I bin da Franz – da Franz Strauß!

„Wos bei uns oft los war - da macht ma se koan Begriff"

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OLYMPUS DIGITAL CAMERARott – Bei da Ausstellung am Sonntag in Rott zum Gedenken an den Franz Josef, do hob i ihn mit seiner Frau kennaglernt. Ganz interessiert hams de Berichte und Buidl ogschaut im Klostersaal. Eigentlich woit i nur fragn, oba er se no erinnern kon, an den Todestag vor 25 Jahr, wo er war, ois er de Nachricht gheard hod. Aba dann hoda glei gsogt: „I hoaß a Strauß. Oiso Franz Strauß – ohne Josef.“ Und des Problem war, dass er und sei Familie de gleiche Telefonvorwahl ghabt hod wia Rott. Wos do los war bei eana zu Zeiten vo Wahlen zum Beispiel – „ma macht se koan Begriff“.

Tag und Nacht is Telefon nimma still gstandn, erzählt da Franz (unser Foto).

Vor allem de Journalisten ham oiwei gmoand, i bin da Franz Josef. Oana vom norddeutschen Rundfunk, der hod se glei gar ned übazeugn lassn. De ham gmoand, do losst se oana verleugnen.“ A unruhige Zeit sei des gwen, sogt da Franz. A andere Leit ham dauend ogruafa oda irgendwia gstört. „Mei, wos mia Packerl griagt ham – olle fürn Franz Josef – oh mei.“ Dann hamses oiwei nach Rott umegfahrn. Aba Irgendwann hams nimma meng und s’Telefon kurzerhand obgmeld und späda dann „Franz Strauß – Landwirt“ dazuaschreim lassn.

Ob’s ned doch a Verwandtschaft gibt, frog i an Franz. Ja, ganz ganz ganz weit weg sei do scho a Verwandtschaft. „Do muas ma aba scho 200 Jahr zruck geh, dass do de Linien vom Stammbaum zsammtreffan.“ sogt da Franz und schmunzelt. A Großonkel hätt do moi nochgforscht. Persönlich kennaglernt hams an späteren Ministerpräsidenten aba nia. Am Todestag dann vom Franz Josef sans aufd Nacht, wo’s ruhiger war, zum Grab in Rott – zur Familiengruft – higfahrn. Da Landesvater hod sei ewige Ruah ghabt – auf oamoi. Und de Landwirt-Familie Strauß ab dem Zeitpunkt aa.

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