Flüchtlinge kommen selbst zu Wort

Initiativkreis Migration Rosenheim: „Es lohnt, ihnen zuzuhören" - 16 Veranstaltungen

image_pdfimage_print

plakatAsyl ist Menschenrecht 2016: In sechzehn öffentlichen Veranstaltungen rund um das Thema Flüchtlinge sollen von Mai bis Oktober Herz und Verstand der Besucher angesprochen, Integration und angemessene Umgangsweisen geübt und gelebt werden. Darum geht es dem Initiativkreis Migration Rosenheim, ansprechen will er damit alle Bürger in Stadt und Landkreis! Vor allem auch sollen die Flüchtlinge selbst zu Wort kommen! Denn es lohne sich, ihnen zuzuhören …

Die Reihe wird am kommenden Freitag mit einem Vortrag von Irene Durukan eröffnet – zum Thema „Zivilcourage – Mut tut gut! Warum Hinschauen und Handeln Sinn machen“.

Die Vorsitzende des Vereins Mut & Courage Bad Aibling e.V. erhielt 2008 den XY- Preis „Gemeinsam gegen das Verbrechen“ und wurde 2011 als Vorbild durch die Dominik-Brunner-Stiftung geehrt. Anhand des Videoclips „Hetzjagd“ wird sie analysieren, wie man sich in kritischen Situationen verhalten kann. Mut sei ansteckend; aber niemand könne zu mutigem Verhalten gezwungen werden. Mut erfordere Sinn für Gerechtigkeit sowie Empathie. Die Teilnehmer*innen erhalten Tipps für den couragierten Alltag.

Für einen regen Austausch wird es genug Zeit geben.
Der Vortrag findet statt am Freitag, 13. Mai, um 20 Uhr in der Sozialen Hängematte (Herzog-Ottostr. 8a, Rosenheim).

Einzelheiten zu allen Veranstaltungen finden sich auf der Seite:

https://migration.rosenheim.tk,

Der Initiativkreis Migration Rosenheim beschäftigt sich seit 2011 damit,
dass Menschen aus verschiedenen Gründen ihre Heimat verlassen.
Um Verständnis für und Integration von Geflohenen zu verbessern, bietet
der Initiativkreis einerseits Begleitung von Flüchtlingen und
Flüchtlingsinitiativen an, anderseits und vor allem betreibt er
Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung. Daher führte er bereits vor
einem Jahr eine Veranstaltungsreihe „Asyl ist Menschenrecht“ durch.
Wie dringend diese Aufgabe weiterhin ist, ergibt sich aus der Lage der
Geflohenen. Sie stehen vor Herausforderungen, die sie vorher nie gekannt
haben; sie werden mal freundlich empfangen, mal verunsichert
aufgenommen, mal aggressiv abgewehrt. Die Zahl der Straftaten und
Anschläge gegen Asylbewerber*innen hat drastisch zugenommen. Aber die
Zahl der Menschen, die Flüchtlinge kennenlernten und ihnen zur Seite
stehen, ebenso. Dies gebe Hoffnung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.