Interessanter Streifzug durchs Bienenjahr

Simon Dieplinger referiert in Schnaitsee – „Es fehlen Blühpflanzen“

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KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERASchnaitsee – Bei seinem Vortrag über das Bienenjahr zeigte Simon Dieplinger zum einen wunderbare Landschaftsbilder aus unserer Heimat, er malte aber zum anderen auch ein düsteres Bild für die Zukunft unserer Bienen. Dieplinger stellte seine Argumente interessant den Schnaitseer Bienenzüchtern vor und bekam am Ende viel Beifall für sein fundiertes Referat. Der Schnaitseer Vorsitzende Walter Behn dankte ihm für seine offenen Worte.

„Es fehlen Blühpflanzen an allen Ecken und Enden. Der von der Regierung geförderte Anbau von Blühpflanzen funktioniert nur im ersten Jahr gut. In den weiteren Jahren verkümmern diese Anpflanzungen immer mehr und bringen nur noch sehr wenige Nährstoffe für unsere Bienen“, nannte Dieplinger das Förderprogramm der Regierung zu wenig effektiv. Dabei würde es auch ganz anders gehen. Dazu zeigte Dieplinger eindrucksvolle Bilder von voll blühenden Flächen in unserer unmittelbaren Heimat. Die Bienenzüchter sahen Blumen und
Pflanzen die in der blütenarmen Zeit den Bienen Nahrung geben können.

Beim Streifzug durch das Bienenjahr eröffnete der Referent Blicke auf all die schönen, aber auch an die schwierigen Zeiten für den Imker. Ganz speziell wurde die Milbenbehandlung
in den unterschiedlichen Jahreszeiten angesprochen. „Eine Behandlung während der Trachtzeit ist nicht möglich, sonst würde der Honig in seiner einzigartigen, unbelasteten und natürlichen Art beeinträchtigt. Erst im Spätsommer und im Winter während der brutfreien Zeit kann behandelt werden.“ Er stellte neuartige Mittel in Streifenform auf Basis der Ameisensäure vor. Hier muss noch eine genaue Analyse durch die Fachgremien der Imkervereinigungen abgewartet werden. Zum Schluss zeigte Dieplinger noch Methoden zur Schwarmverhinderung und zur gezielten Vermehrung auf.

In der Diskussion nützten viele Schnaitseer Bienenzüchter das Fachwissen ihres Gastes und stellte gezielte Fragen zu eigenen Problemen. Das war so vielschichtig und hochinteressant,  so dass Dieplinger sofort wieder zu einem weiteren Abend eingeladen wurde. UK/JU

 

Fotos: Solche vom Staat geförderten Bienenweiden bringen zwar im ersten Jahr reiches Futter für die Bienen. Doch mit jedem Jahr werden die Blüten weniger.

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