Kommen die „Chlorhendl“?

Vortrag mit Politologe Karst Pfeifer zu TTIP am Montag in Edling - ÜWG lädt ein

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baumannTTIP – das transatlantische Freihandelsabkommen: Seit langem sorgt es für heftigste Debatten. Um Chancen und Risiken für Deutschland und Europa geht es am kommenden Montag, 6. Juni, bei einem Vortrag mit Diskussion im Edlinger Krippnerhaus. Die ÜWG in Edling lädt ein. Referent ist Karst Pfeifer, Diplom-Politologe aus München. Wer sind die Gewinner, wer sind die Verlierer eines solchen Vertrages? Kommen die „Chlorhühnchen“ und die gentechnisch veränderten Lebensmittel? Werden private Schiedsgerichte statt staatlicher Gerichte über Streitfälle urteilen?

Der Eintritt zum Abend kostet drei Euro.

 

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4 Gedanken zu „Kommen die „Chlorhendl“?

  1. Leider bin ich an diesem Abend verhindert, sehr interessant wäre es „vor Ort“ genaueres darüber zu erfahren.
    Ich persönlich bin mir sicher, dass TTIP durchgesetzt wird – „komme (Widerstand) was wolle“ – zu hoch sind die Interessen der Politik und Wirtschaft über dem Wohl der einzelnen Bürger und mögen es dieser noch so viele sein. Ich vermisse zusehends, die zur Kenntnisnahme der Meinung des Volkes. Es wird schlußendlich entschieden, was die Politik propagiert, „das, was eben besser wäre“. .. (?) Entschieden auf Druck der Länder ausserhalb der EU oder aus wirtschaftlichen Interessen innerhalb. Es kann nur jedem geraten sein, in Zukunft das Kleingedruckte auf Verpackungen genauestens zu lesen. Die Spätfolgen in 10 ? 20 Jahren , wird wohl kaum ein Politiker der heutigen Zeit Jahren verantworten wollen und selbstverständlich ;). auch nicht können!
    Dann spielen wir halt wieder mal mit – das Land, das Plastiktüten abschafft – den Feinstaub genauestens kontrolliert und Strafen für alle möglichen Vergehen zahlt – Ein Land, das so gesund und umweltbewußt eine Vorreiterrolle spielen möchte, während der Rest der Welt Müll und Genmanipuliert, dass einem schier schlecht wird!

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  2. Natürlich sind drei Euro nicht viel, aber vielleicht doch zuviel, um sowieso politikverdrossene Mitbürger als Zuhörer zu gewinnen. Davon abgesehen macht die Politik doch sowieso was die Lobbyisten wollen. Der Wähler hat, wenn überhaupt, nur die Möglichkeit, sich für das vermeintlich geringste Übel zu entscheiden!

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    1. Franz Hecht

      Damit Politik nicht machen kann was sie will: http://www.campact.de

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    2. Ich finde, in der Diskussion um CETA, TTIP usw. geht es zu sehr um „Chlorhühnchen“ und Standards. Das ist gewiss wichtig, aber dagegen kann man sich – wie Susanne richtig meint – durch Blick aufs Kleingedruckte schützen. Viel gravierender scheint mir der Aufbau eigener Gerichte. Da war – da diese sogar geheim agieren sollten – ein Aufschrei und dann wurde umgeschwenkt: nicht geheim, aber weiterhin außerhalb der normalen Gerichtsbarkeit. Unternehmen können Länder vor eigens zu bildende Gerichte zerren, wenn ihnen (vermeintlich) Gewinne entgangen sind. Vor kurzem konnte man in der ARD sehen, dass sich darauf (es gibt ja schon viele solcher Abkommen) große Anwaltskanzleien spezialisert haben. Philip Morris verklagte beispielsweise Uruguay auf Schadensersatz von 2 Milliarden Dollar.
      Wie Konzerne Staaten vor sich hertreiben, Die Zeit, 27. März 2014 http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-03/investitionsschutz-klauseln-beispiele
      Oft kommt es nicht zu den Prozessen, weil die Länder die hohen Risiken scheuen und den mit Klage drohenden Unternehmen gleich nachgeben. Der Steuerzahler muss blechen.
      Hier wird eine Wirtschaftsscharia zugunsten der international tätigen Konzerne vertraglich eingeführt und es wird – wenn überhaupt – allenfalls darüber diskutiert, ob die Gerichte geheim tagen oder ob vielleicht ausgewählte Journalisten zugelassen werden.

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