Lernen von- und miteinander!

Edling feiert bairisch-kenianisch: Hand in Hand, die schönsten Worte dieser Tage

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Hand in Hand. Es gibt in diesen Tagen – nach einer Woche voller Gewalt in Deutschland – keine schöneren Worte für gelebte Gemeinschaft! Edling ist da ein besonderes Beispiel. Es sind Begriffe wie „Kuku na wali“ und „Nyama na Mbazi“, die jährlich zum „Bairisch-Kenianischen Sommerfest“ als Synonym für Völkerverständigung, für gemeinsames leben und essen und feiern stehen. So auch am vergangenen Sonntag. Unsere Bilder, unser Bericht …

Seit 2010 lädt der Edlinger Verein „Hand in Hand für Kenia e.V.“ zu seinem Sommerfest ein und bereits zum fünften Mal in Folge stellte die Wirtsfamilie Detlev und Gusti Viergutz sich selbst und die Schächinger Mühle für die multikulturelle Zusammenkunft des Fördervereins zur Verfügung.

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Bei schönstem Wetter bereitete die „Tanzlmusik der Wasserburger Stadtkapelle“ traditionsgemäß den Einklang zum Weißwurstfrühstück im Biergarten.

 

kenia 2 Die Mittagsstunden wurden durch Tiroler Saitenmusik von „Immer gut aufgelegt“ aus dem Wasserburger Land begleitet.
Großen Anklang fand die Tombola des kleinen Basar-Zeltes. Die glücklichen Gewinner hatten freie Auswahl aus allerlei Handwerkskunst aus Kenia. Aber auch für die kleinen Gäste war gesorgt. Die angrenzenden Wiesen und das große Spielezelt ließen bei den jüngeren Besuchern kein Langeweile aufkommen.
Während der Tag sich dem Ende näherte, war davon im voll besetzten Biergarten nichts zu spüren. Unter großem Applaus sorgten die „Wajibu Singers“ (Foto unten) und die Band „Hautevolee“ für eine ausgelassene Stimmung in einer lauen Sommernacht.

Wie jedes Jahr kommen die Erlöse des Sommerfestes zu 100 Prozent den kenianischen Projekten des Fördervereins zu Gute.

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Über den Verein

Barbara Hansen war 2004/2005 für sieben Monate in Kenia, lernte dort John G. Kinuthia und das Ehepaar Jane und George Kithioma kennen und schätzen und beschloss, deren ehrgeiziges Vorhaben eines kleinen Kinderheimes für vernachlässigte, obdachlose und missbrauchte Straßenkinder zu unterstützen.

Der Förderverein „ Hand in Hand für Kenia e.V.“ wurde im August 2005 von Lisa Böning, Barbara und Jürgen Hansen, Alexandra Pongratz, Johannes Schittler, Robert Suske und Birgit und Stefan Walk gegründet. Alle fühlen sich mit Kenia verbunden, arbeiten ehrenamtlich und kennen die kenianischen Partner persönlich.

kenia 4Ziel des Vereins ist „die Förderung der Entwicklungshilfe, insbesondere gemeinnütziger Projekte der Kinder- und Jugendhilfe sowie anderer gemeinnütziger Projekte in Kenia“ (Ausschnitt aus der Satzung). Konkret wird dies umgesetzt, indem die Ausbildung von 30 Kindern des „wajibu wetu rejoyce children’s home“ gesichert und das Internat „maisha mazuri“ aufgebaut wird.

Dabei ist es von großer Bedeutung, in direktem, freundschaftlichen Kontakt mit den kenianischen Partnern zu sein, ihnen so viel eigenen Handlungsspielraum wie möglich zu lassen. Trotz der nötigen finanziellen Kontrolle und Transparenz rückt man nicht das Geld in den Vordergrund, sondern die Entwicklungszusammenarbeit. Lernen voneinander und miteinander!

Aus dem kleinen Kreis der Gründungsmitglieder ist ein ansehnliches Grüppchen von aktiven Mitgliedern geworden, das sich aus ganz Bayern alle zwei bis drei Monate zusammenfindet und versucht, zum Wohle der Kinder in Kenia Entscheidungen zu treffen und Aktionen zu planen.

Der aktuelle Vorstand besteht aus:

Barbara Hansen, mit längerer Erfahrung als ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem Kinderheim nördlich von Nairobi.
Barbara Krohne, jahrelange aktive Mitarbeit im Verein, mehrere Keniaaufenthalte
Martha Krieglmeier, seit Jahren im Kreis der aktiven Mitglieder, als Finanzexpertin bestens für das Amt als Kassenwartin geeignet.

Zukunftspläne:

Für das Projekt „maisha mazuri children center“ soll die Vision einer Internatsschule für traumatisierte Kinder aus den Slums von Nairobi, Machakos und Tala verwirklicht werden:
Chance für Heilung in geschütztem Raum
Kleidung, Essen und gesundheitliche Basisversorgung
schulische Bildung in kleinen Klassen, staatliche Abschlüsse
psychologische Beratung und Begleitung vor Ort
spielerisches Entdecken der eigenen Talente in der Freizeit
zunächst Zusammenarbeit mit benachbarten Kindergärten und Schulen
nach Schulabschluss: Ermöglichung einer beruflichen Ausbildung (z. B. im skills centre,  …), eines Collegebesuches oder Universitätsstudiums

Fotos: Renate Drax/Marco Struck

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Ein Gedanke zu „Lernen von- und miteinander!

  1. Sonnenschein

    Super Sache 🙂 Weiter so! Einfach nur lobenswert!

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