Küchenabfälle für den Wertstoffhof

Vom Gesetz gefordert: Landkreis testet neues Bringsystem in zehn Gemeinden

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Biotonne 3Der Landkreis testet die Entsorgung von Küchen- und Speiseabfällen – der Versuch beginnt Ende Mai an zehn Wertstoffhöfen! Die Bürger erhalten dort die Möglichkeit, ihre gesammelten Küchen- und Speiseabfälle an den Wertstoffhöfen zu entsorgen. Die dort gemachten Erfahrungen sollen helfen, die später geplante landkreisweite Einführung zu optimieren. Der Landkreis Rosenheim kommt damit neuen gesetzlichen Anforderungen nach. Wo der Versuch startet …

Um erste Erfahrungen sammeln zu können mit dem Ziel, das System vor seiner landkreisweiten Einführung zu optimieren, wird die Sammlung der Küchenabfälle zunächst an zehn Wertstoffhöfen in Bad Aibling, Kolbermoor, Bruckmühl, Neubeuern, Bad Feilnbach, Brannenburg, Feldkirchen-Westerham, Großkarolinenfeld, Raubling und Tuntenhausen angeboten.

Dieser erste Versuch wird von der bifa Umweltinstitut GmbH und der AU Consult GmbH fachlich begleitet. Deren Mitarbeiter werden am 1. Juli auf den Wertstoffhöfen Bad Aibling und Tuntenhausen sowie am 2. Juli auf den Wertstoffhöfen Brannenburg und Raubling die ersten Erfahrungen bei der Handhabung abfragen. 

Um die Sammlung möglichst einfach und komfortabel zu machen, werden an den Wertstoffhöfen in der zweiten Maihälfte zehn Liter-Kunststoffbehälter und dazu passende Papiertüten kostenfrei angeboten.

Wichtig ist, dass die Abgabe der Küchen- und Speiseabfälle nur mit Papiertüten oder Zeitungspapier möglich ist. So wird sichergestellt, dass die Abfälle vollständig biologisch abgebaut und kompostiert werden können. Plastiktüten oder so genannte kompostierbare oder abbaubare Plastiktüten dürfen nicht verwendet werden!

Gesammelt werden Bioabfälle aus privaten Haushalten in haushaltsüblichen Mengen. Für die Entsorgung von gewerblichen Abfällen etwa aus Kantinen oder Restaurants ist die Sammlung weder gedacht noch geeignet.

Komposthaufen im eigenen Garten können selbstverständlich weiterhin genutzt werden. Die Gebührenermäßigung für Eigenkompostierung bleibt bestehen.

Bei der Sammlung von Küchenabfällen können neben Obst- und Gemüseresten auch gekochte und ungekochte Speisereste, Fleisch- und Wurstreste oder verdorbene Lebensmittel entsorgt werden – Bioabfälle also, die nicht für die Eigenkompostierung im Garten geeignet sind.

Der Gesetzgeber verlangt von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern wie dem Landkreis Rosenheim grundsätzlich die getrennte Erfassung von Bioabfällen.

Die schon lange angebotene Erfassung von Gartenabfällen auf den Wertstoffhöfen und Kompostieranlagen reicht hier nicht mehr aus. Um die im Gesetz geforderte Getrennterfassungspflicht für alle Bestandteile des Bioabfalls umzusetzen, führt der Landkreis Rosenheim das neue Bringsystem für Küchen- und Speiseabfälle auf den Wertstoffhöfen ein.

Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter www.landkreis-rosenheim.de sowie im Sachgebiet Abfallwirtschaft im Landratsamt Rosenheim, telefonisch unter 08031 392 1513 oder per E-Mail unter abfallberatung@lra-rosenheim.de.

 

 

Bildtext: Im Landkreis Rosenheim sind die Biotonnen an der brauen Farbe im Deckel erkennbar. Für den Versuch an zehn Wertstoffhöfen werden zudem braue Eimer samt Papiertüten an die Haushalte abgegeben.

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6 Gedanken zu „Küchenabfälle für den Wertstoffhof

  1. Das Gesetz ist schon seit dem 01.01.2015 bundesweit in Kraft getreten.

    Der Landkreis ist wieder mal richtig zügig dabei.
    Und was macht Wasserburg ausser Papier zu sammeln?

