Immer noch aktiv in Pfarrei und Gmoa

Steffie und Edi Franzler feierten im Familienkreis Goldene Hochzeit

Die „Stierl-Eheleut“ Steffie und Edi Franzler aus Dirnberg sind ein Glücksfall für das Dorf Wang. Seit mehreren Jahrzehnten sind sie besonders auch aus dem Wanger Vereinsleben nicht wegzudenken. Der Edi war 21 Jahre Kommandant der Wanger Feuerwehr und sechs Jahre Vorstand, elf Jahre war er im Wasserbeschaffungsverband in der Vorstandschaft tätig und beim Imkerverein führte er auch über zehn Jahre als Vorstand Regie, erst heuer gab er sein Amt in jüngere Hände ab, bleibt aber immer noch aktiver Imker.

Seit 30 Jahren ist er mit den Georgischützen Wang bei den Rundenwettkämpfen mit der Pistole am Start. Besonders stolz ist er darauf, dass er jetzt mit seinem Enkel Sebastian in einer Mannschaft an den Start geht.

Das aktive Vereinsleben des Gatten ging auch an die Steffie über. Beim Frauenbund war sie zehn Jahre Zweiter und 20 Jahre Erster Vorstand. „Jetzt huif i hoit so no immer mit, wenn’s mi brauchan“, meint sie. Sie war lange Zeit im Pfarrgemeinderat tätig und ist seit 35 Jahren Lektorin. Auch bei den Senioren ist sie im Führungsteam und das Frauenturnen hält sie für die Aufgaben fit.

Dieser Tage feierten die Beiden Goldene Hochzeit mit ihrer Familie. Der Dankgottesdienst, sehr feierlich gestaltet von Sr. Marita Meister und der „jungen Franzler Musi“, fand wieder wie vor 50 Jahren in der Pfarrkirche in Wang statt und zur weltlichen Feier traf man sich wieder im Gasthaus Huber in Unterreit.

Hochzeiter Edi wurde am 29. April 1938 in Dirnberg geboren und wuchs dort mit vier Geschwistern auf. Nach dem Schulbesuch verdiente er sich sein Brot als Knecht bei verschiedenen Bauern.

Bereits im Jahr 1957 machte er den LKW-Führerschein und ab dem Jahr 1962 war er über 30 Jahre im Sägewerk Schachner in Gars-Bahnhof beschäftigt. Steffie Zwiefelhofer erblickte am 31.Dezember1939 in Südböhmen das Licht der Welt. Nach Kriegsende kam sie mit ihren drei Geschwistern und den Eltern über Obing und Endorf in den Heuwinkel. In ihrer Jugendzeit arbeitete sie im Haushalt.

Den ersten Blickkontakt gab es dann nach einem Kinobesuch. „Schnoi drauf hob i dann aan Heiwinge obegsuacht“, erinnert sich der Edi, „es hot aba scho no aa bissal dauert bis endlich ernst worn is“.

Mittlerweile sind über 50 Jahre vergangen, die beiden gründeten eine Familie und sind für ihre Söhne Gerhard und Rupert und für die Töchter Monika und Christa wunderbare Eltern. Acht Enkel und ein Urenkel sind sehr stolz auf ihre Großeltern. Gemeinsam haben sie die Landwirtschaft in Dirnberg bis zur Übergabe an Sohn Gerhard bewirtschaftet.

Jetzt im wohlverdienten Ruhestand gönnen sie sich Ausflugsfahrten mit den Vereinen und so manche „Dreitagesfahrt“. Die Steffie versorgt Haushalt und Garten und ist stolz auf ihre Hühnerzucht. Rückblickend meinen die Beiden „zum Streiten homma nia Zeit ghobt“, bei diesen vielen Aktivitäten leicht zu verstehen.

Auch Bürgermeister Gerhard Forstmeier kam im Namen den Gemeinde und überbrachte die besten Glückwünsche für die beiden Stierl-Leit. Er wünschte ihnen frohes Schaffen auch weiterhin in der Pfarrei und Gmoa und einen noch langen wohlverdienten Ruhestand im Kreise ihrer Familie. FIM

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