Kufenflitzer trafen sich in Suranger

15 Jahre nach Auflösung der Eishockey-Gemeinschaft Endorf

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Kufenflitzer_kAmerang/Bad Endorf – 15 Jahre nach der Auflösung der EGE (Eishockey-Gemeinschaft Bad Endorf) trafen sich die alten Eishockeycracks auf Initiative von Helmut Größ und Konrad Gubisch beim Wirt von Suranger, um die alte Zeit wieder aufleben zu lassen. 25 Ehemalige wurden ausfindig gemacht und eingeladen. Das Gasthaus Suranger wurde deshalb ausgewählt, weil dort früher schon die Versammlungen der EGE stattfanden. Schon im Vorfeld wurde die Nebenstube beim Suranger von den Initiatoren mit alten Trikots, Schlägern und weiteren Eishockeyrelikten geschmückt, damit sich alle wieder wie in der alten Zeit fühlen konnten.

Nach der Begrüßung wurde zunächst eine Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder eingelegt. Dann wurden viele alte Geschichten herausgekramt und es gab viel zu lachen. Ein besonderer Höhepunkt waren das gemeinsame Begutachten alter Fotos von Karl-Heinz Herzog.

Begonnen hatt alles im Winter 1974/1975. Eine Handvoll junger Leute flitzte am Langbürgner See mit großer Begeisterung hinter einer schwarzen Hartgummischeibe her. Das hat so viel Spaß gemacht, dass man kurzerhand beschloss, im damals neu überdachten Rosenheimer Eisstadion nachzufragen, ob man dort dem Kufensport fröhnen könnte. Es dauerte nicht sehr lange, genauer gesagt bis zum 17. März 1975, bis eine knappe halbe Hundertschaft eishockeybegeisterter Endorfer, angeführt von Rudi Aigner die ersten Runden auf Kunsteis drehte.

Die Ausrüstung war damals mehr als dürftig. Keiner hatte eine Schutzausrüstung. Wer sich ein paar Fußballschienbeinschoner vor seine Beine geschnallt hatte, konnte sich schon glücklich schätzen. Doch das hielt keinen der Akteure auf und ein paar blaue Flecken wurden gerne in Kauf genommen. Am 23. Dezember kam Karl-Heinz Herzog zur noch jungen Truppe. Das sollte sich als ein absoluter Glücksfall erweisen, da er in den kommenden Jahren zu den absolut besten Hobby-Eishockeyspielern in der Rosenheimer Szene gehörte und unzählige Tore für die EGE schoss und auch mehrmals als Torschützenkönig ausgezeichnet wurde.

Kurz darauf stießen auch noch drei Ameranger (Maximilian Seibold, Helmut Größ und Konrad Gubisch) zur Truppe. Mit Gustl Huber konnte sogar ein richtiger Eishockeytorwart gefunden werden. Fortan entwickelte sich die EGE immer mehr. Insgesamt standen bis 1995 über 200 verschiedene Akteure in Trainingseinheiten und Spielen bei der EGE auf dem Eis. Die Akteure versorgten sich immer mehr mit den entsprechenden Schutzausrüstungen wie Schienbeinschoner, Handschuhe, Helm, Schulter-, Ellenbogen- und Tiefschutz. Das war gar nicht so einfach, da ja jeder seine Ausrüstung und die Eiszeiten aus eigener Tasche finanzieren musste.

Die ersten Spiele gegen andere Mannschaften wurden ausgetragen und man spielte sogar ein Jahr lang bei der Rosenheimer Güthlein-Liga mit. Dabei konnte in der dritten Liga auf Anhieb der erste Rang erzielt werden. Aber es wurde auch sonst viel gespielt in all den Jahren. In Miesbach, Waldkraiburg, Bozen, Bad Aibling, Bad Tölz usw. maß man sich mit anderen Hobbymannschaften. Eines der vielen Highlights war sicher das Spiel gegen die Truppe des Landratsamtes Rosenheim. Die EGE-Truppe war sehr gut drauf. Auch der damalige Landrat Max Gimple spielte beim Gegner mit, konnte aber einen Kantersieg der EGE nicht verhindern. Marianne Hundmaier

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