Kuahgartn-Festival „weckt“ Bürgermeister

Viel Arbeit für die Polizei - Parkende Autos auf gefährlicher Kesselseestrecke

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IMG_4216Edling – Im Rahmen des Festivals am Stoa in Edling stellte die Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Wasserburg mehrere an der Kreisstraße parkende Fahrzeuge fest. Dementsprechend war auch das Fußgängeraufkommen auf der überörtlichen, für Unfälle berüchtigten, Straße. Nachdem bereits die Dunkelheit einsetzte und die Fußgänger auf der Straße nicht oder nur sehr spät zu erkennen waren, musste die Feuerwehr Steppach ausrücken, um die Kreisstraße sowie die Fußgänger bis zum Eintreffen der Kreisstraßenmeisterei abzusichern. Letztlich musste sogar Bürgermeister Matthias Schnetzer ran …

Die Straßenmeisterei reduzierte die Geschwindigkeit schrittweise auf 30 km/h, um die Sicherheit der Fußgänger zu gewährleisten.

Im weiteren Verlauf kam es zu Mitteilungen über Ruhestörungen. Hierbei musste die Polizei feststellen, dass der Veranstalter mit einem offiziellen Programm bis 1.35 Uhr warb, obwohl die Genehmigung nur bis 1 Uhr ausgestellt war.

Nachdem die Polizei die Veranstaltung beenden wollte, wurde seitens des Veranstalters gegen 1.45 Uhr der Bürgermeister der Gemeinde Edling, Matthias Schnetzer, geweckt, welcher die Feierlichkeiten noch bis 2,30 Uhr – unter der Voraussetzung, dass die Musik deutlich leiser zu drehen sei – gestattete.

Die Polizei: Diesem kamen die Veranstalter des Festivals offensichtlich nicht nach, da die Musik noch im Edlinger Neubaugebiet an der B304 zu hören war. Letztendlich wurde die Musik erst gegen 2.45 Uhr beendet. Im Rahmen der Kontrollen und Beanstandungen konnten weitere Verstöße festgestellt werden. Die Veranstalter müssen nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.

Im Rahmen von Verkehrskontrollen rund um das Festival musste ein Verkehrsteilnehmer beanstandet werden, der zunächst einige Stunden in seinem Fahrzeug schlief und dann nach Hause fuhr. Der durchgeführte Alkoholtest brachte einen Wert von über 0,5 Promille. So erwartet den Fahrer ein Bußgeld von 500 Euro sowie ein Fahrverbot von einem Monat.

Etwas mehr Glück hatte ein weiterer Verkehrsteilnehmer welcher äußerst knapp unter den 0,5 Promille lag. Nachdem nicht bekannt war ob der Alkoholpegel zulegt oder abbaut, ließ der Fahrzeuglenker seinen Pkw auf Bitten der Polizei stehen.

 

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2 Gedanken zu „Kuahgartn-Festival „weckt“ Bürgermeister

  1. Franz Bauer jun.

    Wenn ich das hier lese, weiß ich nicht, ob es sich um einen Kuahgartn oder eher doch um einen gscheiden Saustoi handelt !!!

    Da kommt ein Münchner ….. und macht auf großen Organisator. Dabei vergisst er halt mal ….. , dass er evtl. ausreichend Parkplätze und Personal zur Parkplatzeinweisung organisieren könnte. Doch wozu auch. Wenn´s dann gar nimmer geht, rufen wir halt die Freiwillige Feuerwehr. Die haben ja sonst eh nix zu tun und kostet nix (hat er sich gedacht). Für den Shuttlebus braucht man auch keinen Parkplatz, weil sich der ja dann gleich bei den Feuerwehrlern erkundigen kann, wo er denn Platz zum Parken hätte. Gut – er hat dann doch selbstständig einen Parkplatz am Kesselsee gefunden. Waren dann halt 400m zu Fuß auf der Kreisstrasse. Ist ja Dank Vorauskasse des Eintrittsgeldes komplett risikolos!!!

    Nach vielen Beschwerden und Polizeieinsatz wird die Lautstärke dann nicht wie versprochen reduziert, sondern im gleichen Pegel weitergemacht. Von Anstand und Charakter also überhaupt keine Spur. Die sog. „Musik“ war übrigens im 7km Luftlinie entfernten Lehen noch so laut, dass man bei offenem Fenster nicht schlafen konnte, sondern auf Grund der Art der „Musik“ eher Herzrhythmusstörungen zu befürchten waren.

    Wenn ein örtlicher Grundanlieger zu Fuß am Kesselsee unterwegs ist, bekommt er eine Anzeige, weil er im Naturschutzgebiet Rehe vertreibt. Mich würde jetzt echt interessieren, welcher Gattung die Veranstalter angehören, wenn hier anscheinend das Naturschutzgesetz greift !?!?

    Ich kann wie Eingangs schon erwähnt nur sagen: A gscheida Saustoi – sonst nix !!!

    (Text von der Redaktion an zwei Stellen … gekürzt).

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    1. Kuahgartn - Besucher

      Hier wird es so dargestellt, als hätten die Veranstalter (die nicht aus München kommen), alles böswillig seinen Lauf nehmen lassen.
      Dass da Festival zum 3. Mal am Stoa stattfindet und es bisher keine Probleme gab, wird außer Acht gelassen.
      Vielmehr denke ich, dass niemand mit so einen großen Zulauf gerechnet hatte (da in den Vorjahren weder Wetter noch Besucher mitgespielt haben!).
      Anstatt wieder nur zu „grantlen“, sollte man sich mal darüber freuen, dass es solche Veranstaltungen noch gibt. Dass noch jemand den Mut hat den ganzen organisatorischen Stress auf sich zu nehmen.
      Ich traue mich wetten, dass alle Besucher viel Spaß auf dem Festival hatten und auch sehr glücklich darüber waren, dass das Festival wieder stattgefunden hat.

      Man sollte auch nicht den Veranstaltern die ganze Schuld zuschieben. Leider können 7 Personen nicht auf 1.200 Personen „aufpassen“ und alle kontrollieren. Es fehlt vielleicht auch an der Vernunft der Parkenden. (Zu der Zeit, wo die Autos schon an der Straße geparkt waren, waren noch genügend Parkplätze auf der Wiese frei!!)

      Aus Fehlern kann man lernen und bin ziemlich sicher, dass nächstes Jahr einiges anders gemacht wird. Das erspart dem Veranstalter sowie der Polizei, Gemeinde oder sonst wem, viel Stress.

      Und jetzt freue ich mich auf ein schönes Kuahgartn 2016!

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