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    1. Hallo Roland, erst mal zuschauen, wie Bürger aus dem Altlandkreis ihre Abfälle, Restmüll und Sperrmüll an den Wertstoff-Inseln entsorgen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.

      Beste Beispiele: Köbingerbergstraße, Innhöhe, etc. Solange dieser Mülltourismus kein Ende findet, brauchen wir über Biomüll uns keine Gedanken machen, denn was soll das mal werden?

      Zurück ins Mittelalter, mit Seuchen und Rattenplage?

      Hier gehört erst mal überlegt und es gibt Leute, die dafür zuständig sind und viel Geld dafür bekommen, wie man das alles in den Griff bekommt und die Leute aufklärt – warum, weshalb und wieso es wichtig ist, dass alles zu trennen und zu entsorgen.

      Ich hab das Gefühl, die meisten leben im Hier und Jetzt und nach uns die Sintflut, aber an die Kinder und Enkel denkt keiner!

      Die Frage muss also lauten, wie schaffe ich es, den Bürger zu überzeugen, dass er auch verantwortlich ist für ein bisserl angenehmeres Leben in seiner Heimat und nicht alles nur ignoriert und hofft, die Anderen werden es schon machen.

      Wir können die Welt nicht retten, aber etwas angenehmer machen.
      In diesem Sinne, eine schöne Woche FRÜHLINGSFEST und bei Bier und Hendl mal darüber nachdenken.

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      1. Hallo Weitdenker, das zuschauen hätte schon vor einem Jahr erledigt werden sollen. Hier für gibt es eine Gesetzgebung, die aus Brüssel kommt und am 01.01.2015 in Kraft getretten ist. Hier geht es genau darum, den Müll zu trennen. Im übrigen geht das bereits in anderen Bundesländern ganz gut z. B. NRW, B-W und Hessen. Also genug zeit zum Schauen.
        Außerdem sieht die Verordnung vor, dass jeder Haushalt eine Bio-Tonne erhält und diese kostenfrei von der Gemeinde bzw. dem Landkreis entsorgt wird.

        Das es Leute gibt, die dafür viel Geld bekommen, um zu denken, ist ja nichts Neues, heißt aber nicht, dass dabei auch was Gescheites rauskommt.

        Und dass es Personen gibt, die meinen, ihren Müll einfach irgend wo zu entsorgen, finde ich genauso bescheiden, muss aber auch sagen, lieber dort, als irgend wo in die Natur gedonnert.
        Ach übrigens, wenn die Bio-Tonne nicht eingeführt wird, verlangt Brüssel ein Strafgeld, das wir Bürger dann dank der Denker mit dem vielen Geld zu tragen haben.
        Auch ich wünsche Dir ein schönes Frühlingsfest.

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        1. Hallo ,
          in Wasseburg gibt es seit Jahren einen Biomüllcontainer am Bauhof, ich hoffe Sie nutzen Ihn Roland……
          Aber lieber noch ein paar schöne Tonnen , sieht echt super aus unser Wasserburg seit Einführung der Papiertonnen, aber wenn die gelben kommen wird’s bestimmt noch schöner…

          In diesem Sinne ein schönes Frühlingsfest
          Toni

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          1. Hallo Toni,
            für die Nutzung des Containers, den Sie meinen, müssen Sie bezahlen. Die Verordnung sagt aber: kostenfrei für alle Bürger.

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  2. Ich frage mich, ob ein Bringsystem tatsächlich unseren ökologischen Fussabdruck verkleinert.

    Wer nicht fussläufig zum Wertstoffhof wohnt, wird bestenfalls mit dem Fahrrad, meist jedoch mit dem Auto hinfahren.

    Abwarten, bis es sich lohnt oder man sowieso in die „Stadt“ fährt, ist bei den schnell stinkenden Abfällen wohl kaum realisierbar.

    Eine Biotonne, die die Haushalte nach Bedarf erhalten, halte ich für die bessere Lösung. Nach Bedarf deshalb, da bei Eigenkompostierung oft nur mehr kaum nennenswerte Mengen Bioabfall übrig sind. Diese Mengen abzuholen oder zu bringen wäre ökologischer Wahnsinn.

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