Große Drogen-Razzia in Pfaffing

Beim zehnten und letzten Fuizn-Musik-Festival - Festnahmen - Bilanz der Polizei

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Polizeieinsatz in der GrostadtDie vielen Polizeiautos seit gestern in Pfaffing ließen es die Bevölkerung schon erahnen – im Fokus stand und steht das zehnte und letzte Goa-Musik-Festival in der Fuizn (wir berichteten ausführlich), genannt Kannibalen-Massaker-Festival. Die Polizei Wasserburg meldet heute am Samstagabend, dass sie zusammen mit uniformierten und zivilen Kräften des sogenannten ‚Operativen Einsatzdienstes‘ Rosenheim, Traunstein und einer geschlossenen Einheit der Bereitschaftspolizei München Kontrollen durchgeführt habe …

Es seien bei der großangelegten Kontroll-Aktion zahlreiche Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz festgestellt worden, heißt es am heutigen Samstagabend. Beamte der Polizei Wasserburg und der Kripo Rosenheim leiteten in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft 22 Ermittlungsverfahren ein.

Bei drei der vorläufig festgenommenen Personen bestehe der Verdacht, dass sie das aufgefundene Amphetamin sowie Ecstasy nicht nur für den Eigengebrauch, sondern auch zum Handel mitgeführt haben, so die Polizei. Gegen zwei Festivalbesucher aus Österreich werde wegen Drogenschmuggels ermittelt, da sie Amphetamin, Ecstasy und Marihuana nach Deutschland eingeführt haben, so die Polizei weiter.

Dreimal wurde zudem eine Wohnungsdurchsuchung angeordnet. Bei diesen drei vorläufig festgenommenen Personen habe sich der Verdacht bestätigt. Die Durchsuchungen in Tacherting, Burghausen und München erbrachten weitere Drogenfunde. Darunter waren fünf Gramm Heroin, drei Ecstasy Pillen, Legal Highs (wie das sogenannte Badesalz), ein Meskalin-Kaktus, Cannabissamen und weiteres Amphetamin. Der Beschuldigte aus München habe zudem versucht, selbst halluzinogene Pilze (Magic Mushrooms) in seiner Wohnung zu züchten.

Ein junger Autofahrer gab bei einer Fahrzeugkontrolle zu, zuvor einen Joint geraucht zu haben. Er erhält eine Anzeige wegen Fahrens unter Drogeneinfluss, sagt die Polizei. Ähnlich sei es einem weiteren jungen Pkw-Fahrer ergangen, auch bei ihm habe der Verdacht auf Drogen am Steuer bestanden.

Bei der Kontrolle eines ungarischen Fahrzeuges wurde eine griffbereite Schreckschusspistole vorgefunden. Nachdem die ungarische Fahrerin nicht den erforderlichen kleinen Waffenschein besaß, wurde sie wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz angezeigt, so die Beamten

Ein weiterer Festivalbesucher wurde bei einer Personenkontrolle mit einem selbst gemachten, verbotenen Schlagring und einem Einhandmesser angetroffen.

Insgesamt wurden bei den Kontrollen an den beiden Einsatztagen folgende Mengen an Betäubungsmitteln sichergestellt:

– Haschisch: 2,3 Gramm
– Marihuana: 18,75 Gramm
– LSD: 8 Trips
– Amphetamin: 20,69 Gramm
– Ecstasy: 11 Pillen
– Psilocybin- Pilze: 26 Gramm

Dazu kommen noch die bei den Wohnungsdurchsuchungen aufgefundenen Drogen, so Wasserburgs Polizei-Chef Markus Steinmaßl am Abend.

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26 Gedanken zu „Große Drogen-Razzia in Pfaffing

  1. Bravo, die Wasserburger können stolz auf ihre Polizei sein, die so aufräumen kann (angeblich mit ca. 60 Einsatzfahrzeugen) – aber eine ‚Sicherheitswacht‘ benötigt, um die Situation in der Wasserburger Altstadt zu kontrollieren.

