Genuss aus der Heimat

Aktionstag rund um Schmankerl aus der Region im Bauernhausmuseum Amerang

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GewinnerDie Qual der Wahl: Lieber die heiße Marille für kühle Tage oder die süße Kirsche als Aperitif oder den Mango-Limes zum Mischen mit Prosecco? Die Besucherinnen am Stand von Andreas Zink auf dem Genussmarkt im Bauernhausmuseum Amerang entscheiden sich ganz anders: „Wir nehmen den Himbeer-Limes – der schmeckt am besten!“ Damit, so Andreas Zink, liegen die Genießerinnen voll im Trend. „Himbeere verkauft sich jetzt am besten, das hängt immer von der Jahreszeit ab.“ Im Winter sind es dann die Zimtpflaumen-Konfitüren, die weggehen wie die warmen Semmeln.


Der Genussmarkt auf dem Gelände des Bauernhausmuseums Amerang hat sich zu einer beliebten Institution entwickelt. Kein Wunder – denn hier gibt es Schmankerl aus der Region, heimische, unverfälschte Produkte, bei denen man weiß, woher sie kommen, und was drin ist. Da gibt es geräucherte Forellen, zu denen man am besten das Rote-Bete-Chutney mit Meerrettich kauft, oder Brotaufstriche, Dinkelmehl zum Brotbacken, heimische, edle Obstbrände, Käse in allen Variationen, Salze und Gewürze, kandierte Früchte und vieles mehr.

Und überall locken Köstlichkeiten zum Probieren, rund um die Tische versammeln sich die Gäste und testen Chutneys, Konfitüren und Aufstriche.

Feinschmecker können auch allerhand dazu lernen. Beispielsweise von Susanne Hofmann vom Tölzer Kasladen aus Bad Heilbrunn, die eine Auswahl aus ihrem Geschäft mit dabei hat. Darunter ist auch handgeschöpfter Camembert – eine besondere Delikatesse. „Er wird aus Milch von alten Rinderrassen gewonnen“, erzählt die Kas-Expertin. „Er enthält besondere Caseine, die dem Käse einen speziellen Geschmack geben. Die Rinder stehen alle auf der Weide, deshalb enthält dieser Käse mehr Omega-3-Fettsäuren als andere Sorten.“ Sechs Stunden dauert alleine die Zubereitung dieses Camemberts.

Nicht nur die Besucher lassen sich die Köstlichkeiten schmecken. Auch die Inhaber der Stände selbst nutzen den Markt, um sich mit anderen auszutauschen und dazu zu lernen.

So etwa Markus Scherr aus Schnaitsee. Mit seiner Frau betreibt er eine Straußenfarm und hat viele Produkte dieser Tiere mitgebracht. Darunter Pfefferbeißer vom Strauß, Straußensteaks und Straußenschinken. „Strauße haben einen großen Vorteil“, so Scherr. „Ihr Fleisch ist fettarm, hat wenig Cholesterin und nur gesunde Fettsäuren. Es ist das gesündeste rote Fleisch, das es gibt.“

Markus Scherr nutzt die Zeit und probiert auch die Angebote von Kollegen. Besonders angetan hat ihm aber die Brotbackstube des Museums. Dort hilft er mit, Bretter voller Brotlaibe zum Ofen ins Brechlbad zu tragen. Es wird gutes Bauernbrot geben, ein Duft nach Backofen und Teig zieht auch andere Besucher an. „Es ist einfach super hier im Bauernhausmuseum Amerang“, sagt Scherr. „Die Atmosphäre ist toll, und man kann nebenbei schöne Sachen entdecken. Als gelernter Zimmerer interessiere ich mich auch für die historischen Gebäude.“ Seine drei Kinder haben genügend Platz, um sich den ganzen Tag auszutoben.

Auch das ist ein Vorteil dieses Marktes: Geschubst und gedrängelt wird hier nicht. Das Gelände ist weitläufig, und zwischen all den Köstlichkeiten bleibt auch Zeit, um einen Kaffee zu trinken, einen Kuchen zu genießen und die Bauernhäuser zu bewundern. Deshalb wird es auch im nächsten Jahr wieder einen Genussmarkt geben.

Weitere Infos zum Jahresprogramm des Bauernhausmuseums gibt es im Internet unter www.bhm-amerang.de

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