Für den Frieden in Soyen und in der Welt!

Nach Brandanschlag: Morgen am Abend Lichter-Menschen-Kette vor dem Rathaus

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KerzenFriede fängt im Kleinen an – ganz bei uns selber! Die Bürger – vor allem die Soyener – sind für den morgigen Abend zu einer Lichter-Menschen-Kette vor dem Rathaus in Soyen aufgerufen, unter dem Motto „Lichter für ein friedliches Miteinander“ ein Zeichen zu setzen – ein Zeichen gegen den Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft vom vergangenen Wochenende (wir berichteten ausführlich). Ein Zeichen gegen Gewalt und für ein friedliches Zusammenleben mit allen! Der in Soyen neu gegründete Helferkreis lädt dazu um 18 Uhr ein. Gegenüber der Wasserburger Stimme sagte Soyens Bürgermeister Karl Fischberger heute …

… man sei geschockt in der Gemeinde über diesen Vorfall vom Wochenende. Der Helferkreis habe am Samstag bis Mittag einen Crash-Kurs gehabt durch die Caritas und habe anschließend gemeinsam mit ihm als Bürgermeister den neuen Container im Gewerbegebiet anschauen wollen.

So habe man den Brandanschlag erst entdeckt. Der Schock sei groß gewesen. Denn es habe jemand offentsichtlich versucht, den Container komplett abzufackeln. Der Schaden sei enorm und dadurch verschiebe sich nun erneut die Belegung. Fischberger sprach von einem Teufelskreis. Mit diesen Container-Modulen wolle man ja schließlich die Menschen aus den überfüllten, engen Turnhallen retten, damit das Konflikt-Potential auf so engem Raum möglichst gering gehalten werde.

Container-Bezug in Soyen vermutlich Mitte Februar

Doch nun müssten die 48 Menschen, die für Soyen vorgesehen seien – wer, das wisse nicht mal das Landratsamt – erneut warten. Die Rede sei weiter von Flüchtlingen aus der Raublinger Turnhalle. Die Situation für die Menschen sei schlimm und werde nur zusehens verschlimmert. Mit der Belegung werde nun erst Mitte Februar gerechnet – je nachdem, wie der Schaden in Ordnung gebracht werde vom Eigentümer, der Container-Firma.

Dazu sagte Oliver Winter vom Landratsamt heute gegenüber der Wasserburger Stimme, das Landratsamt zahle ja nur Miete für die Container-Module – und auch erst, wenn die Menschen dort wirklich eingezogen seien. Kümmern müssten sich jetzt um den Schaden die Eigentümer.

container brand

Foto: Barth

Offen sei, ob die Eigentümer, also die Container-Firma, die betroffenen etwa zehn Zimmer des Soyener Moduls sanieren werden oder komplett austauschen müssen. Seiner Ansicht nach können mindestens fünf Zimmer nicht mehr saniert werden.

Fischberger wiederum betonte, Soyen als Gemeinde helfe ’nur‘ mit dem Helferkreis, dem sich nun bereits 50 Menschen angeschlossen haben. Würde man das als Gemeinde nicht tun, wären sich die Menschen absolut selbst überlassen.

Die Ermittlungen zur Tat laufen über die Kripo, mehr sei auch der Gemeinde bislang nicht bekannt.

lichter

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