„Glanzhühner“ der heimischen Kabarett-Szene

Riesenspaß in Schnaitsee mit der Anna, der Leni und der Märi

image_pdfimage_print

Grampfhenna 026„Wir machen Lieder, die keiner braucht“, das stellten die drei jungen Damen des „Grampfhennangschnoders“ – alias die Anna, die Leni und die Märi – aus Edling und Maitenbeth gleich mal von Anfang an fest. Zu Gast war das Trio jetzt in Schnaitsee. Noch relativ neu auf den Bühnen der heimischen Musik-Kabarett-Szene spielen die Damen – wie schon mehrmals berichtet – bisher ausschließlich vor ausverkauften Häusern. Beim „Schnaitseer Wirth“ drängten sich an die 350 Zuschauer im restlos ausverkauften Saal und ließen sich von drei Mädels mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit in den Bann ziehen. „Von den drei Hennan werden wir in Zukunft sicher noch viel hören“, zeigten sich die Gäste überzeugt, die teilweise von weit her gekommen waren.

Aber wo man auch hinhörte nach dem Konzert – das Echo war äußerst positiv. Das zeigte sich auch bei den Zugaben. Erst nach der dritten Extranummer durften die Drei die Bühne verlassen. Diese neuen Stars am heimischen Kabaretthimmel standen dann am Saalausgang noch für ihre Zuschauer für einen Plausch zur Verfügung und auch da wussten sie mit ihrer natürlichen und fröhlichen Schlagfertigkeit immer wieder das richtige Wort zu finden. Ein toller Abend in Schnaitsee.

„Das „Grampfhennangschnoder auf Stümpertour“ heißt ihr Programm, denn schließlich können die Anna, die Leni und die Märi nichts. „Was wir singen, das bleibt im Ohr, ja das sind wir – ein Stümperchor“ behaupten sie. Und keiner glaubte es.

Mit Gitarre, viel Frauenpower, köstlichen Versen, krachenden Texten, gewagten Tanzschritten und Grimassen bewiesen sie eindrucksvoll das Gegenteil. Sie erzählten die Geschichten aus dem wirklichen Leben. „Und de sand oisamt wahr. Und bei uns stimmt des wirkle. Des derft´s scho glaam.“ Sie gewährten einen Einblick in das bewegte Leben der drei „Hennan“. In die Männersuche der zwei jüngeren Leni und Märi: „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“.

Oder sie machten einen vollkommen missglückten Frauenausflug zu IKEA mit all seinen Tücken oder sie führten den Auszug aus dem Elternhaus vor und meinten „Jetzt geht´s dem Paradies entgegen“ – aber weit gefehlt. Alle ihre Texte waren toll-verrückt. Da ging´s um leidige Diäten mit tollen Tipps für die Schnaitseer und mit viel Schweinsbraten und Sahnetorten. Die Folge von missglückten Diäten sind die Schönheitsoperationen.

Zum Schluss wurde es noch übersinnlich. Bei einer Geistheilerin stellte es sich heraus – die „Hennan“ kennen sich schon vor früher. Sie waren Cäsar und Kleopatra, Max und Moritz, da Vinci und Mona Lisa, der Mozart und sei Kugel, die Schöne und das Biest oder Thomas und Dieter von Modern Talking. „Hoit des geht ja gar ned. De leben ja no.“

Kurzum das Programm war gespickt mit wunderbaren Sprachkämpfen untereinander, verzwickten hintergründigen Reimen, bairschen Bauchtanzeinlagen und einfach Stücken, die immer wieder zum hellauf auflachen animierten. Beim aller- aller- allerletzten Stück verrieten die drei Damen aus Edling ihr Erfolgsrezept: „Koan Stress und wenn ebbs ned klappt, dann san des einfach Variationen“. Das Publikum wurde einbezogen und keiner konnte sich dem Frohsinn ernsthaft widersetzen. Der Saal, sang, grölte und klatschte.

ju uk

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.