    Ein Armutszeugnis.

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  2. Mei oh mei, des hod se ja wieder glohnt! 20 gramm Gras, ohhh.

    Wann werden die armen Kiffer endlich in Ruhe gelassen! Das zeigt doch wieder die Unverhältnissmäßigkeit solcher Einsätze! Legalize it!

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    1. Ein Ermittlungserfolg der Wasserburger Polizei, der einen rätselnd hinterlässt.

      Die unglaublichen Drogenmengen – bei Cannabis im Hunderstel-Gramm-Bereich (ich wusste gar nicht, dass sich dies messen lässt und ein Gericht darauf reagiert) – haben den zweitägigen Aufwand anscheinend mit Recht legalisiert.

      Und dass in einer Zeit, in der sich Bundestagsabgeordnete vor einer Staude ungestraft fotografieren lassen. Andere mit Crystal Meth über den Kudamm wanken und dann eine Woche später im Bundestag beklatscht werden.

      Rechnen wir doch mal entgegen. 60 Polizisten, darunter anscheinend Spezialkräfte, macht grob gerechnet so 2000 Euro pro Stunde (ohne Anfahrt). Zwei Tage setze ich mal äußerst konservativ mit fünf Stunden pro Tag an. Dann sind wir bei 20 000 Euro. Und das ist bestimmt der unterste Bereich.

      Dagegen dürfte der Schwarzmarktpreis der Drogen bei rund 600 Euro liegen, wenn überhaupt.

      Dazu kommen jetzt die Stunden in der Polizei und in der Justiz, die sämtliche Verfahren schon alleine wegen der angegebenen Fundmengen eh einstellen wird.

      Dann sind wir bei 30 000 Euro. Hinzu kommt die Zeit, in der die Einsatzkräfte nicht verfügbar waren.

      Wer ordnet eigentlich so etwas an? Der Souverän? Ich bin kein Kannibale. aber irgendetwas scheint hier nicht zusammen zu passen.

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      1. Bester Kommentar! Vor allem hat es bei diesem Fest noch nicht eine Rauferei gegeben …

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      2. Wohlwissend, dass man im Altstadtbereich von Wasserburg t ä g l i c h Drogenkonsumenten feststellen könnte, auch Dealer.
        Aber da tut man nichts. Warum?
        Weil es sich dort vorwiegend um Personen handelt, bei denen nichts zu holen ist und man als Polizei nur massig Verwaltungsaufwand hätte?

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  3. Der Einsatz mag unverhältnismäßig hoch gewesen sein, aber ich finde weder Ecstasy noch Schlagringe, Messer oder Schreckschusspistolen völlig harmlos.

    Wäre es zu Gewalttätigkeiten gekommen, hätte man auch gemeckert.
    Trotzdem: Ein Lob an die Festival-Veranstalter und Besucher. Im Vergleich zu den Vorjahren ging es deutlich „dezenter“ ab.

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  4. Die Polizisten waren bis auf eine Ausnahme alle freundlich, aber vo enger Absprache der verschiedenen Einheiten leider nicht! Zweimal innerhalb einer halben Stunde kontrolliert zu werden, ist einfach zu viel, aber gut dann macht man das Prozedere halt noch mal mit!

    Was mir stinkt ist diese absolut miese Berichterstattung! Kein einziges Wort über friedliche Festivalbesucher, das Wetter bis zum Schluss mitgespielt hat, es also ein für mich absolut gelungenes Fest!

    Mit dem, was ihr schreibt, denkt man, dass alle Besucher Drogenkonsumenten. Dem ist aber nicht! Die gefunden Menge der Polizei bestätigt meine Behauptung! Die Menge der sichergestellten Betäubungsmittel ist ein Witz! Zum einen wegen den Kano tausend Besuchern und zum anderen wegen der eingesetzten Beamten! Es wäre schon einmal einen Artikel über das Festival zu lesen bei dem es nicht nur darum geht wieviele Drogen gefunden worden sind, sondern das Festival im Mittelpunkt steht, aber davon kein Wort! Als Journalisten habt ihr die Aufgabe die Dinge so dar zu stellen wie sie sind, da braucht ihr echt noch übung.

