Ins neue Jahr mit Ludwig Thoma und Karl Valentin

Bayerische Theaterraritäten in Schnaitsee - Auch im Gedenken an Georg Lohmaier

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theater 1„Es muss ein Sonntag g´wesen sein, ein Tag von hellem Sonnenschein, es war ein Glückstag ganz gewiss, wia unser Bayernland entstanden is“ – diesen Satz aus dem Lied vom Kraudn Sepp stellen die Schnaitseer Theaterer als Grundsatz vor ihren boarischen Raritätenabend. Damit startet ein ganz neues Projekt für die Schnaitseer Theatergemeinschaft. Die Theatermacher sammelten seit geraumer Zeit Raritäten und Spezialitäten von bayerischen Schriftstellern und Volkssängern. Die vielen gesammelten Szenen und Einakter wurden von den Regisseuren Elisabeth Lamprecht, Romy Kinzner und Josef Unterforsthuber bearbeitet. Nach vielen Stunden der Vorbereitung …

… kristallisierte sich ein Programm mit echten bayeruschen Schmankerln aus den letzten 100 Jahren heraus.

Im Verlauf des Theaterabends beim Schnaitseer „Wirth“ kommen „Die Brautschau“ von Ludwig Thoma, „Der Firmling“ mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt und der „Der Pfarrergockl“ von Georg Lohmeier aus seinen Amtsgericht-Geschichten auf die Bühne.

Dabei war es den Theatermachern sehr wichtig auch ein Lohmeier-Stück mit einzubauen. Der am 20.Januar 2015 verstorbene Schriftsteller war 2006 in Schnaitsee zu Gast und schrieb 2011 trotz seines hohen Alters noch eine Episode von der Fernsehfassung für die Schnaitseer um. In einem Nachruf mit einigen markanten Sprüchen Lohmeiers wird dem boarischen Original gedacht.

„Zwoa Quadratmeter g’langen auf d’Letzt, a so is am Menschen aufgesetzt; drum woas i nix Bessers, nix Feiners, wiar a frische Maß Bier und a Schweiners.” Verbunden werden die Stücke mit kurzen Humoresken und Liedern aus 100 Jahren bayerischer Volkskunst.

Humorist Fritz Graßl führt duch den Theaterabend. Dabei können sich die Besucher auf ein Feuerwerk an urkomischen Szenen freuen. Und wenn alle Stücke über die Bühne gegangen sind, wird mit dem „Bayerischen Bier“ auf dieses echt-boarische Theater-Erlebnis angestoßen: „Des is des guate, echte, g´süffige, g´schmackige, ewige boarische Bier.“

Spieltermine sind aab dem kommenden Samstag, 2. Januar 2016, noch am 5., 8., 9., 10., 14, 15., 16., 22., 23., 24., 28., 29. und 30. Januar jeweils um 20 Uhr, sowie am Mittwoch 6. Januar um 14 Uhr als ermäßigte Aufführung für die Jugend und für die Senioren. Da dieser Nachmittag erstmals, ebenso wie die Abendvorstellungen, nur bestuhlt und ohne Tische ist, können auch dafür die Plätze reserviert werden.

Reservierungen nehmen Andrea Emmerer 08074-8465 und Josef Unterforsthuber 08074-9158075 entgegen.

uk  ju

Zu unserem Foto ganz oben: von links der Bauer (Thomas Schachner), die beiden Schmuser (Josef Schluck und Meinrad Reiter), darunter die beiden Frauen, die verschmust werden sollen (Kathi Hölzl und Sabrina Seidl) und die Bäuerin (Anita Meisl) aus der Brautschau von Thoma.

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Beim Valentin-Stück „Der Firmling“ sorgen eben dieser Firmling (Severin Schluck) und sein Pate (Christian Westner) für ein echtes Chaos in der Weindiele. Die weiteren Gäste (Thomas Schachner und Anita Meisl) sind schockiert. Ein echter Kracher mit zwei Schauspielern, die ihren Vorbildern Karl Valentin und Liesl Karlstadt in nichts nachstehen.

Für dieses Stück malte Arnold Böhm eine sehenswerte Kulisse!

 

 

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