der Heimat. Vor allem in den Orten, aus denen die Feuerwehren im Einsatz waren.

Sowohl die zweite betroffene Familie mit den beiden Kindern – zwölf und neun Jahre alt – ist bereits bei Verwandten untergekommen, als auch der Mann aus der dritten Wohnung, der vorübergehend bei seinem Bruder leben wird. Die Mutter des verstorbenen Mädchens, die in der Brandnacht nicht zu Hause war, wohnt bei einer Freundin. Edling wird finanzielle Mittel für die Betroffenen aus dem gemeindlichen Sozialfond zur Verfügung stellen. Es sei sehr fraglich, so Schnetzer, ob das Haus, das aus den 60ern stamme, überhaupt erhalten werden könne.

Groß sei bereits an dem Morgen die Unterstützung der Nachbarn gewesen und auch das BRK half allen beim Einsatz, da es ein Zelt aufbaute, wo es warme Getränke und etwas zu essen gab. Es war so kalt am Silvestermorgen, dass wie berichtet das Löschwasser sofort gefror und sich am Einsatzort Eisflächen bildeten, die die Arbeit erschwerten.

Wer helfen möchte, bitte sich an das Rathaus in Edling wenden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.