    Anmerkung der Redaktion:

    Es war KEIN BERICHT ÜBER DAS FESTIVAL – es war ein offizieller POLIZEIBERICHT!!!
    UNSER Bericht ist zum Beispiel der zum Festival:

    Pfiad eich, Kannibalen! Ein Kommentar zum zehnten und letzten Festival-Wochenende unter unserer Rubrik ‚Des moanan mia!‘

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  5. Macht Euch mal weiter keinen Kopf, das war eh die letzte Veranstaltung in der Alten Kiesgrube bei Hilgen.

    Einigen Anwohnern und einigen Gemeinderäten ist es inzwischen gelungen, die Untere Naturschutzbehörde auf den Plan zu rufen. Es handelt sich hier um einen „Ort hohen ökologischen Wertes und ein Naturholz“.
    Das war es aber vor 10 Jahren auch schon, da hat es aber keinen gestört.

    Wie kommt es eigentlich, dass hier eine groß angelegte Drogenrazzia durchgeführt wurde? Die Behörden kommen doch nicht unbedingt von allein da drauf. Mir ist nicht bekannt, dass bei einem der großen Festivals (RAR, RIP, Wacken usw.) etwas Vergleichbares aufgezogen wurde.

    Als bekennender Rock- und Metal-Fan war und bin ich auf vielen Konzerten, aber ich habe hier nie eine ernsthafte Schlägerei/Rauferei erlebt. Wenn ich das will, gehe ich ins nächste Bierzelt, da gibt es dann das volle Programm und wenn es die Security ist, die auf harmlose Besucher einschlägt.

    Aber das ist ja dann Tradition und Brauchtum, dass kann man ja nicht verbieten (Sarkasmus)!!!!!!!

    Schade, dass dann das „Bavarian Battle“ auch nicht mehr in Pfaffing stattfinden wird.

    Ich empfand es als eine Bereicherung. Wieder mal ein Event für die Jungen und Junggebliebenen verschwunden, aber die können sich ja dann Klavier-, und Violinkonzerte ala „Kunst in der Filzen“ anhören.

    Ja, auch ich bin gegen Drogen, trinke aber trotzdem gern ein Bier oder ein Glas Wein.
    Aber man sollte vieleicht die Verhältnismäßigkeit der Mittel wahren und nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen.
    Das ganze diente m.E. eh nur dazu, den Gegnern der Veranstaltungen in der Alten Kiesgrube ein Alibi zu verschaffen.

    Ist vielleicht ja auch ein Eigentor, denn damit wäre dann der ach so beliebte Weihnachtsmarkt in der Alten Kiesgrube auch gestorben, es gibt dann keine Ausnahmen!!!!!!!!!

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    1. Kiesgrubenbewohner

      Stimme Deinem Kommentar voll und ganz zu – ABER der letzte Satz passt in keinster Weise.
      Bin selber mit den Organisatoren von dem Weihnachtsmarkt befreundet. Auch denen wurde die Veranstaltung untersagt, da dort ja ANGEBLICH 2005 eine Waldohreule gebrütet hätte (lt. Gutachten UNB).

      Die selben Organisatoren hätten auch im Mai zwei kleinere Events geplant und mussten dann gegen die Gemeinde beim Verwaltungsgerichtshof klagen – leider vergebens, da sich das Gericht+Gemeinde auf dieses Gutachten aus 2005 beruft.

      Möchte hier nur nochmal klarstellen, dass der Weihnachtsmarkt in der alten Kiesgrube NICHT VON DER GEMEINDE ODER IRGENDWELCHEN VEREINEN organisiert war.

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      1. Vielen Dank für die Aufklärung, da war ich wohl falsch informiert, Sorry!!!!

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  6. Wasserburger Grantler

    Verwundert muss ich feststellen, dass in vielen Kommentaren Drogenbesitz und Konsum verharmlost werden.

