Mindestens 50 Euro: Sonst ist die Zelle weg

In Rott gibt es sie noch: Die klassische Telefonzelle - Aber wie lange noch?

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telefonzelle_kFrüher war sie in jedem Ort obligatorisch – neben der Post, im Zentrum oder einfach in der Nähe eines gut frequentierten Platzes. Heute sieht man sie nur noch recht selten – die Telefonzelle. Während in anderen Orten des Altlandkreises der Begriff eines „öffentlichen Fernsprechers“ immer mehr in Vergessenheit gerät, zeigt man sich in Rott glücklich, noch eine eigene Telefonzelle zu besitzen. Doch wie lange gibt es diesen Luxus noch? Wir haben nachgefragt …

In der Nähe der Rotter Klosterkirche steht die letzte Rotter Telefonzelle. Auf Nachfrage teilte uns die Telekom mit, dass für die Erhaltung einer Telefonzelle einige Mindestkriterien erfüllt sein müssen: „Da eine Telefonzelle auch Kosten für die Telekom verursacht, muss ein monatlicher Mindestumsatz von 50 Euro erzielt werden – dies ist bei dem Fernsprecher in Rott noch der Fall.“

„Rund 40.000 Fernsprecher unterhält die Deutsche Telekom in Deutschland, doch durch den Siegeszug der Handys müssen immer mehr Telefonzellen abgebaut werden“, so Markus Jodl von der Deutschen Telekom.

Dass solch eine Telefonzelle durchaus auch eine kleine Rarität in einem Ort sein kann, zeigt sich auch an der Meinung der Rotter Bürger. „Immer wenn ich zum Einkaufen gehe, führt mich mein Weg an der Telefonzelle vorbei. Früher war sie für mich einfach ein `Schandfleck`, heute denke ich darüber anders. Sie gehört einfach dazu und ist zudem auch praktisch, wenn mein Telefon mal versagt“, so eine Bürgerin. Zum Erhalt der Telefonzelle: In Nostalgie verfallen und viel von dort telefonieren!

HG

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