Mann (26) warf Maßkrug auf Bedienung

Wiesn-Blaulicht: Junge Frau wollte Freund mit zwei Promille am Steuer abholen

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BlaulichtDer gestrige Donnerstag verlief für die Beamten der Wiesnwache auf dem Rosenheimer Herbstfest relativ ruhig, wäre da nicht der Fall eines 26-Jährigen, der eine gefährliche Körperverletzung beging, weil er einen Maßkrug gegen eine Bedienung warf. Die Tat spielte sich gegen 21.30 Uhr in einem Bierzelt ab. Der 26-Jährige aus einer Gemeinde im Landkreis Berchtesgadener Land war mit anderen Gästen verbal in Streit geraten. Er nahm dann einen Maßkrug und warf ihn auf eine 59-jährige Bedienung. Die Frau wurde am Körper getroffen und dabei leicht verletzt. Der Täter verließ zunächst das Zelt und ließ seine Aggressionen …

… draußen an Fahrrädern aus, die er in einen Garten warf oder gegen die er mit den Füßen trat. Er konnte dann festgenommen werden und wurde auf die Wache der Polizeiinspektion gebracht. Die Staatsanwaltschaft ordnete bei dem jungen Mann eine Blutentnahme an, den Rest der Nacht verbrachte er in einer Haftzelle in Sicherheitsgewahrsam.

Gleich mehrere Autofahrer müssen mit einem Fahrverbot oder gar dem Führerscheinentzug für längere Zeit rechnen, weil sie nach dem Herbstfestbesuch alkoholisiert am Steuer angetroffen wurden. Ein Mann aus Bad Aibling (48) wurde um 23.15 Uhr kontrolliert. Weil er noch unter dem Grenzwert der absoluten Fahruntüchtigkeit von 1,1 Promille lag, erwarten ihn „nur“ ein Fahrverbot, Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei und ein erhebliches Bußgeld. Zweieinhalb Stunden später erwischte es einen 24-Jährigen aus Schliersee. Weil sein Atemalkoholergebnis deutlich über dem Grenzwert lag, wurde eine Blutentnahme durchgeführt, sein Führerschein wurde sichergestellt.

Der Nächste war um kurz nach Mitternacht ein 34 Jahre alter Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der mit einem Mietwagen unterwegs war. Den musste er an der Kontrollstelle in Pang stehen lassen, denn er lag beim Alkotest knapp über dem 1,1-Promille-Grenzwert. Neben der erforderlichen Blutentnahme ordnete die Staatsanwaltschaft noch die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung an.

Fast zeitgleich fuhr schließlich eine junge Frau (20) aus Eiselfing der Polizei in der Ellmaierstraße „in die Arme“. Sie wollte eigentlich ihren Freund vom Herbstfest abholen, als sie vor der Polizeiinspektion angehalten wurde. Über zwei Promille waren natürlich weit über dem Erlaubten. Auch ihr Schein dürfte nun für längere Zeit weg sein.  

Gleich zwei Rosenheimer Radlbesitzer zeigten den Diebstahl ihrer teils teuren Räder an. Das Rad eines 16-Jährigen und das 2.500 Euro teure Mountainbike einer 33-Jährigen wurden im Laufe des gestrigen Abends in der Ebersberger Straße gestohlen, beide Räder waren am Rande der Loretowiese abgestellt gewesen.

Wer die folgenden Tipps der Polizei beachtet, kann sich wirksam gegen Fahrraddiebstahl schützen und dazu beitragen, dass ein entwendeter, wieder aufgefundener oder sichergestellter Drahtesel seinem Besitzer schnell zugeordnet werden kann:

  • Schließen Sie Rad und Rahmen Ihres Fahrrads stets an einem festen Gegenstand an! Geeignet sind ausschließlich besonders massive Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlösser.
  • Füllen Sie Ihren Fahrradpass sorgfältig aus und verwahren Sie ihn sicher in Ihren persönlichen Unterlagen. Der Fahrradpass mit eingetragener Rahmennummer hilft, gestohlene Räder zweifelsfrei zu identifizieren, den Täter zu überführen und den rechtmäßigen Eigentümer ausfindig zu machen.
  • Lassen Sie Ihr Fahrrad von Fachleuten codieren oder auf andere Weise dauerhaft individuell kennzeichnen. Bringen Sie dann gut sichtbar den Aufkleber „Finger weg – Mein Rad ist codiert!“ an. Dies schreckt mögliche Fahrraddiebe ab, indem es signalisiert: der Eigentümer hat für eine polizeiliche Sachfahndung vorgesorgt.

Auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd betreibt seit Jahren für die Dienststellen in seinem Bereich eine Fahrraddatenbank. Jeder Bürger kann dort freiwillig seine Fahrraddaten registrieren lassen, damit ein gestohlenes oder sonst abhanden gekommenes Fahrrad bei Auffinden leichter zugeordnet werden kann. Formulare zur Registrierung liegen bei vielen örtlichen Fahrradhändlern sowie bei allen Polizeiinspektionen auf und können dort auch abgegeben werden.

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