    Ich jedenfalls finde den Einsatz angebracht und freue mich über jedes Gramm, das nicht mehr im Umlauf ist und damit keine Gefahr mehr für unsere Jugend darstellt.

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    1. @Wasserburger Grantler es ist ja schön, dass Sie sich sorgen um die Jugend machen und dass Drogen eine Gefahr sind, bestreitet wohl kaum einer.

      Aber was soll der ganze Aufwand – die Kinder und Jugendlichen gehören aufgeklärt und zwar, wenn es sein muss, auf die harte Art mit Bildern und Filmen, in denen sie sehen, was aus Menschen, die permanent Drogen zu sich nehmen, passiert und dazu gehören auch Medikamente und Alkohol.

      Wobei hier auch mal festgehalten werden soll, dass die meisten Unfälle duch betrunkene oder Medikamenten abhängige Personen passieren. Damit bin ich wieder bei meinem „Lieblings-Thema“ – der Erziehung – und dafür sind die lieben Eltern verantwortlich.

      Nach dem ich sehr liberal bin und keine Drogen, Medikamente und Alkohol zu mir nehme, bin ich doch der Meinung, diesen ganzen Krempel zu legaliesieren.

      Ab damit in die Apotheke und das Zeug ist zum einen sauber und zum anderen bezahlbar.

      Hat zur Folge, dass der Beschaffungskriminalität und dem Drogenhandel der Boden unter den Füßen weggenommen wird.

      Das wieder hat zur Folge, dass die Polizei sich dann um wichtigere Dinge kümmern kann – wie z.B. Blechschäden oder die geliebten Nachbarschafts-Streitigkeiten. (Pardon an die Polizei, das musste sein – geht nicht an die Staatsbeamten, die machen nur ihre Arbeit und werden dafür auch noch von Idioten verprügelt).

      Der Konsum von jeglicher Art von Drogen kann nur durch massive Aufklärung verhindert werden.

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      1. einfachmenschlich

        Vielleicht erscheint auf den ersten Blick der Einsatz ja wirklich „unverhältnismäßig“.
        JEDER aber, der vor kurzem in Wasserburg die Ausstellung „Sucht. Einfach menschlich.“ besucht hat,
        wird hier über manche Aussagen jedoch nur den Kopf schütteln können…
        Diese Verharmlosung / diese Vergleiche gehen mir auf den Senkel.

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      2. Wasserburger Grantler

        @Roland, ja glauben Sie ernsthaft, dass eine Legalisierung den Konsum verringern würde? Das einzige was stagnieren würde wäre der Drogenhandel, die Beschaffungskriminalität (Geld besorgen) definitiv nicht. Stellen Sie sich vor, jeder könnte sich, wie in den USA, ab 18 Jahren legal Waffen besorgen, glauben Sie, dass die Gewalttaten mit Schusswaffengebrauch dann abnehmen würden? Nein, solche Verhältnisse brauch ma ned!!! Und Aufklärung über die Folgen von Drogenmissbrauch gibt es doch an jeder Ecke, wenn heute noch jemand behauptet er hätte das nicht gewusst, welche Folgen Drogenkonsum hat, ja dem ist nicht mehr zu helfen.

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        1. @Wasserburger Grantler siehe Niederlande, Beschafungskriminalität um 60% zurückgegangen, Drogen Konsum inerhalb der Niederländer um 40% und die Polizei ist damit auch entlastet. Und wie so schön schreiben aufgeklärt wird man mehr als genug. Zudem Waffen mit Drogen zu vergleichen kommt gleich Birnen mit Äpfel zu vergleichen.
          Zudem sind die Menschen schon Suchtkrank und liegen der Kasse auf der Tasche.
          Also die Steuerzahler entlasten und gut ist. Wer sich Tot Saufen, Kiffen oder sonst irgend wie seinen Körper runieren will soll dieses tun. Diesen Menschen können Sie nur Helfen wenn Sie dieses selbst wollen, aber defenitiv nicht mit Zwang. Oder wollen Sie Magersüchtige, Spielsüchtige, Sexsüchtige usw. auch bestraffen weil Sie etwas machen was ihren Körper runiert? Die Geselschaft ist der Auslöser warum auch immer die einzelnen Personen zu ihrer Sucht kommen. Womit wir wieder bei „meiner“ Meinung sind, dass die Sache legaliesert gehören um einfach auch die Spannung zu nehmen und die Verpackung kann ja auch so appettilich aufgemacht werden wie bei den Zigaretten.

