Lebensmittel ab sofort wertschätzen

Landfrauen sagen der Verschwendung den Kampf an

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LandfrauJedes achte Lebensmittel, das in deutschen Haushalten gekauft wird, landet einer Studie des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge auf dem Müll. In Bayern sind es 65 Kilogramm pro Person im Jahr. In ganz Deutschland werden so viele Lebensmittel weggeworfen, wie Aldi Umsatz macht und womit 500.000 Lkw gefüllt werden könnten – aufgereiht wäre es ein Stau von Berlin bis Peking. Zudem würden alle Hungernden auf der Welt davon zwei Mal satt. Im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung setzen jetzt die Landfrauen bei uns vor allem auf Verbraucheraufklärung.

Je Bezirk jeweils ein Workshop in der Stadt und auf dem Land – die Landfrauen sind bayernweit unterwegs und geben praktische Tipps zur Reduzierung von Lebensmittelabfall. Im Rahmen einer Informationskampagne unterstützen die Ernährungsfachfrauen das Münchner Ernährungsinstitut KinderLeicht mit ihrer Aufklärungsaktion zur richtigen Lagerhaltung im Kühlschrank.

Am 12. Mai ist ein Workshop in Rosenheim. Programm und Anmeldung zu den Workshops unter www.essenswert-bayern.de.

„Die Wertschätzung von Lebensmitteln lässt sich nicht verordnen. Wir brauchen einen Bewusstseinswandel bei allen Beteiligten“, sagt Dr. Andrea Fuß, Geschäftsführerin der Landfrauengruppe im Bayerischen Bauernverband. Dies unterstreicht auch die Forderung der Landfrauen, Alltagskompetenzen und Lebensökonomie im Schulunterricht verpflichtend zu verankern. Das Wissen und Können in Bezug auf hauswirtschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten schwindet in der Bevölkerung. „Deshalb geben wir praktische Tipps, anstatt nur zu klagen.“

Die Landfrauen suchen gezielt den Dialog mit den Verbrauchern, um auf die Dringlichkeit der Thematik hinzuweisen. Sie schalten sich ein, um klarzustellen, mit welchem Herzblut die bayerischen Bauern unter Verwendung wertvoller Ressourcen Lebensmittel herstellen. Der nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln bleibt für die Landfrauen weiterhin ein wichtiges Thema für die Zukunft. Wo immer es möglich ist, setzen sie sich für die Verbesserung der Wertschätzung der heimischen Lebensmittel ein. Die Beteiligung an diesen praxisbezogenen Workshops ist ein wichtiger Beitrag und setzt ein Zeichen.

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