Großübung der Retter am Rotter Ausee

Wasserwacht und Feuerwehren im Einsatz - Wie „Franz-Xaver Untergeher" ans Ufer kam

image_pdfimage_print

IRE_9317Was passiert, wenn eine Gruppe Eisstockschützen auf dünnem Eis in den See kracht und sich selbst nicht mehr retten kann? Diese Frage beantworteten am Samstag rund 70 Einsatzkräfte der Wasserwacht, der Rettungsdienste und Feuerwehren aus dem ganzen Altlandkreis und den benachbarten Landkreisen. Innerhalb kürzester Zeit waren die Retter mit Martinshorn und Blaulicht am „Einsatzort Rotter Ausee“, wo sie zunächst ein ziemlich unklares Übungsszenario vorfanden. Denn neun der zehn Eingebrochenen waren schnell ausgemacht – der Zehnte aber, eine Puppe namens „Franz-Xaver Untergeher“, war nicht zu finden … eine fieberhafte Suche begann.

xIRE_9387Der Erste, der die Bühne „Rotter Aussee“ an diesem Nachmittag betrat, war Rotts Feuerwehrkommandant Manfred Lunghammer, gefolgt von seinen Floriansjüngern. „Früher war die Feuerwehr bei solchen Wasserszenarien eigentlich nicht gefragt. Da rückte alleine die Wasserwacht aus. Doch seit einiger Zeit wissen wir, dass die Männer und Frauen von der Wehr erstens sehr schnell am Einsatzort sind und zweitens gute Rettungsdienste leisten können“, sagte Kreisbrandinspektor Georg Wimmer, der sich die Übung aus der Nähe ansah und mit seinen Floriansjüngern sehr zufrieden war.

Letztere bekamen auch Lob von Freddy Eisner von der Wasserwacht, der mit dem Vorsitzenden der Kreiswasserwacht, Christian Förster aus Bad Aibling, die Großübung überwachte. „Das hat mich echt beeindruckt, wie die Feuerwehren aus Rott und Hochstätt, die wegen der kurzen Anfahrtswege als erste vor Ort waren, da umsichtig reagiert haben und mit dem Schlauch einen ersten Eingebrochenen gerettet haben“, so Eisner. Aber auch mit seinen Wasserwachtlern war Eisner sehr zufrieden. „Nach den ersten Minuten mit kleiner Chaos-Phase, in der sich die Einsatzleiter der verschiedenen Organisationen erstmal finden müssen, hat alles sehr gut geklappt.“

xIRE_9425Während der Übung notierten zahlreiche geschulte Beobachter die Schwachstellen, die bei einer gemeinsamen Abschlussbesprechung in Hochstätt, dorthin wurden auch die „Geretteten“ gebracht, besprochen wurden. Übrigens: Auch „Franz-Xaver Untergeher“ kam ans rettende Ufer. Ihn zogen Taucher aus den eiskalten Fluten – die leider ganz ohne Eis waren, was dem Erfolg der Übung aber keinen Abbruch tat.

 

Beteiligt an der Großübung waren die umliegenden Schnellen Einsatz Gruppen (SEG) des Wasserrettungsdienstes (Wasserwacht und DLRG), der Rettungsdienst und die SEG „Behandlung und Transport“ sowie die beiden Feuerwehren aus Rott und Hochstätt. Zaungäste waren die Bürgermeister Marinus Schaber aus Rott und Hans Holzmeier aus Schechen, auf dessen Gemeindegebiet der Rotter Aussee liegt. HC

xIRE_9381

Fotos: Irene Thois

 

[FinalTilesGallery id=’233′]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.