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  7. Die gefundene Menge ist absurd wenig. Sie belegt nur, wie überzogen die ganze Aktion war und auch, wie vorurteils-bewaffnet die staatlichen Organe mit einer Feierkultur umgehen, die weit über den eigenen Horizont hinausgeht.

    Es bleibt die Genugtuung, dass sich Verantwortliche für diesen Einsatz meiner Meinung nach durchaus eine Ohrfeige dafür abholen dürfen, warum denn so dick aufgefahren wurde und warum denn nix dabei rum kam.

    Bin ich deshalb für Drogen? Nein!

    Ich bin schlicht gegen staatlich sanktionierte Diskriminierung und um nichts anderes handelte es sich bei diesem Einsatz.

    Friedliche Menschen werden massiv in ihrer Freiheit bedrängt und unter Generalverdacht gestellt. Sinngemäss: Selber schuld, wer auf „solche“ Parties geht!

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    1. Bitte schonmal vormerken: 19. und 20. August 2016 (Echelon), 24.- 27. August _(Chiemsee). Mal schaun, ob da auch so strikt kontrolliert wird …. Hoffentlich, denn gleiches Recht für alle!

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  8. Reiner Alois

    … auch wenn ich persönlich mit der hiesigen Polizei nicht gut Freund bin und einer der größten Kritiker des „Staates im Staat“ bin, halte ich die Aktion für nicht überzogen und für gar nicht unverhältnismäßig … daß eine verhältnismäßig geringe Menge Drogen sichergestellt wurde liegt wohl eher daran daß jeder Drogenkonsument mit derartigen Maßnahmen gerechnet hat … es ist schon bezeichnend wie jetzt im Nachhinein gelästert und dumm daher geredet wird … und wenn ich die Namen und Bilder auf FB sehe und hier auf dieser Seite lese weiß ich doch wer sich hinter dem jeweiligen Synonym versteckt … und kann sagen daß Ihr entweder schon in der Drogenkartei seid oder bald ankommen wird … und mein Mitleid für Euch hält sich in Anbetracht der frechen Kommentare in bescheidenen Grenzen … Merke: Halte Dein Gegenüber niemals für dümmer als Du selbst bist …

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  9. Vielleicht sollten die Verharmloser auch den hier erschienenen Artikel „Schlag gegen die Rauschgiftszene “ lesen. Mir als Mutter wäre himmelangst, wenn mein Kind mit 13/14 Jahren dieses Krankheit und Tod bringende Zeug nehmen oder verticken bzw. sich in solchen Kreisen bewegen würde.

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    1. @Elena Ihre Bedenken kann ich verstehen, aber wie wollen Sie dieses verhindern? Sagt Ihnen Ihr Kind alles? Und was verstehen Sie unter diesen Kreisen? Die Schulfreunde Ihres Kindes oder Freunde aus dem Verein, die Nachbarn? Als Eltern können Sie nur die lieben Kleinen aufklären und jeden abend zu Gott betten das Ihnen dieses erspart bleibt und den Eltern und Angehörigen die es getroffen hat viel Kraft und Stärke zu wünschen.

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      1. @Roland, hätte ich eine zündende Idee, mit der alle Probleme gelöst werden könnten, wär’s schön. Hab ich aber leider nicht.
        Der Satz „sich in solchen Kreisen bewegen“ sollte keineswegs despektierlich klingen. Ich sehe das mit Sorge.
        Was ich tun kann und tue, ist, nicht nur den „lieben Kleinen“, sondern auch den Großen vorzuleben, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, auf sich zu achten und fern jeglichen Gruppenzwangs kritisch zu sein. Je selbstbewusster und ausgeglichener ein Kind erzogen wird, desto eher kann es widerstehen. So meine Hoffnung. Garantie gibt es keine.

