„Möge die Sonne für Euch in Pfaffing scheinen!“

Kinder-Wohnheim der Stiftung Attl heute feierlich eingeweiht

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAPfaffing –Ich geh mit dir, wohin du willst – auch bis ans Ende dieser Welt oder einfach bis nach Pfaffing. wo die Sonne für uns immer scheinen möge.“ Den Text, den das ABM-Orchester sang von einem Nena-Lied hätte so umgetextet genau alle Wünsche vereint, die an diesem Freitag von den Festgästen mitgebracht worden waren. Und die Sonne lachte vom Himmel, als vor knapp zwei Stunden Architekt Eik Kammerl aus Pfaffing symbolisch große, goldene Schlüssel an die 16 Kinder und Jugendlichen der Stiftung Attl übergab. Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde das neue Wohnheim mitten im Ortszentrum feierlich eingeweiht …

… und gesegnet im Beisein vieler Festgäste.

Mit offenen Armen und Normalität …

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Fotos: Renate Drax

… darauf wies Friederike Steinberger, die stellvertretende Präsidentin des Bezirks Oberbayern, sehr berührend hin. Denn ein behindertes Kind oder ein behinderter Jugendlicher, der kenne keine Normalität – und doch sei sie sein größter Wunsch. Möge Pfaffing zu einem Glücksfall werden, zu einem Stück gelebte Inklusion, so die Vize-Präsidentin. Mögen offene Arme auf die Kinder warten. Sie nannte ein Zitat aus Afrika: Um ein Kind zu erziehen, brauche es ein ganzes Dorf. Möge Pfaffing dieses Dorf sein!

Die Idee, zwei Häuser für jeweils acht Kinder zu errichten – und grundsätzlich die gesamte Planung, die Einfügung ins Ortsbild, die frischen roten und grünen Farben in den Eingangsbereichen und nicht zuletzt die Außenanlagen mit dem schönen Spielplatz samt Kletterturm – sehr viel Lob gab es für all das von allen Seiten für das ortsansässige Planungsbüro Kammerl mit Architekt Eik Kammerl an der Spitze.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Vorstände der Stiftung Attl, Fritz Seipel und Franz Hartl, bedankten sich auf das Herzlichste bei allen am Bau irgendwie Beteiligten sowie auch bei allen Spendern und Sponsoren, die das Projekt unterstützt haben. Etwas ganz Besonderes hatte der langjährige Sponsor der Stiftung Attl, Walter Schatt sen. von der Schattdecor AG aus Thansau mitgebracht: einen Bus, mit dem die Kinder – zwischen sechs und 20 Jahre alt – täglich zur Schule gefahren werden können. Und weil es so viele Jugendliche sind, stiftete die Firma Meggle spontan gleich noch einen zweiten Bus dazu.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWalter Schatt (unser Foto) wünschte eine stets gute Fahrt und Pfaffings Pfarrer, Pater Egino, schritt zu seinem letzten offiziellen Akt in seiner Amtszeit in der Gemeinde – er segnete die Fahrzeuge, die Kreuze der Zimmer und die Wohnräume und zelebrierte einen kleinen Wortgottesdienst. In wenigen Tagen schon verlässt Pater Egino Pfaffing. Er sagte zum Abschluss: Uhren und Kinder haben etwas gemeinsam – beide muss man gehen lassen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIn Vertretung der neuen Sozialministerin Emilia Müller trat Ministerialdirigent Burkard Rappl, selbst Mitglied des Aufsichtsrates der Stiftung Attl, ans Mikro in Pfaffing.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Er lobte die Arbeit der Betreuer, die sowohl pädagogisch als auch menschlich unglaublich Großes leisten, und er lobte den hohen Qualitätsstandard der Häuser. 2,3 Millionen Baukosten habe man deshalb gerne mit knapp einer Million gefördert. Und auch für die Gemeinde Pfaffing hatte er anerkennende Worte. Es sei nicht selbstverständlich, dass man für so ein Projekt eine solche Offenheit entgegengebracht bekomme, so Rappl (Foto links nebenstehend). Möge es ein Ort der Geborgenheit werden für die Kinder und Jugendlichen.

Bürgermeister Lorenz Ostermaier wünschte in seiner Ansprache, Pfaffing solle ein wahres, neues Zuhause werden für die Kinder. Und der stellvertretende Landrat Josef Huber meinte, Kompliment an die Planer – es sei ein wunderschönes Ensemble an Wohnbebauung mitten im Ortszentrum geworden.

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Tag der offenen Tür für alle ab 14 Uhr

Alle Bürger können sich nun die neuen Räumlichkeiten am heutigen Nachmittag ab 14 Uhr bei einer Führung einmal genauer ansehen und die neuen Pfaffinger sowie die betreuenden Fachkräfte kennenlernen…

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnd noch ein schönes Bild zum Abschluss: Mit bunten Gießkannen traten alle Festredner vom Landrat und vom Bürgermeister über den Wohnheimleiter und den Architekten bis hin zum Pater und den Kindern zur neu gepflanzten Linde und gossen Wasser auf sie. Möge der Baum und möge die Inklusion in Pfaffing wachsen …

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