Ma hod’s spürn kenna – des passt!

Herzliches Fest für Josef Huber, neia Pfarrer vo Pfaffing/Oibich

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Foto 1Koa Plotz war mehr in da Pfarrkirch vo Pfaffing, ois a herzlich willkommen ghoaßn worn is – da neie Pfarrer Josef Huber vo Pfaffing und Oibich. Vui Applaus gab’s für eam und sei Predigt, für de Fröhlichkeit, de in da Kirche sofort spürbar war. G’lacht is worn und ganz vui klatscht und bayerisch is gred worn. Junge Leit aus Velden warn extra do, de ihren langjährigen Pfarrer so schweren Herzens ham geh lassen miassn. Mit am großen Festzug san olle nach dem Gottesdienst zum Gemeindesaal marschiert. Pfarrer Josef Huber mit Pfaffing und Oibich – ma hod’s scho spürn kenna – des passt! Hier unsa Bericht und des ganze Fest in Buidln. (Siehe auch unseren Kommentar unter ‚Des moanan mia‘ – Wos de Herzen berührt hod am Sonntag“.)

Foto 0000Pfaffings und Albachings und Rettenbachs und Ebrachs neuer Pfarrer Josef Huber ist da! Groß war die Freude am Sonntag beim Willkommens-Fest zu seinen Ehren. Die Bürger standen an den Kirchen-Eingängen im Freien, weil Sankt Katharina nahezu überfüllt war.

Dekan Josef Reindl aus Amerang und Diakon Reinhold Lindner zelebrierten gemeinsam mit Pfarrer Huber den Festgottesdienst, den der Pfaffinger Kirchenchor musikalisch umrahmte. Zahlreiche Fahnenabordnungen von Vereinen der Region nahmen teil.

Der Weg zum Himmel …

Sehr fröhlich war die Stimmung, es durfte viel gelacht werden im Gotteshaus – und die Kirchen-Besucher klatschten Beifall. Die Predigt hatte der 41-jährige Geistliche dem Himmel gewidmet, den sich ja jeder irgendwie anders vorstelle. Vielleicht ja sogar wie in dem Liadl, „dass dort oben Weißbier regnet und an Leberkäs schneibt“, sagte Pfarrer Huber und schmunzelte. Aber auch er selbst als Pfarrer habe ja keine Garantie, „dass er da mal neikommt.“ Man sei halt gemeinsam auf dem Weg und gemeinsam schaffe man ihn…

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Im Gespräch mit Pfaffings früherem langjährigen Geistlichen Willibald Mittermeier sowie Maria Knittler (links) und Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Marianne Schmid … Fotos: Renate Drax

Apropos Weg – diesen Witz erzählte Pfarrer Huber noch kurz vor der Segnung: Kommt a Pfarrer in a Dorf und suacht an Weg zum Pfarrhaus. Frogta an Buam, der grod daherkimmt. „Du, wo‘ is denn bei eich s’Pfarrhaus?“ Der Bua erklärt den Weg. Daraufhin sogt da Pfarrer: „Ja, dankschön und kimmst fleißig in d’Kirch zum Gottesdienst – dann zoag i dir den Weg zum Himmel.“ Da Bua bleibt nomoi steh und sogt: „Zum Himme? Aha, wia eigentlich woin Sie den Weg zum Himme wissen, wenn’s ned amoi den Weg zu unserem Pfarrhaus finden?“

Foto 2… und der Weg zum Gemeindesaal

Den Weg zum Pfaffinger Gemeindesaal hat Pfarrer Huber jedenfalls dann anschließend gleich gefunden, weil er mit einem großen Festzug dorthin geführt wurde … gesichert durch die Pfaffinger Feuerwehr, die quasi Spalier stand eigens. Kreuzträger Stefan Demmel vorne weg, danach die Fahnenabordnungen, die Ministranten und die Geistlichkeit mit der Kirchenverwaltung, dann die amtierenden Bürgermeister sowie Altbürgermeister, die Gemeinderäte und alle Kirchenbesucher – Jung und Oid gemeinsam. Sehr lang war der Festzug. Die Böllerschützen schossen ihren Salut. Nicht zu vergessen die „Kloa Blosmusi“ und der Frauensingkreis unter der Leitung von Hanni Braunersreuther, die im festlich geschmückten Saal dann für den musikalischen Rahmen sorgten. Es gab für alle Getränke und etwas zu essen.

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Junge Leute aus der alten Heimat von Pfarrer Josef Huber waren eigens aus Velden angereist nach Pfaffing …

Jeder durfte Pfarrer Josef Huber persönlich begrüßen. Viele Hände musste er schütteln. Franz Blinninger von den Forstinger Steinbuch-Schützen drückte ihm gleich einmal ein Glasl mit frischem Forstinger Weißbier in die Hand – während ans Mikro die ersten Festredner traten. Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Marianne Schmid sprach aus, was sich alle dachten: „I hob scho gmerkt in dene ersten Tage – dass Sie bei uns sand – des passt.“ Und Bürgermeister Lorenz Ostermaier meinte: „Ein wunderbarer Tag.“ Viele herzliche Wünsche gab’s von allen Seiten. Albachings Bürgermeister Franz Sanftl hatte eigens die neue Chronik der Gemeinde mitgebracht als Geschenk und die katholische Frauengemeinschaft Pfaffing nahm ihn als Präse auf – als einziges Mannsbild unter lauter Frauen.

Er selbst bedankte sich aufs Herzlichste für diesen unglaublich schönen Empfang, der ihn sehr berühre. So viele Hände hätten für dieses schöne Fest schon zusammen geholfen. Er wisse das so sehr zu schätzen. Und dann wurde geratscht und gefeiert. Und ein Wunsch wurde dabei immer wieder genannt: Möge sich Pfarrer Josef Huber in Pfaffing und Albaching, in Rettenbach, Oberübermoos und Ebrach genauso bald zu Hause fühlen wie in Velden – möge er sich hier geborgen fühlen und mögen ihm die beiden Gemeinden hier zur Heimat werden …

Fotos: Renate Drax

Da Frauensingkreis hod a selbst getextetes Liadl gsunga, in dem aa no a großer Wunsch am End vasteckt is:

Aba heid, aber heid is a Dog, der uns gfreit – is a Dog, wo uns s’Herz so lacht.

Weil Gott hod uns an neia Pfarrer bracht.

Mia gfrein uns, dass er unsa Hirte is,

gnua Schof gibt’s in Oibich und Pfaffing gwiss.

Herr Pfarrer Huber an Sie a herzlich’s Griaß God.

Und bleim’s recht lang in unserm Ort.

Des wünsch ma uns vo Herzen heid.

Vielleicht macht da Marx uns ja de Freid!

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