        Sorglos mit Drogen umzugehen, sie zu legalisieren, sehe ich als verkehrten Weg.

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    2. Manuel Michaelis

      Gebetsmühlenartig wiederholt sich die Diskussion über die bösen Drogen und die böse Polizei seit den 60er Jahren – Jahr um Jahr, Tag um Tag. Gelöst worden ist bisher nichts und beide Seiten (Legalisierungsgegner versus -befürworter) tun sich und der Sache keinen Gefallen, wenn sie hier undifferenziert und pauschal BlaBla von sich geben.

      Die Polizei hat die Aufgabe gesetzeskonformes Verhalten einzufordern, ob es ihr gefällt oder nicht und das ist insofern gut, als dass wir froh sein dürfen, dass nicht die Polizei entscheiden kann und darf, was gesetzeskonform ist. Sonst hätten wir einen Polizeistaat.
      Dass die Polizei allerdings dabei oft in eine missliche Lage gerät ist nicht von der Hand zu weisen. So wurden beispielsweise über 60 Jahre Atomkraftgegner (zu Unrecht) kriminalisiert und entsprechend von der Polizei verfolgt und es mussten erst Tschernobyl und Fokushima passieren, damit die Politik umschwenkte.
      Dies ist aber nicht der Polizei, sondern dem Gesetzgeber anzulasten.

      Alle illegalen Rauschmittel unter dem Oberbegriff Rauschgift als todbringende, süchtigmachende Substanzen zu verteufeln ist auch nicht förderlich, da die Statistik andere Aussagen trifft:
      So stehen 2015 1226 Drogentote (Quelle: Die Welt/BKA), von denen keiner auf Canabisprodukte zurückzuführen ist, 74 000 Todesfällen durch Alkohol gegenüber (Quelle: Die Welt).
      Desweiteren geht aus einer Statistik hervor, dass 1.502 Unfälle auf den Einfluss berauschender Mittel zurückzuführen sind und weitere 130.700 unter dem Einfluss von Alkohol stattfanden. (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2014)

      Die Erfahrungen in Holland und auch in den USA lassen darauf schließen, dass eine Legalisierung von Canabis tatsächlich nicht zu einer Vermehrung des Konsums, sondern eher zu einer Veringerung führen. Dies soll allerdings widerum auch nicht zu dem Schluss führen, dass Canabis deshalb per se harmlos ist. Gerade die hochgezüchteten Sorten aus den Niederlanden führen bei Jugendlichen zur Auslösung von Psychosen und sind zudem manchmal mit Glaspulver (wegen des Gewichts) versetzt und daher dramatisch gesundheitsschädlich.

      Ich kann und will mich hier nicht für oder gegen etwas positionieren, noch kann ich eine Lösung beschreiben, finde aber, dass der Gestzgeber – und unsere Abgeordneten werden hierfür gut genug bezahlt – endlich gefordert ist diesem Drama ein Ende zu setzen. Denn: Mir ist keine Kultur bekannt, in der nicht Drogen oder Alkohol – also Rauschmittel konsumiert werden. Zudem hat die ganze Kriminalisierung bisher nichts gebracht.

      Wir werden lernen müssen sowohl mit Drogen als auch mit Alkohol als Bestandteil unserer Kultur zu leben – ob uns das gefällt oder nicht.
      Sie auszurotten ist eine Illusion.

