Hilfe für die Selbsthilfeorganisation

Patientenorganisation „dsai" erhält 8.000-Euro-Spende von DAK-Gesundheit

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Schnaitsee – Fachliches, Organisatorisches und Persönliches: Regelmäßig trifft sich die Vorsitzende der Patientenorganisation für angeborene Immundefekte „dsai“, Gabriele Gründl, mit den Leitern der zwölf „dsai“-Regionalgruppen, um die Arbeit der Selbsthilfeorganisation weiterzuentwickeln. Das Regionalleitertreffen wird nun (oder die Regionalleitertreffen werden nun) großzügig von der DAK-Gesundheit in Rosenheim unterstützt: 8.000 Euro spendet die Krankenkasse der „dsai“, um die gesundheitsbezogene Selbsthilfe zu fördern.

„Diese Spende freut uns sehr und hilft uns enorm dabei, unser Ziel der weitreichenden Aufklärung über angeborene Immundefekte voranzutreiben“, sagt Gabriele Gründl.

„Zum Gesundwerden und Gesundbleiben ist der Erfahrungsaustausch untereinander sehr wichtig“, sagt Michael Köberich, Chef der DAK-Gesundheit in Rosenheim. „Für uns ist die Förderung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe mehr als nur eine gesetzliche Aufgabe.“ Für Betroffene mit seltenen Erkrankungen ist es schwierig, verständnisvolle Gesprächspartner außerhalb der Familie zu finden. „Deshalb informieren unsere Kundenberater im Krankheitsfall über regionale Angebote“, so Köberich.

Die dsai setzt sich für Menschen ein, die an angeborenen Immundefekten leiden. Das oberste Ziel der Patientenorganisation ist die frühe Diagnose und eine angemessene Therapie der aller Betroffenen. Expertenschätzungen zufolge leiden in Deutschland rund 100.000 Menschen an einem angeborenen Immundefekt, aber erst 3.500 Patienten sind diagnostiziert. „Da die Symptome der Krankheit vielfältig und unspezifisch sind, denken Ärzte noch immer viel zu selten an die Möglichkeit eines angeborenen Immundefektes“, erklärt Gründl. „Umso wichtiger ist eine umfassende Aufklärung. Beim Regionalleitertreffen beraten wir unter anderem darüber, wie wir unsere Aufklärungsarbeit intensivieren können.“

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Foto (von links): 8.000 Euro für mehr Aufklärung: Michael Köberich, Chef der DAK-Gesundheit in Rosenheim, überreicht den Spendenscheck an Gabriele Gründl, Andrea Neuner, Birgit Brandl und Monika Sewald-Wendrich.

 

 

Über die dsai:

1991 wurde die dsai in Schnaitsee gegründet und ist inzwischen durch Regionalgruppen in ganz Deutschland vertreten. Die Ziele der dsai gehen mittlerweile weit über den seelischen Beistand, den Erfahrungsaustausch und die medizinische Betreuung von Betroffenen und ihren Angehörigen hinaus. Unter dem Motto „Defektes Immunsystem? Starke Patientenorganisation!“ macht sich die dsai für die Aufklärung von Ärzten aller Fachgebiete und der Öffentlichkeit stark, engagiert sich für den Ausbau der Forschung auf dem Gebiet der Immunologie und setzt sich für die Einrichtung weiterer Immundefektambulanzen an deutschen Kliniken ein. Inzwischen ist die dsai ein kompetenter Partner in einem Netzwerk aus Betroffenen, Spezialisten, Behörden und Forscherteams. Weitere Infos gibt es unter www.dsai.de.

 

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