Kirche solidarisch an der Seite der Landwirte

Monsignore Schlichting und Vertreter der KLB besuchen Hof der Familie Springer bei Rott

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thomasschlichtingAnlässlich des Erntedankfestes besuchen Monsignore Thomas Schlichting (Foto), Leiter des Ressorts Seelsorge und kirchliches Leben im Erzbischöflichen Ordinariat München, und weitere kirchliche Vertreter am kommenden Montag, 26. September, den Bauernhof von Josef und Marianne Springer bei Rott, um sich über die Situation der Landwirte, insbesondere der Milchbauern, zu informieren. Auf dem Programm steht neben dem Gespräch mit der Familie und dem Austausch über Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung auch eine Führung durch den Betrieb.

„Mit dem Besuch möchten wir uns als Kirche solidarisch an die Seite der Landwirte stellen“, so Schlichting. „Gerade viele der kleineren, bäuerlich geprägten Betriebe stehen angesichts der niedrigen Milchpreise in einem dauernden, kräftezehrenden Kampf um ihre Existenz.“

Oft erhielten die Bauern auch gesellschaftlich nicht die notwendige Anerkennung, sagt Schlichting: „Dabei haben sie eine zentrale Rolle: Unsere Landwirte versorgen uns mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und erhalten unsere über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft.“ Um die Situation der Bauern zu verbessern, seien aber nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Politik gefragt.

Das Erntedankfest, das traditionell am ersten Oktobersonntag gefeiert wird, müsse Anlass sein, nicht nur Gott für die Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit zu danken, sondern auch an die Bauern zu denken, so Schlichting: „Wir danken den Landwirten für ihre Arbeit zum Wohle aller Menschen. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass in der Landwirtschaft wieder der Mensch und Gottes Schöpfung im Vordergrund stehen und nicht wirtschaftliche und finanzielle Fragen.“

An dem Besuch nehmen Vertreter der Katholischen Landvolkbewegung teil, neben den Vorsitzenden Luise Braun und Johann Mayer auch der Geistliche Leiter Johannes Seibold. Zudem sind die Leiterin des Fachbereichs Landpastoral im Erzbischöflichen Ordinariat, Elisabeth Simon, und der Leiter der Bäuerlichen Familienberatung, Andreas Klein, dabei.

Die Bäuerliche Familienberatung ist ein Angebot der Erzdiözese München und Freising. Sie leistet in schwierigen familiären, persönlichen oder wirtschaftlichen Lebens- und Arbeitssituationen von Bäuerinnen und Bauern ganzheitliche Beratung. Sie begleitet die Ratsuchenden seelsorglich und verweist diese bei schwierigen und komplexen psychosozialen Themen an die entsprechenden kirchlichen Beratungsstellen. 

gob

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