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      1. Reiner Alois

        … zunächst die polemische Aussage eines Statistikprofessors „glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast“ … und wir müssen die Frage stellen wem es helfen sollte wenn Drogen legalisiert werden … und wir müssen die Frage stellen, falls eine Legalisierung stattfindet, wer dafür Sorge trägt dass die im Handel befindlichen Drogen nach vorher festzulegenden Qualitätsstandarts hergestellt und in den Handel gebracht werden und dann nicht mehr verändert den Endkonsumenten erreichen …. denn wie Sie selbst richtig feststellen liegt der Teufel im Details der Mixtur … bei der Produktion und im Handel mit Alkohol existieren hohe Standarts und für den Produzenten ebensolche nachprüfbare und festgelegte gesetzlich festgelegte Produktionsbedingungen … wenn dies für Drogen egal ob aus Pflanzen oder chemischen Substanzen gewährleistet werden kann stünde einer Legalisierung unter kontrollierten Produktions- und Handelsbedingungen eigentlich nicht im Wege … genießbarer Alkohol, ob aus Gärung oder Brand läßt sich weit schwieriger herstellen als die gängigen und möglichen legalisierbaren Drogen … daß Drogen wie Heroin und LSD nicht legalisierbar sind versteht sich fast von selbst, die Vorstellung z.B. Heroin oder LSD sauber abgepackt und sortiert im Supermarkt direkt neben dem brandweinhaltigen Getränk, kaufen zu können läßt bei mir das Blut in den Adern gerinnen … bei Canabis o.ä. Substanzen wäre das schon eher vorstellbar … wenn man den Werdegang des Alkohols in der Gesellschaft betrachtet und die lange Zeit von einigen hundert Jahren bis die Produktion und das Handeltreiben mit dieser „legalen Droge“ einigermaßen kontrollierbar und vor allem genießbar wurde, lässt erahnen wie lange dies erst bei den jetzigen „illegalen Drogen“ dauern würde bis diese Substanzen für Jedermann genießbar im Handel wären … beispielsweise wurde das Reinheitsgebot 1516 als Gesetz erlassen weil bis dato Mixturen im Umlauf waren an dessen Genuss viele Konsumenten verstarben … 500 Jahre von dem oft tötlichen Gebräu bis zu einem allseits genießbaren Bier hohen Qualitätsstandart … da haben die bislang illegalen Drogen noch viel Zeit zu reifen und die Konsumenten dieser Drogen noch viel Zeit für sich selbst zu entscheiden ob ihnen der „Joint“, der „Dübel“ oder die „Brise Koks“ wirklich so wichtig sind … und ein Vergleich mit den Niederlanden scheint fern, denn selbst dort funktioniert der Konsum, der Handel und die Kontrolle der Substanzen auch nur rein statistisch aber nicht wirklich realistisch ….

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        1. Wenn Handel dann nur in der Apotheke, kein zugang für Minderjährige.
          Und zu Ihrer Aussage diese wird Churchill zugeschrieben (ob es stimmt? wer weis).

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        2. @Reiner Alois hier mal eine Resolution von 123 StrafrechtsprofessorInnen zum Thema. Ohne Statistik…

          http://schildower-kreis.de/resolution-deutscher-strafrechtsprofessorinnen-und-professoren-an-die-abgeordneten-des-deutschen-bundestages/

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  10. Mich macht es zugleich traurig und wütend, wie durch so eine ungerechtfertigte, polizeiliche Maßnahme die Freiheit der Gemeinschaft und des Einzelnen leichtfertig auf das Spiel gesetzt wird.

    Ich habe mit Drogen nix am Hut, ich habe damit vor langem Erfahrungen gemacht und gemerkt, Drogen sind nichts für mich. Aber wie kann man als Polizei rechtfertigen, dass ich an einem Tag gleich drei mal von der Polizei aufgehalten werde und unter menschenunwürdigen und teilweise freiheitsberaubenden polizeilichen Handlungen durchsucht werde? Einfach nur beschämend!

    Das Festival in der Fuizn ist eine absolute friedliche, weltoffene und tolerante Veranstaltung. Wir sollten Leute von Herzen danken und unterstützen, die Initiative ergreifen und ohne finanzielle Absichten ein Fest für uns alle so liebevoll organisieren. Nein, stattdessen werden dem Veranstalter Auflagen und Prügel zwischen die Füße geschmissen, das man nur Mitleid bekommen kann.

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